Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
9C_72/2023 KI-generiert

Corporation's Challenge to Real Estate Capital Tax Assessment Dismissed for Lack of Cogent Argument and Vexatious Claims

Geschäftsnummer 9C_72/2023
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

A company contested the 2019 tax valuation of a property it owned, set by the tax office of the Canton of Lucerne, which resulted in a capital tax. The company appealed against the valuation to the Cantonal Court of Lucerne after their initial objection was rejected, and the court dismissed the appeal. Subsequently, the company filed a complaint with the Swiss Federal Tribunal, seeking to have the lower court's decision declared void or to have the matter reassigned to a different court, claiming issues of impartiality and procedural validity. They argued that the signatures on the court decision were illegitimate and questioned the independence of the court due to its funding from tax revenues. The case primarily revolves around tax assessment, judicial process, and perceived bias in the court's funding structure.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 30 Abs. 1 BV, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 47 BV, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 68 Abs. 1-3 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b und c BGG; Corporation's Challenge to Real Estate Capital Tax Assessment Dismissed for Lack of Cogent Argument and Vexatious Claims: The company appealed against the valuation to the Cantonal Court of Lucerne after their initial objection was rejected, and the court dismissed the appeal. Subsequently, the company filed a complaint with the Swiss Federal Tribunal, seeking to have the lower court's decision declared void or to have the matter reassigned to a different court, claiming issues of impartiality and procedural validity. They argued that the signatures on the court decision were illegitimate and questioned the independence of the court due to its funding from tax revenues. The case primarily revolves around tax assessment, judicial process, and perceived bias in the court's funding structure.

Schlagwörter

KI-generiert
Staats- und Gemeindesteuern, Steuerperiode 2019 Kapitalsteuer Steuerveranlagungen Immobilienvermögen Steuerbehörde Gewinnanspruch substantiierte Begründung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 108 Abs. 1 lit. b und c BGG

The appeal was not entertained in the simplified procedure due to lack of sufficient reasoning or being vexatious/abusive.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The appellant was ordered to pay the court costs.

Art. 68 Abs. 1-3 BGG

No party compensation was awarded.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (13)

