Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
9C_513/2011 KI-generiert

Insurer not required to cover IVF/ICSI costs despite underlying tumor-related infertility.

Geschäftsnummer 9C_513/2011
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves a dispute between an individual and a health insurance provider regarding the denial of coverage for in-vitro fertilization (IVF) with intracytoplasmic sperm injection (ICSI) for the individual's wife. The health insurance company previously rejected the request for cost coverage, a decision that was upheld by the insurance court at the cantonal level. The individual subsequently filed a complaint to a higher authority seeking the annulment of the earlier decision. The court examined the legality of the insurance provider's decision, particularly in light of regulations regarding the necessity and effectiveness of IVF treatments, and ultimately upheld the denial of coverage based on existing guidelines that preclude reimbursement for this procedure.

Legislator-Regeste

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Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 33 lit. a KVV, Art. 8 Abs. 1 BV, Art. 9 BV, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 109 Abs. 2 lit. a und Abs. 3 BGG; Insurer not required to cover IVF/ICSI costs despite underlying tumor-related infertility: The health insurance company previously rejected the request for cost coverage, a decision that was upheld by the insurance court at the cantonal level. The individual subsequently filed a complaint to a higher authority seeking the annulment of the earlier decision. The court examined the legality of the insurance provider's decision, particularly in light of regulations regarding the necessity and effectiveness of IVF treatments, and ultimately upheld the denial of coverage based on existing guidelines that preclude reimbursement for this procedure.

Schlagwörter

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Krankenversicherung Deckung der Krankenversicherung Wirtschaftlichkeit Leistungsfreiheit des Versicherers Freiwillige Versicherung oder freiwillige Weiterversicherung künstliche Fortpflanzung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 109 Abs. 2 lit. a und Abs. 3 BGG

Used to rule on the appeal in simplified procedure.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used to impose court costs on the appellant as the losing party.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

9C_513/2011 {T 0/2}

Urteil vom 22. August 2011

II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter U. Meyer, Präsident,

Bundesrichter Borella, Bundesrichterin Glanzmann,

Gerichtsschreiberin Dormann.

Verfahrensbeteiligte

L.________,

Beschwerdeführer,

gegen

KLuG Krankenversicherung,

Gubelstrasse 22, 6300 Zug,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Philipp Baumann,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Krankenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau

vom 17. Mai 2011.

In Erwägung,

dass die KLuG Krankenversicherung das Gesuch des L.________ um Kostengutsprache für eine bei seiner Ehefrau vorzunehmende In-vitro-Fertilisation mit intrazytoplasmatischer Spermainjektion (IVF/ICSI) mit Verfügung vom 7. Juni 2010 abwies, woran sie mit Einspracheentscheid vom 23. August 2010 festhielt,

dass das Versicherungsgericht des Kantons Aargau die Beschwerde des L.________ mit Entscheid vom 17. Mai 2011 abwies,

dass L.________ Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten führt und die Aufhebung des Entscheids vom 17. Mai 2011 beantragt sowie sinngemäss das im vorinstanzlichen Verfahren gestellte Rechtsbegehren erneuert,

dass eine sachgerechte Anfechtung des vorinstanzlichen Entscheides möglich war, weshalb von einer Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör ( Art. 29 Abs. 2 BV ) nicht gesprochen werden kann ( BGE 134 I 83 E. 4.1 S. 88; 133 III 439 E. 3.3 S. 445; 124 V 180 E. 1a S. 181),

dass die Kostenübernahmepflicht der Krankenversicherung für bestimmte Leistungen nicht in jedem Einzelfall geprüft werden muss, sondern mittels einer - durch den Bundesrat resp. das Eidg. Departement des Inneren zu führenden - Liste geregelt werden kann (vgl. Art. 33 Abs. 1 und 4 KVG in Verbindung mit Art. 33 lit. a KVV [SR 832.102]),

dass die Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit der IVF durch die Leistungs- und Grundsatzkommission geprüft und verneint wurde ( Art. 1 der Verordnung vom 29. September 1995 über Leistungen in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung [KLV; SR 832.112.31] in Verbindung mit Anhang 1 Ziff. 3), der Anhang 1 zur KLV regelmässig bereinigt wird (letztmals am 31. Mai 2011 [AS 2011 2669]) und - anders als früher im Fall der künstlichen Insemination ( BGE 121 V 289 E. 4b S. 295) - kein Anhaltspunkt ersichtlich ist, dass der Ausschluss von der Leistungspflicht nicht auf medizinischen Überlegungen beruhen soll (vgl. BGE 121 V 289 E. 4a S. 294),

dass daher die in der KLV getroffene Regelung nicht im Widerspruch zu Art. 25 Abs. 1 und 32 KVG oder einer anderen Gesetzesbestimmung steht und die Vorinstanz folglich eine Leistungspflicht der Krankenversicherung zu Recht verneint hat (Urteil 9C_827/2009 vom 25. Februar 2010 E. 2.1),

dass im Übrigen für die Leistungspflicht unerheblich ist, dass die Zeugungsunfähigkeit durch seltene Tumorerkrankungen verursacht wurde, liegt doch in der Regel jeder (nicht freiwillig induzierten) Sterilität eine durch pathologische Vorgänge verursachte Störung zugrunde ( BGE 121 V 289 E. 2b S. 293), weshalb der angefochtene Entscheid weder das Rechtsgleichheitsgebot ( Art. 8 Abs. 1 BV ) noch das Willkürverbot ( Art. 9 BV ) verletzt,

dass die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 Abs. 2 lit. a und Abs. 3 BGG erledigt wird,

dass der Beschwerdeführer als unterliegende Partei die Gerichtskosten zu tragen hat ( Art. 66 Abs. 1 BGG ),

erkennt das Bundesgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 22. August 2011

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Meyer

Die Gerichtsschreiberin: Dormann