Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
9C_245/2022 KI-generiert

Covid-19 Loss of Earnings Compensation Refusal Upheld Due to Lack of Medical Contraindication for Vaccination

Geschäftsnummer 9C_245/2022
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves an appeal to the Swiss Federal Tribunal by an individual challenging a decision from the Social Insurance Court of the Canton of Zurich regarding claims for income compensation related to COVID-19 for the months of July and August 2021. The appeal concerns the individual’s entitlement to compensation under the COVID-19 Income Compensation Ordinance, specifically focusing on whether the individual was considered particularly vulnerable due to certain health conditions and therefore unable to be vaccinated for medical reasons. The lower court determined that there was no medical evidence or claim of contraindication preventing the appellant from receiving a COVID-19 vaccination, and therefore, the appellant did not qualify as particularly vulnerable under the relevant legal criteria. The core of the appellant's argument confused the absence of a legal vaccination requirement with the criteria for being considered vulnerable for income compensation.

Legislator-Regeste

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Art. 2 Abs. 3quater resp, Art. 27a Abs. 10 lit. b Covid-19-Verordnung, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG, Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG; Covid-19 Loss of Earnings Compensation Refusal Upheld Due to Lack of Medical Contraindication for Vaccination: The appeal concerns the individual’s entitlement to compensation under the COVID-19 Income Compensation Ordinance, specifically focusing on whether the individual was considered particularly vulnerable due to certain health conditions and therefore unable to be vaccinated for medical reasons. The lower court determined that there was no medical evidence or claim of contraindication preventing the appellant from receiving a COVID-19 vaccination, and therefore, the appellant did not qualify as particularly vulnerable under the relevant legal criteria. The core of the appellant's argument confused the absence of a legal vaccination requirement with the criteria for being considered vulnerable for income compensation.

Schlagwörter

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Erwerbsersatz für Dienstleistende und bei Mutterschaft (Covid-19) medizinische Gründe Erwerbsausfall Gesundheitsbezogene Angaben unveränderter Gesundheitszustand Krankentaggeld Anspruch auf Versicherungsleistungen

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Art. 2 Abs. 3quater resp
und sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen kann (Art. 2 Abs. 3quater resp.
Art. 27a Abs. 10 lit. b Covid-19-Verordnung
dass der Beschwerdeführer die hier ausschlaggebende Frage, ob er sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen konnte (Art. 27a Abs. 10 lit. b Covid-19-Verordnung 3), mit derjenigen nach einer (nicht vorhandenen) Impfpflicht verwechselt,
Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG
The appeal was not entered upon in the simplified procedure because it did not meet the minimum content requirements.
Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG
Cited to explain why the appeal did not meet the minimum content requirements (lack of proper substantiation) leading to non-entry upon the appeal; this is a procedural basis for inadmissibility mentioned in the reasoning but explicitly cited in the context of the non-entry decision.
Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG
Used to waive the collection of court costs due to the specific circumstances of the case.

Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

The appeal was not entered upon in the simplified procedure because it did not meet the minimum content requirements.

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG

Cited to explain why the appeal did not meet the minimum content requirements (lack of proper substantiation) leading to non-entry upon the appeal; this is a procedural basis for inadmissibility mentioned in the reasoning but explicitly cited in the context of the non-entry decision.

Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG

Used to waive the collection of court costs due to the specific circumstances of the case.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

9C_245/2022

Urteil vom 20. Juni 2022

II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Parrino, Präsident,

Gerichtsschreiber Traub.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Ausgleichskasse des Kantons Zürich, Röntgenstrasse 17, 8005 Zürich,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Erwerbsersatz für Dienstleistende und bei Mutterschaft (Covid-19),

Beschwerde gegen das Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 29. März 2022 (EE.2021.00054).

Nach Einsicht

in das Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 29. März 2022 betreffend Anspruch auf Erwerbsausfallentschädigung im Zusammenhang mit Covid-19 für die Monate Juli und August 2021,

in die dagegen erhobene Beschwerde vom 8./12. Mai 2022,

in Erwägung,

dass die Rechtsmitteleingabe unter anderem die Begehren und deren Begründung enthalten muss und darin in gedrängter Form anzugeben ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt ( Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG ),

dass gezielt und sachbezogen auf die Erwägungen, die für das Ergebnis des angefochtenen Entscheides massgeblich sind, einzugehen und aufzuzeigen ist, aus welchem Grund die Vorinstanz im Einzelnen Bundesrecht verletzt haben soll ( BGE 142 III 364 E. 2.4; 134 V 53 E. 3.3; 133 IV 286 E. 1.4),

dass ein Anspruch auf die strittige Erwerbsausfallentschädigung u.a. voraussetzt, dass die betreffende Person als besonders gefährdet gilt, was nur zutrifft, wenn sie an einer der auf dem Verordnungsweg bezeichneten Erkrankungen (z.B. therapieresistente arterielle Hypertonie oder Adipositas mit einem Body-Mass-Index von 35 kg/m2 oder mehr) leidet

und sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen kann (Art. 2 Abs. 3quater resp. Abs. 3quinquies Verordnung vom 20. März 2020 über Massnahmen bei Erwerbsausfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus [Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall, SR 830.31; Stand: 1. Juli 2021]; Art. 27a Abs. 10 und 11 Verordnung 3 vom 19. Juni 2020 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus [Covid-19-Verordnung 3; SR 818.101.24; Stand 1. Juli 2021]; Anhang 7 Covid-19-Verordnung 3),

dass die Vorinstanz festhält, weder liege eine ärztlich ausgewiesene Kontraindikation für eine Covid-19-Impfung vor noch behaupte der Beschwerdeführer eine solche, weshalb er nicht als im Sinn der einschlägigen Rechtsgrundlagen besonders gefährdet gelte und die weiteren Anspruchsvoraussetzungen offenbleiben könnten (angefochtenes Urteil E. 4.5),

dass es somit nicht allein darauf ankommt, ob bestimmte Vorerkrankungen nachgewiesen sind,

dass der Beschwerdeführer die hier ausschlaggebende Frage, ob er sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen konnte (Art. 27a Abs. 10 lit. b Covid-19-Verordnung 3), mit derjenigen nach einer (nicht vorhandenen) Impfpflicht verwechselt,

dass er sich nicht mit der vorinstanzlichen Anwendung des erwähnten rechtlichen Erfordernisses auseinandersetzt, namentlich nicht mit der Feststellung, eine medizinische Kontraindikation der Covid-19-Impfung sei weder ausgewiesen noch behauptet,

dass die Beschwerde die inhaltlichen Mindestanforderungen nach Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG offensichtlich nicht erfüllt,

dass im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist,

dass in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG umständehalber auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,

erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 20. Juni 2022

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Parrino

Der Gerichtsschreiber: Traub