Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
BGE 119 II 84 KI-generiert

Tenant Appeal Dismissed for Frivolous Challenge to Factual Findings on Notice Receipt

Geschäftsnummer BGE 119 II 84
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

Tenant Appeal Dismissed for Frivolous Challenge to Factual Findings on Notice Receipt A tenant filed a federal appeal against a cantonal court decision ordering them to pay six months' rent because they failed to prove the timely receipt of their lease termination notice by the landlord. The Supreme Court dismissed the appeal, holding that the appellant—represented by counsel—was abusing judicial process by lodging an appeal that, according to established law and jurisprudence, did not permit the challenged claims, which solely concerned factual findings regarding the timing of the notice's receipt and criticism of the lower court's weighing of evidence, neither of which are permitted grounds for a federal civil law appeal. The court reasoned that the party was knowingly disregarding the clear limitations of the Federal Judicature Act (OG) and consistent case law regarding the inadmissibility of appeals against factual determinations and evidence assessment (Art. 43, 63 OG), thus constituting a frivolous use of the legal system under Art. 36a para. 2 OG.

Legislator-Regeste

Amtlich

Regeste Art. 36a Abs. 2 OG. Rechtsmissbräuchliche Anrufung des Bundesgerichts. Rechtsmissbräuchlich prozessiert die anwaltlich vertretene Partei, die unbekümmert um die Bestimmungen des OG und ohne jede Auseinandersetzung mit der Frage der Zulässigkeit ein Rechtsmittel ergreift, das nach Gesetz und ständiger Rechtsprechung die vorgebrachten Rügen gar nicht zulässt (E. 3).

Schlagwörter

KI-generiert
Kündigung durch den Vermieter fristlose Kündigung Mietzinsfestlegung Mitmieter Prozessrecht Rüge der Sachverhaltsfeststellung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert
Art. 36a Abs. 2 OG
Art. 36a Abs. 2 OG. Rechtsmissbräuchliche Anrufung des Bundesgerichts.
Art. 43 OG
3c sowie die zuletzt im Generalregister der Bände 111-116 unter Art. 43 OG dazu aufgeführten Entscheidungen).

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
BGE 115 II 485
2 und 64 OG - nicht offen steht (BGE 115 II 485 E.
BGE 117 II 257
c, 63 OG) und der konstanten Rechtsprechung des Bundesgerichts ohne weiteres bekannt sein (BGE 117 II 257 E.
BGE 118 II 87
Buyer's Appeal Rejected as Abuse of Process in Debt Enforcement Case
KI-generiert

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (224)

4C.58/2000 (2000-05-22)
Work-on-call standby pay and sickness insurance under construction collective bargaining agreement
«…soweit keine der Ausnahmen gemäss Art. 63 Abs. 2 und Art. 64 OG geltend gemacht wird ( BGE 120 II 97 E. 2b S. 99; 119 II 84 E. 3; 116 II 92 E. 2 S. 93, 480 E. 3d S. 489, 745 E. 3 S. 749 mit Hinweisen). b) Soweit der Kläger die antizipierte…»
4C.434/2006 (2008-02-25)
«…se gegen tatsächliche Feststellungen der Vorinstanz richten ( BGE 130 III 136 E. 1.4 S. 140; 120 II 97 E. 2b S. 99; 119 II 84 E. 3 S. 85; 116 II 92 E. 2 S. 93 mit Hinweisen). Im Berufungsverfahren ist das Bundesgericht grundsätzlich an die ta…»
4C.64/2007 (2007-11-07)
«…das Bundesgericht im Berufungsverfahren nicht überprüfen kann ( BGE 127 III 73 E. 6a S. 81; 126 III 10 E. 2b S. 13; 119 II 84 E. 3 S. 85). 3.4 Die Rüge, aufgrund der durch die Vorinstanz gewürdigten Beweismittel könne der Beweis bei Anwendung d…»
4C.328/2006 (2007-10-16)
«…ist im Berufungsverfahren unzulässig ( BGE 127 III 73 E. 6a S. 81; 126 III 10 E. 2b S. 13; 120 II 97 E. 2b S. 99; 119 II 84 E. 3 S. 85, je mit Hinweisen). 2.1 Der Beklagte stellt den Sachverhalt aus seiner Sicht dar und offeriert für seine Be…»
4C.195/2006 (2007-10-12)
«…k an der Beweiswürdigung ist im Berufungsverfahren unzulässig ( BGE 127 III 73 E. 6a S. 81; 126 III 10 E. 2b S. 13; 119 II 84 E. 3 S. 85). 1.2 Das erste Urteil des Bezirksgerichts vom 30. April 1999 wurde zwar aufgehoben, der Rückweisungsentsch…»
4C.53/2007 (2007-10-11)
«…igung ist im Berufungsverfahren unzulässig ( BGE 127 III 73 E. 6a; 126 III 10 E. 2b S. 13; 120 II 97 E. 2b S. 99; 119 II 84 E. 3, je mit Hinweisen). Der Rechtsschrift sind keine gehörig begründeten Rügen gegen die Sachverhaltsfeststellung der…»
4C.368/2006 (2007-09-26)
«…n Gerichts dagegen mit Berufung nicht vorgetragen werden kann ( BGE 127 III 73 E. 6a S. 81; 126 III 10 E. 2b S. 13; 119 II 84 E. 3 S. 85), dass schon aus diesem Grunde die beantragte Anhörung, welche der Sachaufklärung dienen soll, nicht in Fra…»
4C.93/2007 (2007-08-13)
«…elche das Bundesgericht im Berufungsverfahren nicht überprüft ( BGE 127 III 73 E. 6a S. 81; 126 III 10 E. 2b S. 13; 119 II 84 E. 3 S. 85). 3.3.1 Die Klägerin rügt diesbezüglich allerdings eine Verletzung von Art. 8 ZGB . Sie beruft sich darauf…»
4C.100/2006 (2007-07-13)
«…ieren im Berufungsverfahren unzulässig ist ( BGE 127 III 73 E. 6a; 126 III 10 E. 2b S. 13; 120 II 97 E. 2b S. 99; 119 II 84 E. 3, je mit Hinweisen). Zudem trifft es nicht zu, dass die Vorinstanz die entsprechenden Stellen nicht berücksichtigt…»
4C.173/2006 (2007-07-09)
«…erichts kann dagegen mit Berufung nicht vorgetragen werden ( BGE 127 III 73 E. 6a S. 81; 126 III 10 E. 2b S. 12 f.; 119 II 84 E. 3; 118 II 365 E. 1). Ein offensichtliches Versehen im Sinne von Art. 63 Abs. 2 OG liegt nach der Rechtsprechung…»
4C.28/2007 (2007-06-12)
«…nzlichen Beweiswürdigung ist im Berufungsverfahren unzulässig ( BGE 127 III 73 E. 6a S. 81; 126 III 10 E. 2b S. 13; 119 II 84 E. 3 S. 85). Soweit die Ausführungen in der Rechtsschrift des Klägers bzw. des Beklagten diesen Anforderungen nicht ge…»
5C.40/2007 (2007-06-06)
«…). Ausgeschlossen ist insbesondere auch eine Überprüfung der vorinstanzlichen Beweiswürdigung ( BGE 117 II 256 E. 2a; 119 II 84 E. 3), wofür die staatsrechtliche Beschwerde vorbehalten ist (Art. 43 Abs. 1 Satz 2 i.V.m. Art. 84 Abs. 1 lit. a OG )…»
5P.520/2006 (2007-06-05)
«…e recourant paraît s'en prendre à l'appréciation des preuves, moyen qui ressortit bien au recours de droit public ( ATF 119 II 84 et les citations). Cependant, une telle critique ne satisfait manifestement pas aux exigences légales de motivation (…»
5C.231/2006 (2007-05-16)
«…timo, della ricca giurisprudenza pubblicata in materia. Il ricorso, per le ragioni esposte al limite dell'abusivo ( DTF 119 II 84 consid. 3), va pertanto dichiarato inammissibile, con conseguenza di tassa e spese a carico della convenuta soccombent…»
5C.232/2006 (2007-05-16)
«…timo, della ricca giurisprudenza pubblicata in materia. Il ricorso, per le ragioni esposte al limite dell'abusivo ( DTF 119 II 84 consid. 3), va pertanto dichiarato inammissibile, con conseguenza di tassa e spese a carico della convenuta soccombent…»

