Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
9G_1/2025 KI-generiert

Federal Tax Administration v. Rectification of Turnover Fee Judgment

Geschäftsnummer 9G_1/2025
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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Federal Tax Administration v. Rectification of Turnover Fee Judgment The Federal Tax Administration sought a rectification of a prior Federal Supreme Court judgment (9C\_41/2024 of March 26, 2025) concerning the turnover fee for the tax periods 2011 to 2016, arguing that the operative part erroneously ordered the reimbursement of CHF 131,188.35 instead of the correct amount of CHF 131,118.35, an error that contradicted the factual findings within the same judgment. The Court granted the rectification request, finding the administrative authority's submission to be obviously founded on a calculation or clerical error in the judgment's operative part, as permitted under Article 129 para. 1 of the Federal Supreme Court Act, and formally amended the reimbursement order to the correct lower amount.

Legislator-Regeste

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Art. 129 Abs. 1 BGG, Art. 129 BGG, Art. 66 al. 1 BGG; Federal Tax Administration v. Rectification of Turnover Fee Judgment: Mit Urteil 9C_41/2024 vom 26. März 2025 hiess das Bundesgericht eine Beschwerde der Stiftung A.________ gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 1. Dezember 2023 gut. Es hob das angefochtene Urteil auf und verpflichtete die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV), der Stiftung A.________ die Beträge von Fr. 131'188.35 und Fr. 100'687.85 zurückzuerstatten.

Schlagwörter

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Umsatzabgabe, Abgabeperioden 2011 bis 2016 Berichtigung des Entscheids Warenumsatzsteuer Steuerbehörde Verwaltungsgebühr Dispositiv Vorentscheid über Steuerpflicht

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 129 Abs. 1 BGG

Cited as the legal basis for correcting errors in the dispositive of a previous Federal Supreme Court decision.

Art. 66 al. 1 BGG

Impliedly applied by the order stating that no court costs shall be levied (though Art. 66 is generally about costs, the explicit order references no specific cost rule, but the general non-imposition is a concluding step. However, since no grounds for costs/legal aid were explicitly mentioned *in* the dispositive after the main finding, we prioritize the explicit citation Art. 129 BGG).

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

9G_1/2025

Urteil vom 29. April 2025

III. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Moser-Szeless, Präsidentin,

Bundesrichter Stadelmann, Parrino, Beusch, Bundesrichterin Bollinger,

Gerichtsschreiber Seiler.

Verfahrensbeteiligte

Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, Verrechnungssteuer, Stempelabgaben,

Eigerstrasse 65, 3003 Bern,

Gesuchstellerin,

*gegen*

Stiftung A.________,

vertreten durch Rechtsanwälte Dr. Thomas Meister und/oder Maurus Winzap,

Gesuchsgegnerin.

Gegenstand

Umsatzabgabe, Abgabeperioden 2011 bis 2016,

Berichtigungsgesuch für das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts 9C_41/2024 vom 26. März 2025.

Erwägungen:

1. Mit Urteil 9C_41/2024 vom 26. März 2025 hiess das Bundesgericht eine Beschwerde der Stiftung A.________ gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 1. Dezember 2023 gut. Es hob das angefochtene Urteil auf und verpflichtete die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV), der Stiftung A.________ die Beträge von Fr. 131'188.35 und Fr. 100'687.85 zurückzuerstatten.

2. Mit Berichtigungsgesuch vom 23. April 2025 macht die ESTV geltend, dass sie nicht Fr. 131'188.35, sondern nur Fr. 131'118.35 erhoben habe, was sich auch aus der Wiedergabe des Sachverhalts im Urteil 9C_41/2024 vom 26. März 2025 ergebe. Dementsprechend ersucht die ESTV darum, dass das Dispositiv des Urteils 9C_41/2024 vom 26. März 2025 berichtigt werde.

3. Wenn das Dispositiv eines bundesgerichtlichen Entscheids Redaktions- oder Rechnungsfehler enthält, nimmt das Bundesgericht auf Gesuch einer Partei oder von Amtes wegen die Berichtigung vor (

Art. 129 Abs. 1 BGG

).

4. Die ESTV macht zu Recht geltend, dass das Bundesgericht den Betrag im Sachverhalt korrekt, aber im Dispositiv fehlerhaft wiedergegeben hat. Ihr Gesuch ist offensichtlich begründet. Ein Schriftenwechsel braucht unter diesen Umständen nicht durchgeführt zu werden (vgl. ELISABETH ESCHER, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl. 2018, N. 6 zu

Art. 129 BGG

).

5. Das vorliegende Urteil ergeht ohne Kosten und Entschädigung (vgl. Urteile 9G_2/2024 vom 23. Juli 2024 E. 4; 1G_1/2023 vom 23. Februar 2023 E. 3; 1G_3/2020 vom 24. November 2020 E. 3).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. Das Berichtigungsgesuch wird gutgeheissen. Die Dispositivziffer 1 des Urteils 9C_41/2024 vom 26. März 2025 wird wie folgt berichtigt: "Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit darauf eingetreten wird. Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 1. Dezember 2023 wird aufgehoben. Die ESTV wird angewiesen, der Stiftung 1 die Beträge von Fr. 131'118.35 und Fr. 100'687.85 zurückzuerstatten."

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung I, schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 29. April 2025

Im Namen der III. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Moser-Szeless

Der Gerichtsschreiber: Seiler