A 2025 7 (2025-07-02) · zg
Taxpayer Appeal Against Municipal Tax Assessment Dismissed Due to Sovereign Authority and Lack of Registration
«…sen in gewinnorientierte Unternehmen völlig abwe- gig sei und keiner weiteren Auseinandersetzung bedürfe (so etwa: BGer 9C_72/2023 vom 8. Februar 2023 E. 2.2.3). 6. Der grösste Teil des Rekurses besteht aus Behauptungen und Forderungen aus…»
A 2024 34 (2025-06-14) · zg
Taxation of Pension Capital Upheld Against Sovereign-Denial Challenge
«…sen in gewinnorientierte Unternehmen völlig abwe- gig sei und keiner weiteren Auseinandersetzung bedürfe (so etwa: BGer 9C_72/2023 vom 8. Februar 2023 E. 2.2.3). 5. Der grösste Teil der Beschwerde besteht aus Behauptungen und Forderungen au…»
9C_470/2024 (2024-09-18)
Corporation Tax Assessment Appeal Dismissed as Vexatious
«…Grundsätze wurde die Beschwerdeführerin bereits mehrfach hingewiesen (z.B. Urteile 4A_325/2024 vom 5. Juli 2024 E. 3.1; 9C_72/2023 vom 8. Februar 2023 E. 2.1; 2C_979/2022 vom 7. Dezember 2022 E. 2.1). 2.2. Die Beschwerdeführerin kritisiert zwar die…»
A 2024 11 (2024-09-16) · zg
Company Fine Upheld for Failure to File Tax Return
«…teuerer- hebungskompetenzen von Bund und Kantonen dargelegt wurden (vgl. etwa: BGer 9C_288/2023 vom 8. Mai 2023 E. 2.1; 9C_72/2023 vom 8. Februar 2023 E. 2.2.3; 2C_979/2022 vom 7. Dezember 2022 E. 2.2; VGer ZG A 2022 18 vom 16. Januar 2023 E. 4). Auf…»
A 2024 8 (2024-09-16) · zg
Confirmation of Fine for Failure to File Tax Return
«…teuererhe- bungskompetenzen von Bund und Kantonen dargelegt wurden (vgl. etwa: BGer 9C_288/2023 vom 8. Mai 2023 E. 2.1; 9C_72/2023 vom 8. Februar 2023 E. 2.2.3; 2C_979/2022 vom 7. Dezember 2022 E. 2.2; VGer ZG A 2022 18 vom 16. Januar 2023 E. 4). Auf…»
A 2024 15 (2024-07-01) · zg
Tax Assessment Challenge by State Refusal Adherent Dismissed
«…en erweisen sich mithin als offensichtlich unbegründet (vgl. dazu etwa bereits BGer 9C_288/2023 vom 8. Mai 2023 E. 2.1, 9C_72/2023 vom 8. Februar 2023 E. 2.2.3 sowie 2C_979/2022 vom 7. Dezember 2022 E. 2.2). Urteil A 2024 15…»
A 2024 16 (2024-07-01) · zg
Taxpayer Appeal Against Estimated Tax Assessment Dismissed
«…uf überhaupt – zum wiederholten Male – einzutreten ist (vgl. dazu etwa bereits BGer 9C_288/2023 vom 8. Mai 2023 E. 2.1, 9C_72/2023 vom 8. Februar 2023 E. 2.2.3 sowie 2C_979/2022 vom 7. Dezember 2022 E. 2.2). 5. Zusammengefasst erweist sich…»
9C_289/2024 (2024-05-29)
Company Appeal Dismissed for Deficient Pleading and Unfounded Recusal Motions
«…he die Steuerpflichtige oder eine mit ihr verbundene Gesellschaft betrafen (Urteile 9C_288/2023 vom 8. Mai 2023 E. 2.1; 9C_72/2023 vom 8. Februar 2023 E. 2.2.3; 2C_979/2022 vom 7. Dezember 2022 E. 2.2; vgl. auch Urteil 5A_121/2023 vom 27. September 2…»
5A_729/2023 (2023-12-08)
Payment Order Validity: Facsimile Signature Legality in Debt Enforcement
«…Angabe der Vornamen der beteiligten Personen als Gültigkeitserfordernis eines Urteils verlangen soll (vgl. auch Urteil 9C_72/2023 vom 8. Februar 2023 E. 2.2.1). 4. Aus den dargelegten Gründen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten…»
5A_736/2023 (2023-12-08)
Plaintiff v. Swiss Confederation (Payment Order Validity)
«…Angabe der Vornamen der beteiligten Personen als Gültigkeitserfordernis eines Urteils verlangen soll (vgl. auch Urteil 9C_72/2023 vom 8. Februar 2023 E. 2.2.1). 6. Aus den dargelegten Gründen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten…»
5A_772/2023 (2023-12-08)
*Federal Supreme Court Upholds Validity of Payment Order with Scanned Signature Against Debt Collection Agency*
«…Angabe der Vornamen der beteiligten Personen als Gültigkeitserfordernis eines Urteils verlangen soll (vgl. auch Urteil 9C_72/2023 vom 8. Februar 2023 E. 2.2.1). 4. Aus den dargelegten Gründen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten…»
9C_148/2023 (2023-05-08)
Taxpayer Challenge to Cantonal Real Estate Capital Gains Tax and Due Process at Federal Supreme Court
«…ericht hat der Steuerpflichtigen die Rechtslage im Übrigen schon einmal dargelegt, worauf verwiesen werden kann (Urteil 9C_72/2023 vom 8. Februar 2023 E. 2.2.1). 2.3.2. Was schliesslich die angeblich fehlende Zuständigkeit der Belegenheitsgemeinde z…»
9C_288/2023 (2023-05-08)
Corporation v. Canton of Zurich Tax Authority (Unsigned Decisions Validity)
«…e verwiesen werden, die im Zusammenhang mit der Steuerpflichtigen oder deren Tochtergesellschaft ergangen sind (Urteile 9C_72/2023 vom 8. Februar 2023; 2C_979/2022 vom 7. Dezember 2022; 2C_624/2022 vom 3. August 2022). Weitere Ausführungen erübrigen…»

Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

9C_72/2023

Urteil vom 8. Februar 2023

III. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Parrino, Präsident,

Gerichtsschreiber Businger.

Verfahrensbeteiligte

A.________ AG,

Beschwerdeführerin,

gegen

Dienststelle Steuern des Kantons Luzern, Buobenmatt 1, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Staats- und Gemeindesteuern, Steuerperiode 2019,

Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts Luzern vom 7. Dezember 2022 (7W 22 35).

Erwägungen:

1.

1.1. Die A.________ AG bezweckt u.a. den An- und Verkauf von Liegenschaften, Finanzgeschäfte und den Handel mit Waren aller Art. Sie ist seit 5. Februar 2019 Eigentümerin eines Grundstücks in X.________. Am 19. Mai 2022 setzte die Dienststelle Steuern des Kantons Luzern den Steuerwert des Grundstücks auf Fr. 1'221'000.- fest, was zu einer Kapitalsteuer für die Steuerperiode 2019 von Fr. 1221.- führte. Die dagegen erhobene Einsprache wies die Dienststelle am 30. Juni 2022 ab. Das daraufhin angerufene Kantonsgericht Luzern wies die Beschwerde am 7. Dezember 2022 ab, soweit es darauf eintrat.