Volltext

Urteilskopf

119 II 84

18. Auszug aus dem Urteil der I. Zivilabteilung vom 19. Januar 1993 i.S. K. gegen G. AG (Berufung)

Regeste

Art. 36a Abs. 2 OG. Rechtsmissbräuchliche Anrufung des Bundesgerichts.

Rechtsmissbräuchlich prozessiert die anwaltlich vertretene Partei, die unbekümmert um die Bestimmungen des OG und ohne jede Auseinandersetzung mit der Frage der Zulässigkeit ein Rechtsmittel ergreift, das nach Gesetz und ständiger Rechtsprechung die vorgebrachten Rügen gar nicht zulässt (E. 3).

Sachverhalt ab Seite 84

BGE 119 II 84 S. 84

Der beklagte Mieter K. führt eidgenössische Berufung gegen ein Urteil des Solothurner Obergerichts, das der Vermieterin G. AG sechs Monatsmieten zusprach, weil der Mieter den rechtzeitigen Zugang seines Kündigungsschreibens bei der Vermieterin nicht bewiesen hatte. Das Bundesgericht tritt auf die Berufung nicht ein

Erwägungen

aus folgenden Erwägungen:

3. In seiner Berufung ficht der Beklagte einzig die vom Obergericht verneinte Rechtzeitigkeit des Zugangs der Kündigung an.

BGE 119 II 84 S. 85

Darin liegt eine tatsächliche Feststellung, gegen welche die Berufung - abgesehen von den Ausnahmen der Art. 63 Abs. 2 und 64 OG - nicht offen steht (BGE 115 II 485 E. 2a). Zwar wirft der Beklagte dem Obergericht die unrichtige rechtliche Beurteilung einer Tatsache sowie die Verletzung einer bundesrechtlichen Beweisvorschrift vor und erhebt damit im Berufungsverfahren an sich zulässige Rügen (Art. 43 Abs. 4 und 63 Abs. 2 OG). Doch erschöpft sich die dazu gegebene Begründung in blosser Kritik an der vorinstanzlichen Beweiswürdigung. Dass solche Kritik vom Berufungsverfahren ausgeschlossen ist, musste dem anwaltlich vertretenen Beklagten aufgrund des Gesetzestextes (Art. 43, 55 Abs. 1 lit. c, 63 OG) und der konstanten Rechtsprechung des Bundesgerichts ohne weiteres bekannt sein (BGE 117 II 257 E. 2a, 613 E. 3c sowie die zuletzt im Generalregister der Bände 111-116 unter Art. 43 OG dazu aufgeführten Entscheidungen). Wer aber unbekümmert um die Bestimmungen des OG und ohne jede Auseinandersetzung mit der Frage der Zulässigkeit ein Rechtsmittel ergreift, das nach Gesetz und ständiger Rechtsprechung die vorgebrachten Rügen gar nicht zulässt, der prozessiert missbräuchlich. Trotz der formell zulässigen Rügen ist daher aufgrund von Art. 36a Abs. 2 OG (BGE 118 II 87) auf die Berufung nicht einzutreten.