Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
9C_476/2020 KI-generiert

Federal Supreme Court Dismisses Appeal for Lack of Legal Interest Due to Superseded Administrative Order

Geschäftsnummer 9C_476/2020
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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A complainant filed a legal challenge against a decision by the Administrative Court of the Canton of Thurgau related to health insurance process prerequisites. The case involved a dispute over an outstanding contribution claim linked to a ruling from March 2019. The previous ruling had voided a disposition from January 2019 and an associated objection decision from May 2019, leading to the argument that there was no legitimate interest for legal protection. Despite correspondence and submissions, the complainant failed to address the reasons for non-admission indicated by the lower court or provide adequate justification as required by procedural law. Consequently, the Swiss Federal Tribunal proceeded with a simplified process to evaluate the complaint.

Legislator-Regeste

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Art. 97 Abs. 1 BGG, Art. 95 BGG, Art. 42 Abs. 4 BGG, Art. 47 Abs. 1 BGG, Art. 50 BGG, Art. 66 Abs. 1 Satz; Federal Supreme Court Dismisses Appeal for Lack of Legal Interest Due to Superseded Administrative Order: The case involved a dispute over an outstanding contribution claim linked to a ruling from March 2019. The previous ruling had voided a disposition from January 2019 and an associated objection decision from May 2019, leading to the argument that there was no legitimate interest for legal protection. Despite correspondence and submissions, the complainant failed to address the reasons for non-admission indicated by the lower court or provide adequate justification as required by procedural law. Consequently, the Swiss Federal Tribunal proceeded with a simplified process to evaluate the complaint.

Schlagwörter

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Krankenversicherung (Prozessvoraussetzung) Anfechtung von Verwaltungsverfügungen Wegfall des Rechtsschutzinteresses Nichtanhandnahmeverfügung Beschwerdelegitimation Praxisänderung Nichtigkeitsklage im Gemeinschaftsrecht

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG

The appeal was not admitted to the simplified procedure based on this article due to procedural deficiencies in the appeal.

Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG

Used to decide on the waiver of court costs.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

9C_476/2020

Urteil vom 22. September 2020

II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Parrino, Präsident,

Gerichtsschreiberin N. Möckli.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführerin,

gegen

Assura-Basis SA,

Avenue Charles-Ferdinand Ramuz 70, 1009 Pully

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Krankenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 1. Juli 2020 (VV.2019.142/E).

Nach Einsicht

in die Beschwerde vom 31. Juli 2020 (Poststempel) gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 1. Juli 2020,

in die Mitteilung des Bundesgerichts vom 4. August 2020 an A.________, worin unter anderem auf die gesetzlichen Formerfordernisse von Beschwerden hinsichtlich Begehren und Begründung sowie auf die nur innert der Rechtsmittelfrist noch bestehende Verbesserungsmöglichkeit hingewiesen worden ist,

in das E-Mail der A.________ vom 16. August 2020,

in das Schreiben des Bundesgerichts vom 17. August 2020,

in Erwägung,

dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,

dass dabei konkret auf die für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz einzugehen und im Einzelnen aufzuzeigen ist, welche Vorschriften und weshalb sie von der Vorinstanz verletzt worden sind ( BGE 140 III 264 E. 2.3 S. 266; 134 V 53 E. 3.3 S. 60 und 133 IV 286 E. 1.4 S. 287),

dass dies bei der Anfechtung eines Nichteintretensentscheids insbesondere ein konkretes Auseinandersetzen mit den von der Vorinstanz angeführten Nichteintretensgründen voraussetzt (vgl. BGE 123 V 335 ),

dass gemäss den vorinstanzlichen Erwägungen die Beschwerdegegnerin die ausstehende Beitragsforderung auf die Verfügung vom 29. März 2019 stützen würde,

dass deshalb nicht ersichtlich ist, dass die Vorinstanz Bundesrecht verletzt hat, wenn sie festhielt, einer Beschwerde gegen die ersatzlos aufgehobene Verfügung vom 23. Januar 2019 (bzw. gegen den darauf basierenden Einspracheentscheid vom 13. Mai 2019) fehle das Rechtsschutzinteresse,

dass die Beschwerdeführerin mit ihrer Beschwerde somit insgesamt nichts vorbringt, was darauf hindeuten würde, die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen seien im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG qualifiziert unzutreffend (unhaltbar, willkürlich; BGE 140 V 22 E. 7.3.1 S. 39; 135 II 145 E. 8.1 S. 153) oder die darauf beruhenden Erwägungen rechtsfehlerhaft (vgl. Art. 95 BGG ),

dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist,

dass daran das in einer unzulässigen Form (vgl. Art. 42 Abs. 4 BGG ) in der Eingabe vom 16. August 2020 Vorgetragene betreffend Fristerstreckung zur Verbesserung der Beschwerde nichts zu ändern vermag (vgl. Art. 47 Abs. 1 BGG ), selbst wenn dies als Gesuch um Wiederherstellung der Frist im Sinne von Art. 50 BGG zu qualifizieren wäre, wurde die Beschwerdeführerin doch nicht in unverschuldeter Weise davon abhalten, fristgerecht zu handeln, zumal die Rechtsmittelfrist alsdann noch lief,

dass die Beschwerdeführerin bei diesem Verfahrensausgang grundsätzlich kostenpflichtig ist, indessen in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG umständehalber auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,

erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 22. September 2020

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Parrino

Die Gerichtsschreiberin: Möckli