Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
9C_616/2020 KI-generiert

Disability Insurance Benefits Appeal Inadmissible for Insufficient Substantiation

Geschäftsnummer 9C_616/2020
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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A complainant challenged a decision made by the Social Insurance Court of the Canton of St. Gallen regarding measures for vocational retraining under disability insurance. The court had previously refused to grant the complainant daily allowances, capital assistance, compensation, and satisfaction due to a lack of a contestable subject, and had rejected the legal measure for retraining. The complainant's appeal included questioning the relevance and evidential value of existing medical reports and mentioned unfulfilled projects in the energy sector potentially funded by capital aid. However, the appeal lacked sufficient substantiated claims to address alleged factual inaccuracies or legal misjudgments from the prior court findings, leading the Swiss Federal Tribunal to dismiss the appeal in its simplified procedure.

Legislator-Regeste

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Art. 97 Abs. 1 BGG, Art. 95 BGG, Art. 99 Abs. 1 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 66 Abs. 1 Satz, Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG; Disability Insurance Benefits Appeal Inadmissible for Insufficient Substantiation: Gallen regarding measures for vocational retraining under disability insurance. The court had previously refused to grant the complainant daily allowances, capital assistance, compensation, and satisfaction due to a lack of a contestable subject, and had rejected the legal measure for retraining. The complainant's appeal included questioning the relevance and evidential value of existing medical reports and mentioned unfulfilled projects in the energy sector potentially funded by capital aid. However, the appeal lacked sufficient substantiated claims to address alleged factual inaccuracies or legal misjudgments from the prior court findings, leading the Swiss Federal Tribunal to dismiss the appeal in its simplified procedure.

Schlagwörter

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Invalidenversicherung (Prozessvoraussetzung) Leistung der Invalidenversicherung sozialversicherungsrechtliches Klageverfahren Anfechtbarkeit des Rückweisungsentscheids medizinische Notwendigkeit ärztlicher Bericht ungenügend begründete Rüge

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

The Tribunal ruled not to enter into the merits of the appeal (non-entree en matiere) using the simplified procedure provision.

Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG

The Tribunal decided not to levy court costs in this case.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

9C_616/2020

Urteil vom 19. Oktober 2020

II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Parrino, Präsident,

Gerichtsschreiberin Fleischanderl.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Brauerstrasse 54, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Invalidenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. September 2020 (IV 2020/44).

Nach Einsicht

in die Beschwerde vom 1. Oktober 2020 (Poststempel) gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. September 2020 (betreffend Umschulungsmassnahmen der Invalidenversicherung),

in Erwägung,

dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht (Art. 95 f. BGG) verletzt,

dass konkret auf die für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz einzugehen und im Einzelnen aufzuzeigen ist, worin eine Verletzung von Bundesrecht liegt ( BGE 140 III 86 E. 2 S. 88 f.; 134 V 53 E. 3.3 S. 60), wohingegen rein appellatorische Kritik nicht genügt ( BGE 140 III 264 E. 2.3 S. 266),

dass das kantonale Gericht auf das Ersuchen des Beschwerdeführers betreffend Zusprechung von Taggeld, Kapitalhilfe, Schadenersatz und Genugtuung mangels Anfechtungsgegenstands nicht eingetreten ist, während es die Rechtsvorkehr betreffend Umschulung abgewiesen hat,

dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe nichts anführt, was darauf hindeuten würde, die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen seien im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG - soweit überhaupt beanstandet - qualifiziert unzutreffend (unhaltbar, willkürlich; BGE 140 V 22 E. 7.3.1 S. 39; 135 II 145 E. 8.1 S. 153) oder die darauf beruhenden Erwägungen rechtsfehlerhaft (vgl. Art. 95 BGG ),

dass er sich vielmehr zum einen darauf beschränkt, die Aktualität und mithin die Beweiskraft der vorhandenen ärztlichen, insbesondere gutachtlichen, Grundlagen anzuzweifeln, womit er indes verkennt, dass ihm nicht die umschulungsspezifische Invalidität an sich, sondern allfälligen Umschulungsvorkehren die ebenfalls anspruchserforderliche erhaltende respektive verbessernde Wirkung auf die Erwerbsfähigkeit abgesprochen wird,

dass er bezüglich letzterem Punkt nicht ansatzweise darlegt, weshalb nicht auf den Bericht des behandelnden Psychiaters Dr. med. B.________ vom 6. August 2019 (in Verbindung mit dem Gutachten der Klinik C.________ vom 22. Januar 2014) abgestellt werden kann,

dass ferner auch die erneuten Hinweise auf mittels Kapitalhilfen zu finanzierende Projekte im Energiesektor eine sachbezügliche Auseinandersetzung mit dem in dieser Hinsicht erfolgten Nichteintretensentscheid der Vorinstanz vermissen lassen,

dass an der unzureichenden Beschwerdebegründung schliesslich die vor Bundesgericht eingereichten Unterlagen, soweit es sich dabei nicht ohnehin um unzulässige Noven im Sinne von Art. 99 Abs. 1 BGG handelt, nichts zu ändern vermögen,

dass folglich im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,

dass deshalb, sollte die Aussage des Beschwerdeführers, "ich verfüge über keine Mittel und hätte Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, das Verfahren vor Bundesgericht wird aber ohne Anwalt geführt", als Gesuch um unentgeltliche Prozessführung zu verstehen sein, sich dieses als gegenstandslos erwiese,

erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 19. Oktober 2020

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Parrino

Die Gerichtsschreiberin: Fleischanderl