Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
9C_459/2017 KI-generiert

Federal Supreme Court Partially Upholds Appeal on Cost Imposition in Excess Premium Reduction Funds Dispute

Geschäftsnummer 9C_459/2017
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Teilweise gutgeheissen (Partially Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves a complaint filed by an individual against a decision made by the administrative court concerning healthcare insurance and the application of premium reductions. The individual argued that the court had improperly handled their submission regarding the payment surplus allowances, asserting constitutional and human rights violations. The administrative court dismissed the complaint, stating lack of jurisdiction and imposed court costs on the complainant. The individual contended that the court should have referred the matter to the appropriate authority and criticized the decision for leading to unnecessary expenses. The Federal Tribunal evaluated the case, particularly focusing on jurisdictional issues and the appropriateness of the cost imposition in social security matters.

Legislator-Regeste

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Art. 106c Abs. 5 lit. a KVV, Art. 95 lit. a-c BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 106 Abs. 1 BGG, Art. 61 lit. a ATSG, Art. 1 Abs. 2 lit. c KVG; Federal Supreme Court Partially Upholds Appeal on Cost Imposition in Excess Premium Reduction Funds Dispute: The individual argued that the court had improperly handled their submission regarding the payment surplus allowances, asserting constitutional and human rights violations. The administrative court dismissed the complaint, stating lack of jurisdiction and imposed court costs on the complainant. The individual contended that the court should have referred the matter to the appropriate authority and criticized the decision for leading to unnecessary expenses. The Federal Tribunal evaluated the case, particularly focusing on jurisdictional issues and the appropriateness of the cost imposition in social security matters.

Schlagwörter

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Krankenversicherung Prämienherabsetzung sozialversicherungsrechtliche Streitigkeit Versicherungsprämie Verwaltungskosten Versicherungskasse nicht-administrative Streitigkeit

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 106 Abs. 1 BGG

Used by the Federal Tribunal to review the cost imposition ex officio.

Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG

Used to waive the collection of court costs due to the circumstances of the case.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

9C_459/2017

Urteil vom 23. August 2017

II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Pfiffner, Präsidentin,

Bundesrichter Meyer, Bundesrichterin Moser-Szeless,

Gerichtsschreiber Fessler.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

SWICA Gesundheitskasse, Römerstrasse 38, 8401 Winterthur,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Krankenversicherung,

Beschwerde gegen die Verfügung des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich vom 15. Juni 2017.

Nach Einsicht

in die Beschwerde des A.________ vom 20. Juni 2017 (Poststempel) gegen die Verfügung des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich vom 15. Juni 2017,

in Erwägung,

dass der angefochtene Entscheid auf die mit "Klage auf Feststellung" bezeichnete Eingabe des Beschwerdeführers vom 7. Juni 2017 (Poststempel) betreffend Auszahlung des Prämienverbilligungsüberschusses ( Art. 106c Abs. 5 lit. a KVV ) mangels sachlicher Zuständigkeit nicht eintritt (Dispositiv-Ziffer 1) und diesem die Gerichtskosten von Fr. 560.- auferlegt (Dispositiv-Ziffer 2 und 3),

dass der Beschwerdeführer Verstösse gegen die Verfassung und die EMRK rügt, was er damit begründet, das Verwaltungsgericht hätte das Verfahren an dasjenige Gericht, von dem es "ganz genau weiss", dass es zuständig sei, abgeben müssen; stattdessen habe es eine kostspielige Verfügung erstellt, wozu es nicht berechtigt gewesen sei,

dass die Vorinstanz unter Hinweis auf die einschlägigen Bestimmungen des zürcherischen Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG; LS 175.2) ihre Entscheidzuständigkeit damit verneint hat, beim Streit gehe es um eine sozialversicherungsrechtliche Angelegenheit,

dass sie sodann die Gründe dargelegt hat, weshalb - im Sinne der geltenden Praxis (vgl. Kaspar Plüss, in: Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, Alain Griffel [Hrsg.], 3. Aufl. 2014, N. 48 f. zu § 5 VRG) - auf eine Überweisung an das zuständige Gericht zu verzichten ist,

dass der Beschwerdeführer mit keinem Wort aufzeigt, inwiefern die betreffenden vorinstanzlichen Erwägungen Bundesrecht, Völkerrecht oder kantonales Recht verletzen, somit an sich auf die Beschwerde nicht einzutreten wäre ( Art. 95 lit. a-c BGG ; Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG ; vgl. BGE 140 III 86 E. 2 S. 88 ff.; 134 II 244 E. 2.1-2 S. 245 f.),

dass im Rahmen der Rechtsanwendung von Amtes wegen ( Art. 106 Abs. 1 BGG ) jedoch die Kostenauflage als stossend bezeichnet werden muss: Zum einen ist von einer versehentlichen, insbesondere nicht rechtsmissbräuchlichen Anrufung des Verwaltungsgerichts durch den nicht rechtskundigen Beschwerdeführer auszugehen, was an sich die informelle Weiterleitung der Eingabe vom 7. Juni 2017 ohne Eröffnung eines Verfahrens an die zuständige Behörde zur Folge hätte (Plüss, a.a.O., N. 35 zu § 5 VRG); zum andern sind Verfahren in (bundes-) sozialversicherungsrechtlichen Angelegenheiten auf kantonaler Ebene von hier nicht interessierenden Ausnahmen abgesehen grundsätzlich kostenfrei (vgl. Art. 61 lit. a ATSG ; Plüss, a.a.O., N. 20 zu § 13 VRG); womit sich die Auferlegung von Kosten für den Nichteintretensentscheid nicht verträgt (zur Rechtsnatur der Prämienverbilligung Gebhard Eugster, Krankenversicherung, in: Soziale Sicherheit, SBVR Bd. XIV, 3. Aufl. 2016, S. 818 Rz. 1391),

dass im Übrigen darauf hinzuweisen ist, dass auf Streitigkeiten aus Art. 106c Abs. 5 lit. a KVV über die Modalitäten der Differenzzahlungen das ATSG anwendbar ist, anders als in Fällen, die in Art. 1 Abs. 2 lit. c KVG angeführt sind,

dass auf die Erhebung von Gerichtskosten umständehalber zu verzichten ( Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG ), das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege somit gegenstandslos ist,

erkennt das Bundesgericht:

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Dispositiv-Ziffer 3 der Verfügung des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich vom 15. Juni 2017 wird aufgehoben. Im Übrigen wird auf die Beschwerde nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 23. August 2017

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Pfiffner

Der Gerichtsschreiber: Fessler