Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
9C_330/2022 KI-generiert

Appeal Dismissed for Failure to Address Lower Court's Reasoning on Right to Reconsideration

Geschäftsnummer 9C_330/2022
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves a legal dispute between an individual and an insurance company, arising from a refusal by the insurance company to revisit a final decision made on August 19, 2021. The individual sought a reconsideration of this decision, which the insurance company declined on April 12, 2022. Subsequently, the individual appealed the refusal at the Cantonal Court of Lucerne, which also rejected the appeal due to a lack of any enforceable right to reconsideration of the original decision. The individual then appealed to the Swiss Federal Tribunal, arguing against the Cantonal Court's decision and requesting unentitled legal assistance. However, the appeal did not adequately address the procedural aspects required, focusing instead on the substantive issues, leading to its dismissal for failing to meet legal standards. Additionally, the individual's challenge to the court's cost ruling was rejected due to inadequately addressing the refusal reasoning related to the legal assistance.

Legislator-Regeste

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Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG; Appeal Dismissed for Failure to Address Lower Court's Reasoning on Right to Reconsideration: The individual sought a reconsideration of this decision, which the insurance company declined on April 12, 2022. Subsequently, the individual appealed the refusal at the Cantonal Court of Lucerne, which also rejected the appeal due to a lack of any enforceable right to reconsideration of the original decision. The individual then appealed to the Swiss Federal Tribunal, arguing against the Cantonal Court's decision and requesting unentitled legal assistance. However, the appeal did not adequately address the procedural aspects required, focusing instead on the substantive issues, leading to its dismissal for failing to meet legal standards. Additionally, the individual's challenge to the court's cost ruling was rejected due to inadequately addressing the refusal reasoning related to the legal assistance.

Schlagwörter

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Krankenversicherung Wiedererwägung durch den Versicherer Entscheidungen auf medizinischem Gebiet Fehlen materieller Voraussetzungen Anfechtung von Verwaltungsverfügungen Anfechtbarkeit des Rückweisungsentscheids materielle Überprüfung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

The appeal was dismissed without entering into the merits due to non-compliance with formal requirements, according to the simplified procedure specified in this article.

Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG

This provision was used to forgo the levying of court costs due to the circumstances.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

9C_330/2022

Urteil vom 5. September 2022

II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Parrino, Präsident,

Gerichtsschreiber Traub.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Progrès Versicherungen AG, Recht & Compliance, Postfach, 8081 Zürich Helsana,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Krankenversicherung,

Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts Luzern vom 14. Juni 2022 (5V 22 191/5U 22 46).

Nach Einsicht

in die (in zwei Schriftsätze aufgeteilte) Beschwerde vom 21. Juni 2022 (Poststempel) gegen das Urteil des Kantonsgerichts Luzern vom 14. Juni 2022,

in Erwägung,

dass die Rechtsmitteleingabe unter anderem die Begehren und deren Begründung enthalten muss und darin in gedrängter Form anzugeben ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt ( Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG ),

dass somit auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid einzugehen und aufzuzeigen ist, aus welchem Grund die Vorinstanz im Einzelnen Bundesrecht verletzt haben soll ( BGE 134 V 53 E. 3.3; 133 IV 286 E. 1.4),

dass die Beschwerdegegnerin mit Entscheid vom 12. April 2022 nicht auf ein Wiedererwägungsgesuch des Beschwerdeführers hinsichtlich eines rechtskräftigen Einspracheentscheids vom 19. August 2021 eingetreten ist,

dass die Vorinstanz auf das gegen den Nichteintretensentscheid der Beschwerdegegnerin eingereichte kantonale Rechtsmittel nicht eintritt,

dass sie zur Begründung ausführt, mangels eines gerichtlich durchsetzbaren Anspruchs auf Wiedererwägung könne sie ihrerseits nicht auf den Nichteintretensentscheid der Verwaltung eintreten ( BGE 133 V 50 E. 4.1, 4.2.1 und 4.3; angefochtenes Urteil E. 2),

dass eine Beschwerdeschrift, die sich gegen einen Nichteintretensentscheid richtet, sich aber lediglich mit der materiellen Seite des Falles auseinandersetzt, keine sachbezogene Begründung aufweist ( BGE 123 V 335 ; Urteil 9C_193/2022 vom 27. April 2022),

dass der Beschwerdeführer nicht darlegt, weshalb die Vorinstanz auf die Beschwerde hätte eintreten sollen,

dass das Ausstandsbegehren gegen den vorinstanzlichen Richter ebenfalls nicht hinreichend begründet ist,

dass die Vorinstanz die unentgeltliche Rechtspflege nicht gewährt, weil das Rechtsmittel (infolge der fehlenden Möglichkeit, die Verwaltung zum Eintreten auf ein Wiedererwägungsgesuch zu verpflichten) offensichtlich aussichtslos sei (angefochtenes Urteil E. 3),

dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer daher Gerichtskosten von Fr. 200.- auferlegt,

dass der Beschwerdeführer den Kostenentscheid anficht, sich aber nicht mit dem im angefochtenen Urteil dargelegten Grund der Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege (Aussichtslosigkeit des Rechtsmittels) auseinandersetzt,

dass die Beschwerde an das Bundesgericht somit insgesamt nicht sachbezogen ist und den gesetzlichen Anforderungen offensichtlich nicht genügt,

dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist,

dass der Beschwerdeführer grundsätzlich kostenpflichtig ist, indessen in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG umständehalber auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,

erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Kantonsgericht Luzern und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 5. September 2022

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Parrino

Der Gerichtsschreiber: Traub