Appeal Against Denial of Suspended Sentence Based on Compliance with Driving Prohibition
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertAppeal Against Denial of Suspended Sentence Based on Compliance with Driving Prohibition The court considered an appeal challenging the denial of a suspended sentence, where the appellant offered to abstain from driving motor vehicles as a sign of future good conduct and met the conditions for suspension under Article 41 Section 1 of the Swiss Penal Code. The court maintained the denial, reasoning that the appellant's promise to refrain from driving did not sufficiently guarantee future good behavior, especially since the lower court found the promise was made primarily out of fear of incarceration rather than a genuine desire to reform, which failed to overcome the unfavorable prognosis based on character and past life required by Article 41 Section 1(2). Furthermore, the court clarified that judicial instructions under Article 41 Section 2 StGB, designed to support the qualified offender, cannot be used to grant a suspended sentence to an offender who subjectively does not deserve it under the requirements of Section 1, as such an interpretation could unfairly favor affluent offenders who can afford to accept restrictive conditions.
Legislator-Regeste
AmtlichRegeste Art. 41 StGB; Verhältnis zwischen Ziff. 1 und 2. Die richterliche Weisung nach Ziff. 2 ist nur zur Unterstützung desjenigen zulässig, der die in Ziff. 1 abschliessend geregelten Voraussetzungen des bedingten Strafvollzuges erfüllt.
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KI-generiertCited in the reasoning regarding the negative prognosis based on past conduct, although the provision itself is not explicitly in the final order, the cited provision in the text relates to the substantive ground for denying suspension which forms the core of the decision, inferred from the context surrounding Art. 41 Ziff. 2 StGB application.
Cited to confirm that judicial directives are only admissible to support those who already meet the conditions of Art. 41 Ziff. 1, which is the essential legal determination made.
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Volltext
Urteilskopf
83 IV 65
16. Auszug aus dem Urteil des Kassationshofes vom 29. März 1957 i.S. Morger gegen Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich.
Regeste
Art. 41 StGB; Verhältnis zwischen Ziff. 1 und 2.
Die richterliche Weisung nach Ziff. 2 ist nur zur Unterstützung desjenigen zulässig, der die in Ziff. 1 abschliessend geregelten Voraussetzungen des bedingten Strafvollzuges erfüllt.
Erwägungen ab Seite 65
BGE 83 IV 65 S. 65
Was der Beschwerdeführer vorbringt, vermag die Zweifel an seinem künftigen Wohlverhalten nicht zu beseitigen. Insbesondere seine Erklärung, er sei bereit, auf das Führen eines Motorfahrzeuges zu verzichten, ändert an der Beurteilung der Besserungsaussichten nichts. Das Versprechen enthält nicht schon die Gewährleistung, dass es eingehalten wird, und ebensowenig bildet es einen Ersatz. für die nach Art. 41 Ziff. 1 Abs. 2 StGB auf Vorleben und Charakter gestützte ungünstige Voraussage, zumal es der Beschwerdeführer nach der verbindlichen Feststellung der Vorinstanz aus Furcht vor dem Strafvollzug abgegeben hat, also nicht vorwiegend im Bestreben, sich zu bessern. Auch eine entsprechende richterliche Weisung, die das Versprechen des Beschwerdeführers wirkungsvoller und möglicherweise erfolgreicher gestalten würde, fällt ausser Betracht. Art. 41 Ziff. 2 StGB sieht die richterliche Weisung zur Unterstützung desjenigen vor, der die Bedingungen der Ziff. 1 bereits erfüllt. Sie kann daher nicht einem Täter
BGE 83 IV 65 S. 66
zum bedingten Strafvollzug verhelfen, der ihn subjektiv nicht verdient. Eine andere Betrachtungsweise könnte zur Unbilligkeit führen, dass der finanziell besser gestellte Täter, der sich den Verzicht leisten kann, gegenüber demjenigen bevorzugt würde, der auf das persönliche Führen eines Motorfahrzeuges angewiesen bleibt.