Federal Department of Home Affairs v. Federal Administrative Court (MiGeL Publication Order)
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves an appeal to the Swiss Federal Tribunal by a federal department against a decision by the Federal Administrative Court. The court had ordered the removal of a publication on the Federal Office of Public Health's website regarding changes that were to take effect on January 1, 2021, concerning certain medical devices listed in the Supplies and Equipment List. The appeal contests the interim measures ordered by the administrative court, arguing constitutional rights violations, focusing on the question of whether the administrative court should have even entertained the complaints filed by several companies. The underlying issue relates to the legality and constitutional validity of the procedural and substantive aspects of the interim measures, rather than the constitutional legitimacy of the administrative court's initial decision to proceed with the case.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 56 VwVG, Art. 98 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 106 BGG, Art. 89 Abs. 2 lit. a BGG, Art. 93 Abs. 1 BGG; Federal Department of Home Affairs v. Federal Administrative Court (MiGeL Publication Order): The court had ordered the removal of a publication on the Federal Office of Public Health's website regarding changes that were to take effect on January 1, 2021, concerning certain medical devices listed in the Supplies and Equipment List. The appeal contests the interim measures ordered by the administrative court, arguing constitutional rights violations, focusing on the question of whether the administrative court should have even entertained the complaints filed by several companies. The underlying issue relates to the legality and constitutional validity of the procedural and substantive aspects of the interim measures, rather than the constitutional legitimacy of the administrative court's initial decision to proceed with the case.
Schlagwörter
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KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThe appeal was dismissed by non-admission in the simplified procedure.
The appellant federal department is exempted from bearing court costs.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
9C_746/2020
Urteil vom 22. Dezember 2020
II. sozialrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Parrino, Präsident,
Gerichtsschreiberin Stanger.
Verfahrensbeteiligte
Eidgenössisches Departement des Innern (EDI), Generalsekretariat, Inselgasse 1, 3003 Bern,
Beschwerdeführer,
gegen
1. A.________ AG,
2. B.________ AG,
3. C._________ GmbH,
alle drei vertreten durch Dr. Christoph Willi und Matthias Stauffacher Rechtsanwälte,
Beschwerdegegnerinnen.
Gegenstand
Krankenversicherung,
Beschwerde gegen die Zwischenverfügung
des Bundesverwaltungsgerichts
vom 10. November 2020 (C-4236/2020).
Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 27. November 2020 (Poststempel) gegen den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts, Abteilung III, vom 10. November 2020,
in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht als vorsorgliche Massnahme im Sinne von Art. 56 VwVG das Eidgenössisches Departement des Innern (EDI) angewiesen hat, die auf der Internetseite des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) erfolgte Publikation der per 1. Januar 2021 in Kraft tretenden Änderungen betreffend die Produktegruppen 14.11 (Geräte zur Behandlung von Atemstörungen im Schlaf) und 14.12 (Geräte für die mechanische Heimventilation) der Mittel- und Gegenständeliste (MiGeL; Anhang 2 KLV) umgehend zu entfernen und die betroffenen Kreise davon in geeigneter Weise umgehend in Kenntnis zu setzen,
dass mit Beschwerde gegen Entscheide über vorsorgliche Massnahmen nur die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden kann ( Art. 98 BGG ),
dass das Bundesgericht die Verletzung verfassungsmässiger Rechte nur insofern prüft, als eine solche Rüge in der Beschwerde präzise vorgebracht und begründet worden ist ( Art. 106 Abs. 2 BGG ; BGE 143 I 1 E. 1.4 S. 5 ; 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53), andernfalls auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (JOHANNA DORMANN, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl. 2018, N. 15 f. u. 20 zu Art. 106 BGG ),
dass der Beschwerdeführer zwar verfassungsmässige Rechte (Grundsatz der Gewaltenteilung, Willkürverbot) anruft,
dass sich die Beschwerdebegründung indes im Wesentlichen darin erschöpft darzulegen, weshalb das Bundesverwaltungsgericht auf die von der A.________ AG, der B.________ AG und der C.________ GmbH erhobene Beschwerde nicht eintreten darf,
dass Gegenstand des vorliegenden Verfahrens nicht die Frage der Verfassungsmässigkeit eines vorinstanzlichen Eintretens auf die Beschwerde bildet, sondern einzig die Frage, ob der angefochtene Entscheid über vorsorgliche Massnahmen gemäss Art. 56 VwVG verfassungskonform ist,
dass das beschwerdeführende Departement im Weiteren nicht - klar und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids - aufzeigt, inwiefern aus einer Verneinung der ersten Frage auch eine Verneinung der zweiten folgen würde,
dass sich im Übrigen aus einer allfälligen Verfassungswidrigkeit eines vorinstanzlichen Eintretens auf die Beschwerde jedenfalls keine offenkundige Nichtigkeit des angefochtenen Entscheids über vorsorgliche Massnahmen ableiten liesse,
dass damit die Beschwerde den qualifizierten Begründungsanforderungen von Art. 106 Abs. 2 BGG nicht genügt,
dass unter diesen Umständen offen bleiben kann, ob die weiteren Eintretensvoraussetzungen (vgl. insbesondere Art. 89 Abs. 2 lit. a BGG und der bei der Anfechtung von Zwischenentscheiden anwendbare Art. 93 Abs. 1 BGG ) erfüllt sind,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist,
dass mit diesem Urteil das Gesuch um aufschiebende Wirkung der Beschwerde gegenstandslos wird,
dass das beschwerdeführende Departement keine Gerichtskosten trägt ( Art. 66 Abs. 4 BGG ),
erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung III, und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 22. Dezember 2020
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Parrino
Die Gerichtsschreiberin: Stanger