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9C_566/2021 KI-generiert

Delay-of-justice complaint against administrative court over two-month procedural delay fails for lack of substantiation.

Geschäftsnummer 9C_566/2021
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage keine Kosten erhoben

Legislator-Zusammenfassung

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The Swiss Federal Supreme Court declined to entertain the complainant's appeal in a delay-of-justice proceeding and ordered no costs; the appeal was dismissed as inadmissible because the complainant failed to meet the minimum procedural requirements. The complainant had filed a complaint against the cantonal administrative court for allegedly delaying proceedings in two lower-court cases, including one reviewed under docket VV.2020.337, claiming a nearly two-month delay caused by faulty service of documents. The Court held that the appeal lacked the required concise statement of the grounds and the specific legal arguments, particularly failing to substantiate how an excessive duration of proceedings violated the constitutional right to a decision within a reasonable time under Article 29(1) of the Federal Constitution, as required by Articles 42 and 94 of the Federal Supreme Court Act; as such, the appeal was dismissed under Article 108(1)(b) of the Act, with no court fees imposed under Article 66(1) sentence 2.

Legislator-Regeste

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Art. 94 BGG, Art. 29 Abs. 1 BV, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 66 Abs. 1 Satz, Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG; Delay-of-justice complaint against administrative court over two-month procedural delay fails for lack of substantiation: The complainant had filed a complaint against the cantonal administrative court for allegedly delaying proceedings in two lower-court cases, including one reviewed under docket VV.2020.337, claiming a nearly two-month delay caused by faulty service of documents. The Court held that the appeal lacked the required concise statement of the grounds and the specific legal arguments, particularly failing to substantiate how an excessive duration of proceedings violated the constitutional right to a decision within a reasonable time under Article 29(1) of the Federal Constitution, as required by Articles 42 and 94 of the Federal Supreme Court Act; as such, the appeal was dismissed under Article 108(1)(b) of the Act, with no court fees imposed under Article 66(1) sentence 2.

Schlagwörter

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Rechtsverzögerungsbeschwerde Angemessenheit der Verfahrensdauer Vorherige Verwaltungsbeschwerde Demonstrationsrecht Klageschrift unverschuldete Säumnis Begründung in der Sache

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

Used to declare the appeal inadmissible in the simplified procedure due to failure to meet minimum content requirements.

Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG

Applied to waive the imposition of court costs in this case.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

9C_566/2021

Urteil vom 29. November 2021

II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Parrino, Präsident,

Gerichtsschreiber Williner.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau, Frauenfelderstrasse 16, 8570 Weinfelden,

Beschwerdegegner.

Gegenstand

Rechtsverzögerungsbeschwerde,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau (VV.2020.337).

Nach Einsicht

in die Rechtsverzögerungsbeschwerde vom 25. Oktober 2021 gegen das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau,

in Erwägung,

dass die Eingabe zwei verschiedene vorinstanzliche Verfahren betrifft (VV.2020.53 und VV.2020.337), weshalb zwei Dossiers eröffnet wurden (9C_565/2021 und 9C_566/2021),

dass gegen das unrechtmässige Verweigern oder Verzögern eines anfechtbaren Entscheids Beschwerde geführt werden kann ( Art. 94 BGG ),

dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt oder - im Falle einer Rechtsverzögerungsbeschwerde - die vorinstanzliche Untätigkeit (vgl. Urteil 9C_349/2015 vom 29. Mai 2015) Recht verletzt,

dass in Bezug auf die Verletzung von Grundrechten, wozu u.a. sowohl der Anspruch auf gleiche und gerechte Behandlung sowie auf Beurteilung innert angemessener Frist in Verfahren vor Gerichts- und Verwaltungsinstanzen ( Art. 29 Abs. 1 BV ) gehören (vgl. Urteil 9C_358/2015 vom 8. Juni 2015), erhöhte Anforderungen an die Begründungspflicht bestehen ( Art. 106 Abs. 2 BGG ; BGE 136 I 49 E. 1.4.1),

dass der Beschwerdeführer - ohne nähere Darlegung des vorinstanzlichen Verfahrensablaufs - einzig behauptet, am 17. Dezember 2020 mit Rechtsverzögerungsbeschwerde (gegen die Easy Sana Krankenversicherung AG) an das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau gelangt zu sein, wo wegen fehlerhafter Zustellung von Akten eine Verzögerung von fast zwei Monaten entstanden sei,

dass der Beschwerdeführer nicht ansatzweise begründet, inwiefern eine überlange Verfahrensdauer vorliegen soll (vgl. dazu FELIX UHLMANN, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl. 2011, N. 6 f. zu Art. 94 BGG ),

dass die Beschwerde daher den inhaltlichen Mindestanforderungen bezüglich Antrag und Begründung offensichtlich nicht genügt, weshalb darauf im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,

erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien, der Easy Sana Assurance Maladie SA, Martigny, und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 29. November 2021

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Parrino

Der Gerichtsschreiber: Williner