Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
9C_123/2017 KI-generiert

Rejection of Appeals on Invalidity Pension and Supplementary Benefits Due to Formal Defects

Geschäftsnummer 9C_123/2017
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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This case involves two complaints submitted to the Federal Tribunal regarding decisions made by the Cantonal Administrative Court concerning invalidity benefits and supplementary benefits related to old-age and disability insurance. The complaints were filed by two individuals who contested the decisions rendered on December 14, 2016. The Federal Tribunal assessed the complaints and determined that they were not sufficiently substantiated in relation to legal standards, particularly as the submissions did not adequately critique the contested decisions or provide specific legal arguments against them. Consequently, the Tribunal decided to consolidate the two proceedings and refused to admit the complaints for consideration.

Legislator-Regeste

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Art. 97 Abs. 1 BGG, Art. 95 BGG, Art. 64 BGG, Art. 66 Abs. 1 Satz, Art. 108 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 BGG, Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG; Rejection of Appeals on Invalidity Pension and Supplementary Benefits Due to Formal Defects: The complaints were filed by two individuals who contested the decisions rendered on December 14, 2016. The Federal Tribunal assessed the complaints and determined that they were not sufficiently substantiated in relation to legal standards, particularly as the submissions did not adequately critique the contested decisions or provide specific legal arguments against them. Consequently, the Tribunal decided to consolidate the two proceedings and refused to admit the complaints for consideration.

Schlagwörter

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Ruhegehalt wegen Dienstunfähigkeit Ergänzungsleistungsberechnung formeller Mangel vereinfachtes Verfahren hypothetisches Einkommen Sozialversicherungsverfahren

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 BGG

Applied to declare non-admissibility (non-entrée en matière) due to insufficient substantiation of the appeals.

Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG

Applied to waive the collection of court fees despite dismissing the appeal.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

9C_123/2017, 9C_124/2017

Urteil vom 15. März 2017

II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Pfiffner, Präsidentin,

Gerichtsschreiber Grünenfelder.

Verfahrensbeteiligte

9C_123/2017

A.A.________,

Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle des Kantons Thurgau, Rechts- und Einsprachedienst,

St. Gallerstrasse 11, 8500 Frauenfeld,

Beschwerdegegnerin,

und

9C_124/2017

B.A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Ausgleichskasse des Kantons Thurgau, Rechts- und Einsprachedienst,

St. Gallerstrasse 11, 8500 Frauenfeld,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

9C_123/2017

Invalidenversicherung,

9C_124/2017

Ergänzungsleistung zur AHV/IV,

Beschwerden gegen die Entscheide des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau

vom 14. Dezember 2016.

Nach Einsicht

in die Beschwerden vom 30. Januar 2017 (Poststempel) gegen die Entscheide des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 14. Dezember 2016 betreffend Invalidenrente (9C_123/2017) bzw. Ergänzungsleistungen zur AHV/IV (9C_124/2017),

in die Verfügung des Bundesgerichts vom 31. Januar 2017, worin die Beschwerdeführer aufgefordert wurden, die vollständigen angefochtenen Entscheide bis spätestens am 28. Februar 2017 nachzureichen, ansonsten die Rechtsschrift unbeachtet bleibe,

in die Eingabe vom 8. Februar 2017 (Poststempel), womit die angefochtenen Entscheide verurkundet wurden,

in Erwägung,

dass die beiden Verfahren, da ihnen die gleiche (gemeinsame) Beschwerde z ugrunde liegt, zu vereinigen und in einem einzigen Verfahren zu erledigen sind, dies ungeachtet des Umstandes, dass zwei separate kantonale Entscheide ergangen sind,

dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,

dass konkret auf die für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz einzugehen und im Einzelnen zu zeigen ist, welche Vorschriften und weshalb sie von der Vorinstanz verletzt worden sind ( BGE 140 III 86 E. 2 S. 88; 134 V 53 E. 3.3 S. 60), während rein appellatorische Kritik nicht genügt ( BGE 140 III 264 E. 2.3 S. 266),

dass die Eingabe der Beschwerdeführer diesen inhaltlichen Mindestanforderungen offensichtlich nicht genügt, da sie keinen Antrag enthält und den Ausführungen weder betreffend Invalidenrente (9C_123/2017) noch hinsichtlich der vom kantonalen Gericht bestätigten Anrechung eines hypothetischen Einkommens an die Ergänzungsleistungen zur AHV/IV (9C_124/2017)entnommen werden kann, was darauf hindeuten würde, die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG - soweit überhaupt beanstandet - unzutreffend (unhaltbar, willkürlich; BGE 140 V 22 E. 7.3.1 S. 39; 135 II 145 E. 8.1 S. 153) oder die darauf beruhenden Erwägungen rechtsfehlerhaft seien (vgl. Art. 95 BGG ),

dass sich die Beschwerdeführer vielmehr einzig darauf beschränken, die bereits in den vorinstanzlichen Verfahren vorgebrachte Beschreibung betreffend den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin zu wiederholen, was nicht genügt, und es damit an einer Auseinandersetzung mit dem kantonalen Entscheid betreffend Ergänzungsleistungen zur AHV/IV (9C_124/2017) gänzlich fehlt,

dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist,

dass - soweit der Hinweis der Beschwerdeführer auf ihre prekäre finanzielle Situation als Begehren um unentgeltliche Prozessführung angesehen werden kann - diese mangels einer gültigen Beschwerde ausscheidet (vgl. Art. 64 BGG ), indessen auf die Erhebung von Gerichtskosten in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG umständehalber verzichtet wird,

erkennt die Präsidentin:

1. Die Verfahren 9C_123/2017 und 9C_124/2017 werden vereinigt.

2. Auf die Beschwerden wird nicht eingetreten.

3. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

4. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 15. März 2017

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Pfiffner

Der Gerichtsschreiber: Grünenfelder