Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
9C_115/2012 KI-generiert

Invalidity Benefits Appeal and Work Capacity Assessment

Geschäftsnummer 9C_115/2012
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The case revolves around an individual who, after an earlier request for disability benefits was denied in March 2004, reapplied for benefits in May 2008. Following assessments, the relevant authorities determined a disability degree of 10% to 37%, leading to the denial of the pension claim. The individual subsequently appealed the decision made by the Cantonal Court, which upheld the denial, prompting the individual to contest the ruling again, seeking a partial pension or further medical evaluation. Throughout the proceedings, various medical opinions were scrutinized, and the court concluded that the evidence regarding the individual's work capacity was adequately assessed, ultimately reaffirming the prior decision to deny disability benefits.

Legislator-Regeste

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Art. 61 lit. c ATSG, Art. 99 Abs. 1 BGG, Art. 97 Abs. 1 BGG, Art. 89 Abs. 1 lit. c BGG, Art. 16 ATSG, Art. 66 Abs. 1 Satz; Invalidity Benefits Appeal and Work Capacity Assessment: Following assessments, the relevant authorities determined a disability degree of 10% to 37%, leading to the denial of the pension claim. The individual subsequently appealed the decision made by the Cantonal Court, which upheld the denial, prompting the individual to contest the ruling again, seeking a partial pension or further medical evaluation. Throughout the proceedings, various medical opinions were scrutinized, and the court concluded that the evidence regarding the individual's work capacity was adequately assessed, ultimately reaffirming the prior decision to deny disability benefits.

Schlagwörter

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Invalidenversicherung (Invalidenrente) Beurteilung der Arbeitsfähigkeit Bemessung des Invaliditätsgrades Leistungskürzung Einkommensfestsetzung Wiedererwägung der Invalidenrente Arbeitsbedingungen

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG

Cited in the reasoning to establish the binding nature of the factual findings and assessment of evidence by the lower court for the Federal Tribunal.

Art. 109 Abs. 2 lit. a und Abs. 3 BGG

Used to decide the appeal summarily because it was obviously unfounded.

Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG

Used to impose court costs on the appellant as the losing party.

Art. 89 Abs. 1 lit. c BGG

Cited in the reasoning regarding the appellant's lack of legitimate interest regarding the assessed income of the non-disabled.

Art. 95 lit. a BGG

Cited in the reasoning regarding lack of contestation of federal law violation concerning the assessed income of the non-disabled.

Art. 97 Abs. 1 BGG

Cited in the reasoning regarding lack of contestation of obviously incorrect factual findings concerning the assessed income of the non-disabled.

Art. 99 Abs. 1 BGG

Cited in the reasoning regarding the inadmissibility of newly submitted medical reports.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

9C_115/2012

Urteil vom 20. April 2012

II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter U. Meyer, Präsident,

Bundesrichter Kernen, Bundesrichterin Glanzmann,

Gerichtsschreiberin Dormann.

Verfahrensbeteiligte

F.________,

vertreten durch lic. iur. H.________,

Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle Basel-Landschaft,

Hauptstrasse 109, 4102 Binningen,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Invalidenversicherung (Invalidenrente),

Beschwerde gegen den Entscheid

des Kantonsgerichts Basel-Landschaft

vom 10. November 2011.

In Erwägung,

dass F.________, nachdem im März 2004 ein Leistungsbegehren abgewiesen worden war, sich im Mai 2008 erneut bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug anmeldete und die IV-Stelle Basel-Landschaft nach Abklärungen und Durchführung des Vorbescheidverfahrens mit Verfügung vom 22. März 2011 einen Invaliditätsgrad von 10 resp. 37 % ermittelte und folglich einen Rentenanspruch verneinte,

dass das Kantonsgericht Basel-Landschaft die Beschwerde des F.________ mit Entscheid vom 10. November 2011 abwies,

dass F.________ Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten führen und beantragen lässt, unter Aufhebung des Entscheids vom 10. November 2011 sei ihm eine halbe Rente, eventualiter eine Viertelsrente der Invalidenversicherung zuzusprechen; subeventualiter sei ein medizinisches Obergutachten einzuholen und die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Verwaltung zurückzuweisen,

