Creditor Challenge to Trustee Selection in Composition Proceeding Inadmissible
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertCreditor Challenge to Trustee Selection in Composition Proceeding Inadmissible A creditor challenged the selection of a trustee by the Composition Authority (Nachlassbehörde) in a composition proceeding, leading to the case being brought before the Swiss Federal Court's Chamber for Debt Collection and Bankruptcy. The Federal Court upheld the lower authority's decision not to hear the complaint, reasoning that decisions made by the Composition Authority, such as the appointment of a trustee under Article 295 of the Debt Collection and Bankruptcy Act (SchKG), are not subject to the ordinary appeal process (Beschwerde) outlined in Article 17 SchKG, which is reserved for appeals against the actions of the debt collection and bankruptcy offices. The court clarified that any challenge against a trustee selection must be directed to the higher Composition Authority, rather than the supervisory body overseeing debt collection and bankruptcy offices, concluding that the appeal against the Composition Authority's decision was inadmissible.
Legislator-Regeste
AmtlichRegeste Die Beschwerde im Sinne von Art. 17 SchKG ist gegen Entscheidungen der Nachlassbehörde (hier: Wahl des Sachwalters gemäss Art. 295 SchKG) nicht zulässig.
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KI-generiertThe appeal (Beschwerde im Sinne von Art. 17 SchKG) against the decision of the composition authority (Nachlassbehörde) regarding the appointment of the trustee is not admissible.
The decision regarding the appointment of the trustee was made under this provision by the composition authority.
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Volltext
Urteilskopf
80 III 131
29. Entscheid vom 26. November 1954 i.S. Stöcklin.
Regeste
Die Beschwerde im Sinne von Art. 17 SchKG ist gegen Entscheidungen der Nachlassbehörde (hier: Wahl des Sachwalters gemäss Art. 295 SchKG) nicht zulässig.
Sachverhalt ab Seite 132
BGE 80 III 131 S. 132
Am 11. September 1954 bewilligte der Kreisgerichtsausschuss Chur der Firma Ed. Engeli & Co. eine Nachlassstundung und ernannte neben dem Konkursbeamten Johann Erni in Chur Dr. Ernst Keller in Zürich zum Sachwalter. Gegen diese Wahl führte der Gläubiger Walter Stöcklin bei der kantonalen Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs Beschwerde. Den Nichteintretensentscheid dieser Behörde vom 5. November 1954 hat er an die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Bundesgerichts weitergezogen. Diese weist den Rekurs ab.
Erwägungen
Erwägungen:
Die Bestellung des Sachwalters lag dem Kreisgerichtsausschuss als Nachlassbehörde ob (Art. 295 SchKG). Entscheidungen der Nachlassbehörde unterliegen nicht der Beschwerde im Sinne von Art. 17 SchKG an die zur Überwachung der Betreibungs- und Konkursämter bestellte Aufsichtsbehörde (BGE 23 I 949; BGE 38 I 638/39 = Sep. ausg. 15 Nr. 50 S. 219; JAEGER N. 4 zu Art. 17 und N. 2 zu Art. 19 SchKG). Die Literaturstellen und Entscheide, die der Rekurrent anführt, sagen nichts Gegenteiliges. Mit der "Beschwerde" gegen die Ernennung eines ungeeigneten Sachwalters, von der bei JAEGER/DAENIKER, Schuldbetreibungs- und Konkurspraxis der Jahre 1911-1945, in N. 3 zu Art. 295 SchKG die Rede ist, kann nur die Anrufung der obern Nachlassbehörde gemeint sein. Nur davon spricht der an dieser Kommentarstelle zitierte Entscheid Bl. Z. R. 15 Nr. 219. Auch der Entscheid ZBJV 76 S. 591 ist ein solcher der obern Nachlassbehörde (vgl. S. 592 vor Ziff. 2). Im Falle SJZ 19 S. 138 Nr. 112 (Amtsbericht des Kantonsgerichtes St. Gallen
BGE 80 III 131 S. 133
1921 Nr. 24) handelt es sich um einen Entscheid der Rekurskommission des Kantonsgerichts, nicht der kantonalen Aufsichtsbehörde für Schuldbetreibung und Konkurs, über eine Beschwerde im Sinne von Art. 336 des Gesetzes betr. die Zivilrechtspflege für den Kanton St. Gallen vom 31. Mai 1900.