Revision of Judgment Due to Failure to Rule on Ancillary Legal Aid Request
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves a request for the provision of legal aid in the context of an administrative legal proceeding regarding disability insurance. The applicant initially filed for free legal assistance, which was denied by the administrative court. Subsequently, the applicant appealed this decision, and the Federal Tribunal upheld the denial without addressing the request for legal aid in a previous ruling. The applicant then submitted a revision request to the Federal Tribunal, seeking a reconsideration of that earlier decision and the approval of legal assistance. The Federal Tribunal found that the grounds for revision were valid since the request for legal aid had not been ruled upon in the earlier decision.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 121 lit. c BGG, Art. 124 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 152 Abs. 3 OG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 68 Abs. 2 BGG, Art. 127 BGG; Revision of Judgment Due to Failure to Rule on Ancillary Legal Aid Request: The applicant initially filed for free legal assistance, which was denied by the administrative court. Subsequently, the applicant appealed this decision, and the Federal Tribunal upheld the denial without addressing the request for legal aid in a previous ruling. The applicant then submitted a revision request to the Federal Tribunal, seeking a reconsideration of that earlier decision and the approval of legal assistance. The Federal Tribunal found that the grounds for revision were valid since the request for legal aid had not been ruled upon in the earlier decision.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited as the basis for accepting the revision request because individual requests remained unaddressed in the previous decision.
Cited as the basis for deciding the current case without written submissions.
Cited as the basis for not levying court costs in the current proceeding.
Cited as the basis for awarding party compensation to the successful applicant from the Federal Supreme Court treasury for the revision proceeding.
Volltext
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
9F_2/2007
Urteil vom 24. April 2007
II. sozialrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Bundesrichter Lustenberger, Seiler,
Gerichtsschreiberin Keel Baumann.
Parteien
S.________, Gesuchsteller, vertreten durch Rechtsanwalt Franz Fischer, Postfach 6462,
6000 Luzern 6,
gegen
Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, Hirschen-
graben 19, 6002 Luzern, Gesuchsgegner
Gegenstand
Invalidenversicherung,
Revisionsgesuch gegen das Urteil des Bundesgerichts vom 19. März 2007 (I 1050/06).
In Erwägung,
dass das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern mit Verfügung vom 28. November 2006 das von S.________ gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege für ein vor dem Verwaltungsgericht hängiges Beschwerdeverfahren abgewiesen hat,
dass S.________ dagegen am 6. Dezember 2006 eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben hat mit dem Antrag, der Entscheid vom 28. November 2006 sei aufzuheben; eventualiter sei ihm für das bundesgerichtliche Verfahren die unentgeltliche Verbeiständung zu gewähren (Verfahren I 1050/06),
dass das Bundesgericht mit Urteil vom 19. März 2007 die Beschwerde abgewiesen, aber über das eventualiter gestellte Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung nicht befunden hat,
dass S.________ am 3. April 2007 ein Revisionsgesuch gestellt hat mit dem Antrag, das Urteil vom 19. März 2007 sei zu revidieren und das Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung zu bewilligen,
dass nach Art. 121 lit. c BGG die Revision eines bundesgerichtlichen Entscheids verlangt werden kann, wenn einzelne Anträge unbeurteilt geblieben sind,
dass dieser Revisionsgrund vorliegend offensichtlich gegeben und das fristgerecht ( Art. 124 Abs. 1 lit. b BGG ) gestellte Revisionsgesuch gutzuheissen ist,
dass für das Verfahren I 1050/06 die unentgeltliche Verbeiständung gewährt werden kann und dem Anwalt des Gesuchstellers zu Lasten der Bundesgerichtskasse eine Entschädigung auszurichten ist (Art. 152 Abs. 2 des auf jenes Verfahren noch anwendbaren OG), wobei der Gesuchsteller indessen ausdrücklich auf Art. 152 Abs. 3 OG aufmerksam gemacht wird, wonach die begünstigte Partei der Gerichtskasse Ersatz zu leisten haben wird, wenn sie später dazu im Stande ist,
dass bei diesem Ausgang keine Kosten zu erheben sind ( Art. 66 Abs. 1 BGG ) und dem obsiegenden Gesuchsteller eine Parteientschädigung zu Lasten der Bundesgerichtskasse zusteht ( Art. 68 Abs. 2 BGG ; Seiler/von Werdt/Güngerich, Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, Bern 2007, N 10 zu Art. 68),
dass dieser Entscheid ohne Schriftenwechsel ( Art. 127 BGG ) gefällt wird, da er ausschliesslich zu Lasten der Bundesgerichtskasse ergeht und keine Auswirkungen auf andere Beteiligte des früheren Verfahrens hat,
erkennt das Bundesgericht:
1. Das Revisionsgesuch wird gutgeheissen. Das Urteil des Bundesgerichts vom 19. März 2007 (I 1050/06) wird dahin ergänzt, dass zufolge Gewährung der unentgeltlichen Verbeiständung Rechtsanwalt Franz Fischer, Luzern, für das Verfahren vor dem Bundesgericht aus der Gerichtskasse eine Entschädigung von Fr. 1'500.- ausgerichtet wird.
2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
3. Dem Gesuchsteller wird für das Revisionsverfahren eine Parteientschädigung von Fr. 500.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) aus der Bundesgerichtskasse ausgerichtet.
4. Dieses Urteil wird dem Gesuchsteller, dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, der IV-Stelle Luzern und dem Bundesamt für Sozialversicherungen zugestellt.
Luzern, 24. April 2007
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: