Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
9C_863/2015 KI-generiert

Invalidity Pension Denial for Insufficiently Treated Depression

Geschäftsnummer 9C_863/2015
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves a woman born in 1972 who applied for an invalidity pension with the Zurich IV Office, which was denied on the grounds of lack of disability following an assessment by a medical evaluation service. After her appeal was rejected by the Zurich Social Insurance Court, she escalated the matter to the Federal Tribunal, seeking to overturn the previous decisions and obtain the pension. The dispute centered on the assessment of her capacity to work, with the claimant arguing against the court's reliance on a medical report that indicated she had a 50% work incapacity but maintained that her mental health issues should qualify her for benefits. The Federal Tribunal examined the evidence and the legal basis for the earlier rulings on her invalidity claim.

Legislator-Regeste

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Art. 28 IVG, Art. 109 Abs. 3 BGG, Art. 105 Abs. 2 BGG, Art. 109 Abs. 2 lit. a BGG, Art. 66 Abs. 1 Satz, Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG; Invalidity Pension Denial for Insufficiently Treated Depression: After her appeal was rejected by the Zurich Social Insurance Court, she escalated the matter to the Federal Tribunal, seeking to overturn the previous decisions and obtain the pension. The dispute centered on the assessment of her capacity to work, with the claimant arguing against the court's reliance on a medical report that indicated she had a 50% work incapacity but maintained that her mental health issues should qualify her for benefits. The Federal Tribunal examined the evidence and the legal basis for the earlier rulings on her invalidity claim.

Schlagwörter

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Invalidenversicherung (Invalidenrente) Ruhegehalt wegen Dienstunfähigkeit depressive Störung Invaliditätsbemessung Verlust des Arbeitsplatzes Persönlichkeitsstörung zumutbare Resterwerbsfähigkeit

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 109 Abs. 2 lit. a BGG

The appeal was dismissed because it was manifestly unfounded.

Art. 109 Abs. 3 BGG

Used to justify handling the case in a simplified procedure with reference to the cantonal court decision.

Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG

Used to impose the court costs on the unsuccessful appellant.

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Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (7)

200 2017 946 (2018-12-19) · be
Claimant vs. IV Office: Revocation of Invalidity Pension Based on Re-evaluation of Pre-existing Condition Classification
«…2/2016, E. 4.1, 20. Mai 2016, 8C_119/2016, E. 3.2, 22. Januar 2016, 9C_892/2015, E. 2, und 7. Januar 2016, 9C_863/2015, E. 1). Die von der Rechtsprechung geforderte ausge- wiesene Therapieresistenz verlangte, dass die Therapie in dem Sinn…»
9C_795/2017 (2018-03-19)
Warehouse Worker's Invalidity Pension and Integration Denial Upheld Despite Chronic Illness Claims
«…e einer Eventualbegründung zur Anwendung gebrachten) früheren "Depressionspraxis" des Bundesgerichts (vgl. etwa Urteile 9C_863/2015 vom 7. Januar 2016 E. 1; 8C_222/2017 vom 6. Juli 2017 E. 6.2) ins Leere. Dass diese zwischenzeitlich mit BGE 143 V 409…»
S 2017 60 (2017-10-17) · gr
Appellant v. Insurer Regarding Continued Disability Benefits
«…iche- rungsrechtlich zu keiner Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führen, als korrekt (vgl. Urteile des Bundesgerichtes 9C_863/2015 vom 7. Januar 2016 E.1, 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E.7.2.1). Weshalb die von den ABI-Gutachtern gestellten psych…»
8C_482/2016 (2016-09-15)
Insured vs. Invalidity Insurance Office (Disability Pension Claim)
«…der Regel therapierbar und führen invalidenversicherungsrechtlich zu keiner Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (Urteile 9C_863/2015 vom 7. Januar 2016 E. 1 und 9C_125/2015 E. 7.2.1 mit Hinweisen). Zur Annahme einer Invalidität braucht es in jedem Fall…»
200 2015 989 (2016-08-11) · be
Swiss Woman v. Invalidity Insurance (Pension Denial)
«…erapie dar, bei deren Scheitern die Resistenz der Krankheit ausge- wiesen wäre (Entscheide des BGer vom 7. Januar 2016, 9C_863/2015, E. 1, und 29. Oktober 2013, 9C_454/2013, E. 4.1). Die Beschwerdeführerin hat laut Angaben von Dr. med. H.________ vom…»
8C_131/2016 (2016-07-14)
Insured Person v. Invalidity Insurance Office (Depressive Disorder and Invalidity Pension)
«…Therapie willensmässig erwartet werden, in einem rentenausschliessenden Umfang erwerbstätig zu sein (siehe auch Urteil 9C_863/2015 vom 7. Januar 2016 E. 1). 5.3.3. Die Versicherte bringt vor, in den Urteilen 9C_369/2014 vom 19. November 2014 und 9…»
8C_746/2015 (2016-02-03)
Claimant v. Social Insurance Court Regarding Invalidity Pension Denial for Physical and Mental Impairments
«…r sind und invalidenversicherungsrechtlich zu keiner Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führen, nichts geändert (Urteil 9C_863/2015 vom 7. Januar 2016 E. 1). Zur Annahme einer Invalidität braucht es in jedem Fall ein medizinisches Substrat, das (fach)…»

Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

9C_863/2015 {T 0/2}

Urteil vom 7. Januar 2016

II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Glanzmann, Präsidentin,

Bundesrichter Meyer,

Bundesrichterin Moser-Szeless,

Gerichtsschreiber Furrer.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

vertreten durch Rechtsanwältin Stephanie Schwarz,

Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle des Kantons Zürich,

Röntgenstrasse 17, 8005 Zürich,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Invalidenversicherung (Invalidenrente),

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich

vom 30. September 2015.

Sachverhalt:

A. Nach Beizug einer polydisziplinären Expertise der Medizinischen Abklärungsstelle (fortan: MEDAS) vom 12. Dezember 2012 (mitsamt Ergänzung vom 26. August 2013), Abklärungen (haus-) wirtschaftlicher Natur und durchgeführtem Vorbescheidverfahren lehnte die IV-Stelle des Kantons Zürich (nachfolgend: IV-Stelle) das Rentengesuch der 1972 geborenen A.________ mangels Invalidität ab (Verfügung vom 12. März 2014).

B. Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich wies die hiegegen erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 30. September 2015 ab.

C. A.________ erhebt Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten mit dem Antrag, in Aufhebung des angefochtenen Entscheids und der Verfügung der IV-Stelle vom 12. März 2014 sei ihr "eine Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen"; eventualiter sei die Sache zur ergänzenden Abklärung und neuem Entscheid an Vorinstanz oder IV-Stelle zurückzuweisen.

Erwägungen:

1. Streitig ist der Anspruch auf eine Invalidenrente, wozu das kantonale Gericht die einschlägigen Rechtsgrundlagen nach Gesetz ( Art. 4 Abs. 1 und Art. 28 IVG i.V.m. Art. 6-8 ATSG ) und Rechtsprechung (insbesondere BGE 140 V 193 bezüglich Aufgabenteilung zwischen Medizin und Recht) zutreffend dargelegt hat. Darauf wird verwiesen ( Art. 109 Abs. 3 BGG ).

Die Beschwerde greift den vorinstanzlichen Entscheid im Wesentlichen mit den Einwänden an, das kantonale Gericht sei zu Unrecht der Arbeitsunfähigkeitsschätzung der MEDAS gemäss deren Gutachten vom 12. Dezember 2012 (Arbeitsunfähigkeit von 50 %) nicht gefolgt, auch habe es die neue Rechtsprechung des Bundesgerichts ( BGE 141 V 281 ) nicht berücksichtigt. Dabei wird übersehen, dass BGE 141 V 281 , soweit hier bezüglich der festgestellten Leiden überhaupt von Relevanz, an der bundesgerichtlichen Praxis, wonach leichte bis höchstens mittelschwere Störungen aus dem depressiven Formenkreis in der Regel therapierbar sind und invalidenversicherungsrechtlich zu keiner Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führen, nichts geändert hat (Urteil 9C_125/2015 vom 18.

November 2015 E. 7.2.1 mit Hinweisen). Sodann vermag die Beschwerdeführerin nicht darzutun, inwiefern die auf der MEDAS-Expertise beruhende Erwägung der Vorinstanz, die Intensität der Therapiebemühungen (alle zwei Wochen ambulante psychiatrische Behandlung) könne - insbesondere bei fraglicher Medikamentencompliance und ungenügender medikamentöser Therapie - nicht als genügend gelten, bundesrechtswidrig sein soll (vgl. auch Urteil 9C_454/2013 vom 29. Oktober 2013 E. 4.1). Mithin ist der vorinstanzliche Schluss, die gutachterlich diagnostizierte - reaktiv lebensgeschichtlich geprägt verlaufende - rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom (F33.11), sei aufgrund der fehlenden konsequenten Depressionstherapie nicht als resistent ausgewiesen, bundesrechtskonform.

Nota bene hielt der psychiatrische Experte explizit fest, bei adäquater Depressionsbehandlung könne die Arbeitsfähigkeit verbessert werden. Schliesslich stellt die vom MEDAS-Gutachten abweichende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch das kantonale Gericht keine "pflichtwidrige Beweiswürdigung" der an sich beweiskräftigen Expertise dar, sondern ist Folge davon, dass die normativen Rahmenbedingungen die Annahme einer rentenauslösenden Gesundheitsschädigung bei psychischen Störungen der hier interessierenden Art nicht zulassen. Dies gilt auch in Bezug auf die diagnostizierte kombinierte Persönlichkeitsstörung mit emotional instabilen und zwanghaften Zügen.

Abgesehen davon, dass die Vorinstanz (auch) diesbezüglich von einer nur mässig ausgeprägten Befundlage ausgeht, welche Feststellung für das Bundesgericht verbindlich ist ( Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG ), lassen die - ebenfalls verbindlichen - Feststellungen zu den Ressourcen durchaus den (bundesrechtskonformen) Schluss zu, dass von der Beschwerdeführerin trotz der Leiden willensmässig erwartet werden kann, in einem rentenausschliessenden Umfang erwerbstätig zu sein ( BGE 127 V 294 E. 5a in fine S. 299 f.). Nach dem Gesagten entfällt die Annahme eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades, woran auch die Vorbringen zur Invaliditätsbemessung (Status, Valideneinkommen) nichts ändern.

2. Da die Beschwerde offensichtlich unbegründet ist ( Art. 109 Abs. 2 lit. a BGG ), wird sie im vereinfachten Verfahren mit summarischer Begründung und unter Hinweis auf den kantonalen Gerichtsentscheid ( Art. 109 Abs. 3 BGG ) erledigt.

3. Als unterliegende Partei hat die Beschwerdeführerin die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens zu tragen ( Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG ).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 7. Januar 2016

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Glanzmann

Der Gerichtsschreiber: Furrer