Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
9C_141/2020 KI-generiert

Health Insurance Exemption Appeal Dismissed for Formal Defects

Geschäftsnummer 9C_141/2020
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves a complainant who filed a complaint against a decision made by the Administrative Court of the Canton of Bern, dated December 19, 2019, which related to an exemption from mandatory insurance requirements under the compulsory health care insurance system in Switzerland. The complainant sought an exemption from this mandatory insurance and requested free legal aid. However, the court found that the complainant’s appeal did not meet the necessary content requirements to establish a violation of federal law, nor could it challenge the administrative court's findings on factual inaccuracies or errors of law. The complaint also raised issues concerning alleged violations of freedom of religion, personal freedom, and prohibition of torture, but these claims did not have sufficient basis to alter the court’s decision regarding the insurance obligation. As a result, the Swiss Federal Tribunal decided not to proceed with the complaint.

Legislator-Regeste

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Art. 3 Abs. 1 KVG, Art. 1 Abs. 1 KVV, Art. 3 Abs. 2 KVG, Art. 2 KVV, Art. 97 Abs. 1 BGG, Art. 95 BGG; Health Insurance Exemption Appeal Dismissed for Formal Defects: The complainant sought an exemption from this mandatory insurance and requested free legal aid. However, the court found that the complainant’s appeal did not meet the necessary content requirements to establish a violation of federal law, nor could it challenge the administrative court's findings on factual inaccuracies or errors of law. The complaint also raised issues concerning alleged violations of freedom of religion, personal freedom, and prohibition of torture, but these claims did not have sufficient basis to alter the court’s decision regarding the insurance obligation. As a result, the Swiss Federal Tribunal decided not to proceed with the complaint.

Schlagwörter

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Krankenversicherung (Prozessvoraussetzung) Befreiung von der Krankenversicherungspflicht gesundheitliche Gründe Freistellung vom Verbot gesetzliche Formmängel Versicherungspflicht Folterverbot

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

The appeal was not admitted to the simplified procedure based on this provision due to insufficient substantiation.

Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG

Used to waive the collection of court costs.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

9C_141/2020

Urteil vom 3. März 2020

II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Parrino, Präsident,

Gerichtsschreiberin Fleischanderl.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Amt für Sozialversicherungen, Abteilung Prämienverbilligung und Obligatorium, Forelstrasse 1, 3072 Ostermundigen,

Beschwerdegegner.

Gegenstand

Krankenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern

vom 19. Dezember 2019 (200 19 726 KV).

Nach Einsicht

in die Beschwerde vom 17. Februar 2020 (Poststempel) gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Dezember 2019 (betreffend Befreiung von der Versicherungspflicht in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung) und das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege,

in Erwägung,

dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht (Art. 95 f. BGG) verletzt,

dass konkret auf die für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz einzugehen und im Einzelnen aufzuzeigen ist, worin eine Verletzung von Bundesrecht liegt ( BGE 140 III 86 E. 2 S. 88 f.; 134 V 53 E. 3.3 S. 60), wohingegen rein appellatorische Kritik nicht genügt ( BGE 140 III 264 E. 2.3 S. 266),

dass das kantonale Gericht die rechtlichen Grundlagen zu der bei Wohnsitz in der Schweiz bestehenden obligatorischen Krankenpflegeversicherungspflicht ( Art. 3 Abs. 1 KVG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 KVV ) wie auch zu deren Ausnahmen ( Art. 3 Abs. 2 KVG in Verbindung mit Art. 2 KVV ), worunter der Beschwerdeführer gemäss vorinstanzlicher Darstellung nicht fällt, dargelegt hat,

dass die Eingabe des Beschwerdeführers den genannten inhaltlichen Mindestanforderungen offensichtlich nicht genügt, da ihr nichts entnommen werden kann, was darauf hindeuten würde, die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen seien im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG - soweit überhaupt beanstandet - qualifiziert unzutreffend (unhaltbar, willkürlich; BGE 140 V 22 E. 7.3.1 S. 39; 135 II 145 E. 8.1 S. 153) oder die darauf beruhenden Erwägungen rechtsfehlerhaft (vgl. Art. 95 BGG ),

dass an diesem Ergebnis auch die nicht näher begründeten Rügen einer angeblichen Verletzung der Glaubens- bzw. Religionsfreiheit, der persönlichen Freiheit respektive des Folterverbots nichts ändern,

dass ebenso wenig erkennbar ist, inwiefern durch die Versicherungspflicht anderweitige verfassungsmässig geschützte Grundrechte tangiert sein sollten,

dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist,

dass in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird, womit sich der Antrag um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung als gegenstandslos erweist,

dass das Gesuch des Beschwerdeführers, es sei ihm ein unentgeltlicher Rechtsvertreter beizugeben, sinngemäss auf eine Erstreckung der Beschwerdefrist von Art. 100 Abs. 1 BGG hinausläuft, weshalb darauf, da es sich dabei um eine gesetzlich bestimmte - und damit nicht erstreckbare (vgl. Art. 47 Abs. 1 BGG ) - Frist handelt, nicht eingetreten werden kann,

erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 3. März 2020

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Parrino

Die Gerichtsschreiberin: Fleischanderl