Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
9C_329/2021 KI-generiert

Inadmissibility of Old-Age and Survivors' Insurance Appeal Due to Procedural Deficiencies

Geschäftsnummer 9C_329/2021
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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In this case, an individual, potentially represented by another party, filed a complaint against the Aargau Canton Compensation Office concerning an issue related to old-age and survivors' insurance. The complaint, dated June 7, 2021, contested a decision by the Aargau Social Insurance Court rendered on May 5, 2021. The complainant was asked to submit a missing power of attorney by June 28, 2021, following a Federal Tribunal directive on June 9, 2021, outlining the necessary formal requirements for appeals, including demands and justification. However, the complainant's submissions did not meet the content requirements, as the appeals were insufficiently substantiated and failed to address specific legal violations by the lower court, even though fundamental rights were invoked and a lack of legal assessment was alleged against the prior instance.

Legislator-Regeste

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Art. 40 Abs. 2 BGG, Art. 42 Abs. 5 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 42 Abs. 2 AHVV, Art. 97 Abs. 1 BGG, Art. 95 BGG; Inadmissibility of Old-Age and Survivors' Insurance Appeal Due to Procedural Deficiencies: The complaint, dated June 7, 2021, contested a decision by the Aargau Social Insurance Court rendered on May 5, 2021. The complainant was asked to submit a missing power of attorney by June 28, 2021, following a Federal Tribunal directive on June 9, 2021, outlining the necessary formal requirements for appeals, including demands and justification. However, the complainant's submissions did not meet the content requirements, as the appeals were insufficiently substantiated and failed to address specific legal violations by the lower court, even though fundamental rights were invoked and a lack of legal assessment was alleged against the prior instance.

Schlagwörter

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Alters- und Hinterlassenenversicherung vereinfachtes Verfahren Altersversicherung Hinterlassenenversicherung Prozessvoraussetzung Versäumung der gesetzlichen Frist Verzugszinsen

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG

The appeal was not admitted to proceedings based on the simplified procedure outlined in this article due to formal deficiencies.

Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG

The Tribunal decided not to levy court costs under these circumstances (umständehalber).

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

9C_329/2021

Urteil vom 2. Juli 2021

II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Parrino, Präsident,

Gerichtsschreiberin Dormann.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

allenfalls vertreten durch B.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Ausgleichskasse des Kantons Aargau, Kyburgerstrasse 15, 5000 Aarau,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Alters- und Hinterlassenenversicherung,

Beschwerde gegen das Urteil des

Versicherungsgerichts des Kantons Aargau

vom 5. Mai 2021 (VBE.2021.4).

Nach Einsicht

in die Beschwerde vom 7. Juni 2021 (Poststempel) gegen das Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 5. Mai 2021,

in die Verfügung des Bundesgerichts vom 9. Juni 2021, womit A.________ resp. sein allfälliger Rechtsvertreter aufgefordert wurde, die fehlende Vollmacht bis zum 28. Juni 2021 einzureichen, ansonsten die Rechtsschrift unbeachtet bleibe, und gleichzeitig auf die gesetzlichen Formerfordernisse von Beschwerden hinsichtlich Begehren und Begründung hingewiesen worden ist,

in die daraufhin am 14. Juni 2021 eingereichte Eingabe,

in Erwägung,

dass sich die Parteivertreter und -vertreterinnen durch eine Vollmacht auszuweisen haben ( Art. 40 Abs. 2 BGG ),

das innert der nach Art. 42 Abs. 5 BGG angesetzten Frist keine Vollmacht eingereicht wurde und weder ersichtlich ist noch begründet wird, weshalb zu deren Beibringung eine "2. Nachfrist" angesetzt werden müsste,

dass sodann ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,

dass dabei konkret auf die für das Ergebnis des betreffenden Entscheids massgeblichen Erwägungen einzugehen und im Einzelnen aufzuzeigen ist, welche Vorschriften und weshalb sie von der Vorinstanz verletzt worden sein sollen ( BGE 134 V 53 E. 3.3 und 133 V 286 E. 1.4), während rein appellatorische Kritik nicht genügt ( BGE 145 I 26 E. 1.3; 140 III 264 E. 2.3), und in Bezug auf die Verletzung von Grundrechten erhöhte Anforderungen an die Begründungspflicht bestehen ( Art. 106 Abs. 2 BGG ; BGE 136 I 49 E. 1.4.1),

dass der Beschwerdeführer resp. sein allfälliger Rechtsvertreter lediglich in appellatorischer Weise eine "neue rechtliche Überprüfung durch das Bundesgericht" verlangt und die Höhe des Verzugszinssatzes (vgl. dazu Art. 42 Abs. 2 AHVV [SR 831.101]) kritisiert, auch wenn er dabei Grundrechte anruft und der Vorinstanz teilweise fehlende rechtliche Würdigung vorwirft,

dass die beiden Eingaben somit den inhaltlichen Mindestanforderungen offensichtlich nicht genügen, da ihnen auch nicht ansatzweise entnommen werden kann, inwiefern die vorinstanzliche Beweiswürdigung und Sachverhaltsfeststellung im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG auf einer Rechtsverletzung beruhen oder qualifiziert unzutreffend (unhaltbar, willkürlich: BGE 135 II 145 E. 8.1; Urteil 9C_607/2012 vom 17. April 2013 E. 5.2) oder die darauf beruhenden Erwägungen rechtsfehlerhaft (vgl. Art. 95 BGG ) sein sollen,

dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist,

dass in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG umständehalber auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,

erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau, 4. Kammer, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 2. Juli 2021

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Parrino

Die Gerichtsschreiberin: Dormann