Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
9C_502/2017 KI-generiert

Revision Request Pending Appeal Jurisdiction

Geschäftsnummer 9C_502/2017
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves a legal dispute concerning an application for the revision of a prior decision related to disability insurance. The applicant contested a ruling from a social insurance court that had rejected her request for revision based on procedural grounds, asserting that there were no valid new facts or evidence to warrant reconsideration. The court maintained that as the applicant had already filed an appeal regarding the original decision, the revision request was not valid. Subsequently, the case escalated to the Swiss Federal Tribunal, which acknowledged the merits of the appeal and found that the social insurance court had erred in its assessment of the revision process.

Legislator-Regeste

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Art. 61 lit. i ATSG, Art. 109 Abs. 2 lit. b BGG, Art. 109 Abs. 3 Satz, Art. 66 Abs. 1 Satz, Art. 109 Abs. 3 Satz 1 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Revision Request Pending Appeal Jurisdiction: The applicant contested a ruling from a social insurance court that had rejected her request for revision based on procedural grounds, asserting that there were no valid new facts or evidence to warrant reconsideration. The court maintained that as the applicant had already filed an appeal regarding the original decision, the revision request was not valid. Subsequently, the case escalated to the Swiss Federal Tribunal, which acknowledged the merits of the appeal and found that the social insurance court had erred in its assessment of the revision process.

Schlagwörter

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Invalidenversicherung (vorinstanzliches Verfahren Prozessvoraussetzung) Revisionsgründe Zuständigkeitsgründe Verfahrensüberprüfung Vorabentscheidungsverfahren Beschwerdelegitimation Einrede der Verfassungswidrigkeit

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 109 Abs. 3 Satz 1 BGG

Cited as the basis for the summary reasoning accompanying the decision to grant the appeal.

Art. 109 Abs. 2 lit. b BGG

Used to summarily grant the appeal because the lower court's decision was obviously ill-founded.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Cited in the context of imposing costs on the respondent for the federal court proceedings.

Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG

Cited to waive the collection of court fees due to the circumstances of the case.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

9C_502/2017

Urteil vom 21. September 2017

II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Pfiffner, Präsidentin,

Bundesrichterin Glanzmann, Bundesrichter Parrino,

Gerichtsschreiberin Oswald.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

vertreten durch Rechtsanwalt Jan Herrmann,

Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle Basel-Stadt,

Lange Gasse 7, 4052 Basel,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Invalidenversicherung

(vorinstanzliches Verfahren; Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Basel-Stadt vom 10. Juni 2017 (IV.2016.186).

Nach Einsicht

in die Beschwerde vom 18. Juli 2017 (Poststempel) gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Basel-Stadt vom 10. Juni 2017, mit welchem auf das Gesuch vom 21. November 2016 um Revision des Entscheids vom 11. Oktober 2016 nicht eingetreten wurde,

in Erwägung,

dass das kantonale Gericht erkannte, das einschlägige Prozessrecht (§ 18 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht des Kantons Basel-Stadt und über das Schiedsgericht in Sozialversicherungssachen vom 9. Mai 2001 [Sozialversicherungsgerichtsgesetz, SVGG/BS SGS 154.200]) sehe die Revision unter anderem bei Entdeckung neuer erheblicher Tatsachen oder Beweismittel vor ( Art. 61 lit. i ATSG ),

dass es erwog, beim Revisionsgesuch handle es sich um ein ausserordentliches Rechtsmittel, das sich gegen einen rechtskräftigen Beschwerdeentscheid richte, ein solcher jedoch vorliegend nicht gegeben sei, da die Gesuchstellerin gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts Basel-Stadt vom 11. Oktober 2016 Beschwerde beim Bundesgericht erhoben habe,

dass diese Beschwerde vom 21. November 2016 beim Bundesgericht noch hängig ist (9C_782/2016),

dass eine Vorinstanz des Bundesgerichts auf ein Revisionsgesuch nicht einzig mit der Begründung nicht eintreten darf, gegen den zu revidierenden Entscheid sei Beschwerde beim Bundesgericht erhoben worden ( BGE 138 II 386 E. 6 S. 389 ff.; Urteil 8C_921/2014 vom 12. Mai 2015 E. 2.3),

dass die Beschwerde damit offensichtlich begründet und deshalb im Verfahren nach Art. 109 Abs. 2 lit. b BGG mit summarischer Begründung ( Art. 109 Abs. 3 Satz 1 BGG ) gutzuheissen ist,

dass umständehalber auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ist ( Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG ),

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Basel-Stadt vom 10. Juni 2017 wird aufgehoben. Die Sache wird an die Vorinstanz zurückgewiesen, damit sie über die übrigen Eintretensvoraussetzungen bezüglich des Gesuchs vom 21. November 2016 entscheide und dieses gegebenenfalls materiell behandle.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin für das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 2'000.- zu entschädigen.

4. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Basel-Stadt und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 21. September 2017

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Pfiffner

Die Gerichtsschreiberin: Oswald