1.2. Mit Beschwerde vom 28. Januar 2023 beantragt die A.________ AG dem Bundesgericht, das angefochtene Urteil "sei als nichtig zu erkennen", eventualiter aufzuheben. Subeventualiter sei die Sache an ein Gericht zurückzuweisen, das den Anforderungen von Art. 30 Abs. 1 BV genüge bzw. sei ein "Rechtsbankrott" festzustellen, alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.

2.

2.1. Gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG haben Rechtsschriften unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Art. 95 ff. BGG nennen dabei die zulässigen Rügegründe. Eine qualifizierte Rüge- und Begründungspflicht besteht, soweit die Verletzung von Grundrechten sowie von kantonalem und interkantonalem Recht geltend gemacht wird; solche Rügen müssen in der Beschwerde präzise vorgebracht und begründet werden ( Art. 106 Abs. 2 BGG ; BGE 139 I 229 E. 2.2).

2.2.

2.2.1. Die Beschwerdeführerin rügt, das angefochtene Urteil sei nichtig, weil es bei den Unterschriften nur den Familiennamen des Kantonsrichters bzw. Gerichtsschreibers enthalte. Sie zeigt aber nicht auf, welche (kantonale) Norm die Angabe der Vornamen der beteiligten Personen als Gültigkeitserfordernis eines Urteils verlangen soll. Der Hinweis auf die "einschlägigen Kommentare" zum Obligationenrecht ist unbehelflich, weil nicht die Gültigkeit einer schriftlichen privatrechtlichen Erklärung zur Debatte steht. Im Übrigen lässt die Lehre im Obligationenrecht bei der Unterschrift die Angabe des Familiennamens genügen; entscheidend ist, dass der Erklärende identifizierbar ist (vgl. INGEBORG SCHWENZER/CHRISTIANA FOUNTOULAKIS, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht, 7. Aufl. 2020, N. 6 zu Art. 13). Dass im vorliegenden Fall die beteiligten Personen (Kantonsrichter bzw. Gerichtsschreiber) eindeutig identifiziert werden können, räumt die Beschwerdeführerin selber ein.

2.2.2. Die Beschwerdeführerin stellt weiter die Unabhängigkeit des Kantonsgerichts infrage, weil es durch Steuergelder finanziert werde und daher befangen sei. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann eine gerichtliche Instanz als Institution nicht abgelehnt werden, sondern lediglich die einzelnen Mitglieder (Urteil 5D_182/2022 vom 21. Dezember 2022 E. 2). Dass eine kantonale Justizbehörde über Streitigkeiten betreffend die kantonalen Steuern befindet, ergibt sich aus der Souveränität bzw. Eigenständigkeit der Kantone ( Art. 3 und Art. 47 BV ) und ist gesetzlich vorgesehen ( Art. 50 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG; SR 642.14] ). Alleine daraus kann offensichtlich keine Befangenheit sämtlicher Gerichtsmitglieder abgeleitet werden.

2.2.3. In materieller Hinsicht bringt die Beschwerdeführerin vor, Bund, Kantone und Gemeinden seien in ein gewinnorientiertes Unternehmen umgewandelt worden und nicht befugt, Steuern zu erheben. Wie die Vorinstanz unter Verweis auf Verfassung und Steuergesetze zutreffend ausgeführt hat, ist diese Argumentation abwegig und bedarf keiner weiteren Auseinandersetzung (vgl. E. 3 des angefochtenen Urteils). Dass die Veranlagung für die Steuerperiode 2019 dem Gesetz entspricht, anerkennt die Beschwerdeführerin ausdrücklich (vgl. S. 2 der Beschwerde).

2.3. Zusammenfassend enthält die Beschwerde offensichtlich keine hinreichende Begründung, soweit sie nicht querulatorisch bzw. rechtsmissbräuchlich ist; darauf ist im vereinfachten Verfahren nicht einzutreten ( Art. 108 Abs. 1 lit. b und c BGG ).

3. Ausgangsgemäss sind die Gerichtskosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Eine Parteientschädigung ist nicht auszurichten ( Art. 68 Abs. 1-3 BGG ).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 1000.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht Luzern, 4. Abteilung, schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 8. Februar 2023

Im Namen der III. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Parrino

Der Gerichtsschreiber: Businger