Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
9C_316/2024 KI-generiert

Appeal on Denial of Legal Aid Deemed Inadmissible Due to Insufficient Grounds

Geschäftsnummer 9C_316/2024
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves an appeal to the Swiss Federal Tribunal regarding a decision from the Insurance Court of the Canton of Aargau, which rejected a request for free legal aid submitted by the appellant. The court required the appellant to provide a cost advance of 400 Swiss Francs. The appellant contested the decision, asserting his need for free legal assistance based on financial necessity. However, the lower court denied the request due to insufficient evidence of financial need. The appeal to the Federal Tribunal further focused on the procedural aspect of denied free legal aid, rather than addressing the main subject matter of the insurance dispute. The appellate submission failed to meet the necessary criteria for substantive complaint reasoning, particularly for a layperson’s submission, thus impacting the tribunal's consideration of the appeal.

Legislator-Regeste

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Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 66 Abs. 1 Satz, Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG; Appeal on Denial of Legal Aid Deemed Inadmissible Due to Insufficient Grounds: The court required the appellant to provide a cost advance of 400 Swiss Francs. The appellant contested the decision, asserting his need for free legal assistance based on financial necessity. However, the lower court denied the request due to insufficient evidence of financial need. The appeal to the Federal Tribunal further focused on the procedural aspect of denied free legal aid, rather than addressing the main subject matter of the insurance dispute. The appellate submission failed to meet the necessary criteria for substantive complaint reasoning, particularly for a layperson’s submission, thus impacting the tribunal's consideration of the appeal.

Schlagwörter

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Krankenversicherung unentgeltliche Rechtspflege (Prozessvoraussetzung) unentgeltliche Rechtspflege anfechtbarer Zwischenentscheid Zulässige Gründe Kostenvorschuss materielle Voraussetzungen Nachweis der Bedürftigkeit

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

Used to rule that the appeal is not to be entertained in the simplified procedure because the grounds for appeal were insufficient.

Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG

Used to rule that no court fees shall be levied.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

9C_316/2024

Urteil vom 12. Juni 2024

III. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Parrino, Präsident,

Gerichtsschreiberin Nünlist.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

SWICA Krankenversicherung AG, Rechtsdienst, Römerstrasse 38, 8401 Winterthur,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Krankenversicherung; unentgeltliche Rechtspflege (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen die Verfügung des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 23. April 2024 (VBE.2024.17).

Nach Einsicht

in die Beschwerde vom 3. Juni 2024 (Poststempel) gegen die Verfügung des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 23. April 2024, mit welcher dieses ein von A.________ gestelltes Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege abgewiesen und ihn zur Leistung eines Kostenvorschusses in der Höhe von Fr. 400.- aufgefordert hat,

in Erwägung,

dass eine selbstständig eröffnete Verfügung, mit der im vorinstanzlichen Verfahren ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege abschlägig beschieden wird, praxisgemäss einen Zwischenentscheid darstellt, der geeignet ist, einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG zu bewirken (Urteile 9C_155/2024 vom 21. März 2024 mit Hinweisen und 9C_569/2022 vom 26. Januar 2023 mit Hinweisen), weshalb die Beschwerde unter diesem Aspekt zulässig ist,

dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht (Art. 95 f. BGG) verletzt,

dass konkret auf die für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen einzugehen und im Einzelnen aufzuzeigen ist, welche Vorschriften und weshalb sie von der Vorinstanz verletzt worden sind ( BGE 134 V 53 E. 3.3; 133 IV 286 E. 1.4), während rein appellatorische Kritik nicht genügt ( BGE 145 I 26 E. 1.3),

dass der Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege kumulativ finanzielle Bedürftigkeit und intakte Prozesschancen voraussetzt,

dass das Versicherungsgericht des Kantons Aargau das entsprechende Gesuch des Beschwerdeführers wegen nicht ausgewiesener Bedürftigkeit abschlägig beschieden hat,

dass der Beschwerdeführer sich darauf beschränkt, sich zur vorinstanzlich noch nicht entschiedenen Hauptsache zu äussern, ohne indessen hinreichend sachbezogen ( Art. 42 Abs. 2 BGG ) auf die hier allein interessierende Frage der Rechtmässigkeit der verweigerten unentgeltlichen Rechtspflege einzugehen,

dass seine Eingabe den inhaltlichen Mindestanforderungen an eine hinreichende Beschwerdebegründung somit offensichtlich nicht genügt, auch unter Berücksichtigung dessen, dass eine Laienbeschwerde vorliegt, weswegen die formellen Anforderungen praxisgemäss niedriger angesetzt werden (Urteil 9D_3/2024 vom 24. April 2024 E. 2.3.4),

dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,

erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 12. Juni 2024

Im Namen der III. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Parrino

Die Gerichtsschreiberin: Nünlist