Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
9C_167/2021 KI-generiert

Dismissal of Social Insurance Appeal Due to Untimely Filing and Lack of Substantive Merit

Geschäftsnummer 9C_167/2021
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves an appeal by a complainant against a decision made by the Social Insurance Court of the Canton of Zurich concerning invalidity insurance. The complainant argued without evidence that the notification for the contested decision was not delivered in a timely manner, claiming the delivery was delayed. The Swiss Federal Tribunal noted that the official postal certification indicated an initial delivery attempt was made on January 15, 2021, which means the 30-day appeal period expired on February 22, 2021, rendering the complaint late. Furthermore, the tribunal found the complaint insufficient in content as it did not meet the necessary standards for an appeal nor substantiate claims of legal violations against the lower court's evidence assessment or factual findings. Additionally, newly submitted documents were deemed inadmissible as true novelties. Consequently, due to the failure to present a valid appeal, the tribunal decided not to proceed with the complaint, and the request for legal aid was denied.

Legislator-Regeste

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Art. 100 Abs. 1 BGG, Art. 99 Abs. 1 BGG, Art. 97 Abs. 1 BGG, Art. 95 BGG, Art. 64 Abs. 1 BGG, Art. 66 Abs. 1 Satz; Dismissal of Social Insurance Appeal Due to Untimely Filing and Lack of Substantive Merit: The complainant argued without evidence that the notification for the contested decision was not delivered in a timely manner, claiming the delivery was delayed. The Swiss Federal Tribunal noted that the official postal certification indicated an initial delivery attempt was made on January 15, 2021, which means the 30-day appeal period expired on February 22, 2021, rendering the complaint late. Furthermore, the tribunal found the complaint insufficient in content as it did not meet the necessary standards for an appeal nor substantiate claims of legal violations against the lower court's evidence assessment or factual findings. Additionally, newly submitted documents were deemed inadmissible as true novelties. Consequently, due to the failure to present a valid appeal, the tribunal decided not to proceed with the complaint, and the request for legal aid was denied.

Schlagwörter

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Invalidenversicherung verspätete Einreichung Sozialversicherungsverfahren unentgeltliche Rechtspflege Einstellung der Sozialhilfe gesetzliche Frist Fehlen materieller Voraussetzungen

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG

The appeal was not admitted to the procedure because it did not meet the minimum content requirements (substantive and formal reasons).

Art. 64 Abs. 1 BGG

The request for free legal aid was rejected because no valid appeal was filed.

Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG

Applied for the waiver of court costs due to the circumstances of the case.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

9C_167/2021

Urteil vom 22. März 2021

II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Parrino, Präsident,

Gerichtsschreiberin Dormann.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle des Kantons Zürich,

Röntgenstrasse 17, 8005 Zürich,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich

vom 22. Dezember 2020 (IV.2020.00125).

Nach Einsicht

in die Beschwerde vom 5. März 2021 (Poststempel) gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 22. Dezember 2020,

in Erwägung,

dass die Beschwerdeführerin ohne weitere Begründung und Angabe eines Beweismittels geltend macht, die Abholungsinformation für den angefochtenen Entscheid habe nicht vorgelegen, weshalb sich dessen Zustellung verzögert habe,

dass diesbezüglich auf die postamtliche Bescheinigung abzustellen ist, wonach der erste Zustellungsversuch am 15. Januar 2021 erfolgte,

dass somit die 30-tägige Beschwerdefrist ( Art. 100 Abs. 1 BGG ) gemäss Art. 44-48 BGG am 22. Februar 2021 abgelaufen und die Beschwerde verspätet ist,

dass ausserdem ein Rechtsmittel laut Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,

dass dabei konkret auf die für das Ergebnis des betreffenden Entscheids massgeblichen Erwägungen einzugehen und im Einzelnen aufzuzeigen ist, welche Vorschriften und weshalb sie von der Vorinstanz verletzt worden sein sollen ( BGE 134 V 53 E. 3.3 S. 60 und 133 IV 286 E. 1.4 S. 287), während rein appellatorische Kritik nicht genügt ( BGE 145 I 26 E. 1.3 S. 30; 140 III 264 E. 2.3 S. 266),

dass die neu eingereichten Unterlagen (Bericht des Dr. med. B.________ vom 23. Februar 2021 und Medikamentenbehandlungsplan der Dr. med. C.________) als echte Noven von vornherein unzulässig sind (vgl. Art. 99 Abs. 1 BGG ; BGE 143 V 19 E. 1.2 S. 22 f.),

dass sich die Ausführungen in der Beschwerde auf rein appellatorische Kritik beschränken und ihnen auch nicht ansatzweise entnommen werden kann, inwiefern die vorinstanzliche Beweiswürdigung und Sachverhaltsfeststellung im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG auf einer Rechtsverletzung beruhen oder qualifiziert unzutreffend (unhaltbar, willkürlich: BGE 135 II 145 E. 8.1 S. 153; Urteil 9C_607/2012 vom 17. April 2013 E. 5.2) oder die darauf beruhenden Erwägungen rechtsfehlerhaft (vgl. Art. 95 BGG ) sein sollen,

dass die Eingabe der Beschwerdeführerin daher auch den inhaltlichen Mindestanforderungen an eine Beschwerde offensichtlich nicht genügt,

dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist,

dass mangels einer gültigen Beschwerde die unentgeltliche Prozessführung ausscheidet ( Art. 64 Abs. 1 BGG ), indessen umständehalber auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet werden kann ( Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG ),

erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

4. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, I. Kammer, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 22. März 2021

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Parrino

Die Gerichtsschreiberin: Dormann