Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
9C_46/2022 KI-generiert

Policyholder's Conduct Established Implicit Insurance Contract

Geschäftsnummer 9C_46/2022
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves a dispute between an individual and a health insurance company regarding outstanding health insurance premiums for November and December 2020, including interest and additional costs. The legal proceedings initially took place in the Insurance Court of the Canton of Aargau, which ruled that the individual had maintained the health insurance without objection for approximately six years. This implied a valid insurance relationship based on the principle of good faith, as concluded by the court based on the individual's communications with the insurer. The individual contested this decision by filing a complaint, claiming that no contract was signed. However, the individual failed to adequately substantiate this claim or engage critically with the court's judgment in their appeal. Consequently, the Swiss Federal Tribunal found the appeal insufficiently grounded and therefore inadmissible.

Legislator-Regeste

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Art. 97 Abs. 1 BGG, Art. 95 BGG, Art. 99 Abs. 1 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 66 Abs. 1 Satz, Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG; Policyholder's Conduct Established Implicit Insurance Contract: The legal proceedings initially took place in the Insurance Court of the Canton of Aargau, which ruled that the individual had maintained the health insurance without objection for approximately six years. This implied a valid insurance relationship based on the principle of good faith, as concluded by the court based on the individual's communications with the insurer. The individual contested this decision by filing a complaint, claiming that no contract was signed. However, the individual failed to adequately substantiate this claim or engage critically with the court's judgment in their appeal. Consequently, the Swiss Federal Tribunal found the appeal insufficiently grounded and therefore inadmissible.

Schlagwörter

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Krankenversicherung Versicherungsvertrag Versicherungsnehmer Versicherungsprämien Gesundheitsbezogene Angaben direktes Forderungsrecht gegen den Versicherer

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

The appeal was not admitted based on the provision concerning simplified procedure due to insufficient grounds for appeal.

Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG

The Tribunal decided not to levy court costs due to the specific circumstances of the case.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

9C_46/2022

Urteil vom 11. Februar 2022

II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Parrino, Präsident,

Gerichtsschreiber Grünenfelder.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Avenir Krankenversicherung AG,

Rue des Cèdres 5, 1920 Martigny,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Krankenversicherung,

Beschwerde gegen das Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 2. Dezember 2021 (VBE.2021.344).

Nach Einsicht

in die Beschwerde vom 25. Januar 2022 (Poststempel) gegen das Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 2. Dezember 2021 betreffend ausstehende Krankenkassenprämien für die Monate November und Dezember 2020 (zuzüglich Verzugszins zu 5 % sowie aufgelaufene Zinsen) und Nebenkosten,

in Erwägung,

dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,

dass dabei konkret auf die für das Ergebnis des angefochtenen Urteils massgeblichen Erwägungen einzugehen und im Einzelnen zu zeigen ist, welche Vorschriften und weshalb sie von der Vorinstanz verletzt worden sind ( BGE 140 III 86 E. 2; 134 V 53 E. 3.3), wohingegen rein appellatorische Kritik nicht genügt ( BGE 140 III 264 E. 2.3),

dass das kantonale Gericht festgestellt hat, der Beschwerdeführer habe die Durchführung seiner Krankenpflegeversicherung seitens der Beschwerdegegnerin während rund sechs Jahren nicht beanstandet,

dass es gestützt darauf zum Schluss gelangt ist, aufgrund dieses langen Zeitablaufs sowie des Schriftverkehrs des Beschwerdeführers mit der Beschwerdegegnerin sei nach Treu und Glauben von einem rechtsgültigen Versicherungsverhältnis auszugehen,

dass sich der Beschwerdeführer im Wesentlichen auf eine Wiederholung des bereits im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren Vorgebrachten beschränkt, indem er behauptet, keinen Vertrag abgeschlossen zu haben, ohne sich jedoch hinreichend substanziiert mit dem angefochtenen Urteil auseinanderzusetzen,

dass seinen Ausführungen insbesondere nichts entnommen werden kann, was darauf hindeutete, die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen seien im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG - soweit überhaupt beanstandet - qualifiziert unzutreffend (unhaltbar, willkürlich; BGE 140 V 22 E. 7.3.1; 135 II 145 E. 8.1) und die darauf beruhenden Erwägungen rechtsfehlerhaft (vgl. Art. 95 BGG ),

dass die Beschwerde den vorgenannten inhaltlichen Mindestanforderungen an ein Rechtsmittel somit offensichtlich nicht genügt,

dass an der offensichtlich unzureichenden Beschwerdebegründung auch die letztinstanzlich eingereichten Unterlagen, soweit überhaupt zu berücksichtigen ( Art. 99 Abs. 1 BGG ), nichts ändern,

dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist,

dass in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG umständehalber auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,

dass, sollte die Beschwerde ausserdem ein sinngemässes Gesuch um unentgeltliche Prozessführung beinhalten, dieses als gegenstandslos zu betrachten wäre,

erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 11. Februar 2022

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Parrino

Der Gerichtsschreiber: Grünenfelder