dass die Vorinstanz dem Gutachten der Dres. med. G.________ und A.________ vom 20. April 2010 Beweiskraft beigemessen und gestützt darauf für angepasste Tätigkeiten ab April 2010 eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 30 % festgestellt hat,

dass die Dres. med. G.________ und A.________ lediglich aufgrund einer leichten depressiven Entwicklung (ICD-10: F32.0) zu Gunsten des Beschwerdeführers eine (teilweise) Unüberwindbarkeit des Schmerzleidens (vgl. BGE 130 V 352 E. 2.2.3 S. 354 f.) und damit eine quantitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit annahmen, was in der Regel nicht genügt ( BGE 130 V 352 E. 2.2.5 S. 355 f.; vgl. auch SVR 2011 IV Nr. 57 S. 171, 8C_958/2010 E. 6.2.2.2; Urteil 9C_736/2011 vom 7. Februar 2012 E. 4.2.2.1),

dass das Gutachten vom 20. April 2010 im Übrigen den Anforderungen an die Beweiskraft ( BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3 S. 352 ff.) genügt, zumal diese weder durch eine abweichende Einschätzung anderer - insbesondere behandelnder - Ärzte ( BGE 125 V 351 E. 3b/bb und cc S. 353) oder der Arbeitgeberin noch durch die Dauer der rheumatologischen Untersuchung (vgl. Urteile 9C_246/2010 vom 11. Mai 2010 E. 2.2.2; 9C_664/2009 vom 6. November 2009 E. 3), bei welcher bereits die Anamneseerhebung mindestens 45 Minuten beanspruchte, geschmälert wird,

dass zudem Dr. med. G.________ einleuchtend darlegte, dass eine Sacroiliitis schon anlässlich der 2003 erfolgten Untersuchungen ausgeschlossen worden war und aus rheumatologischer Sicht ein "etwa" stationärer Verlauf vorliege, weshalb die Bezeichnung einer Diagnose als "beginnend" in diesem Kontext sich nicht auf die Dauer, sondern auf die Intensität der Befunde bezieht, und weiter eine ungünstige Prognose betreffend berufliche Massnahmen (aufgrund einer Chronifizierung und subjektiven Krankheitsüberzeugung) ohne Einfluss auf die medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit ist,

dass sich das kantonale Gericht im Rahmen freier Beweiswürdigung ( Art. 61 lit. c ATSG ) nachvollziehbar mit den massgebenden Akten auseinandergesetzt hat und der Beschwerdeführer auf weiten Strecken lediglich medizinische Unterlagen wiedergibt, diese abweichend würdigt und daraus andere Schlüsse zieht, was nicht genügt (Urteile 9C_688/2007 vom 22. Januar 2008 E. 2.3 und 4A_28/2007 vom 30. Mai 2007 E. 1.3 [in BGE 133 III 421 nicht publiziert]),

dass die Vorinstanz in pflichtgemässer antizipierender Beweiswürdigung ( BGE 137 V 64 E. 5.2 S. 69 ; 136 I 229 E. 5.3 S. 236; Urteil 8C_682/2011 E. 3.2.4) auf weitere Abklärungen verzichtet hat,

dass die vorinstanzliche Beweiswürdigung und Sachverhaltsfeststellung betreffend die Arbeitsfähigkeit weder auf einer Verletzung von Bundesrecht beruhen, noch offensichtlich unrichtig, geschweige denn willkürlich sind (vgl. BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 397 ff.; SVR 2009 IV Nr. 53 S. 164, 9C_204/2009 E. 4.1, nicht publ. in: BGE 135 V 254 ), weshalb sie für das Bundesgericht verbindlich bleiben ( Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG ), woran auch die neu eingereichten und daher ohnehin unzulässigen ( Art. 99 Abs. 1 BGG ) medizinischen Berichte nichts ändern,

dass in Bezug auf die vorinstanzliche Festsetzung des Valideneinkommens weder eine Verletzung von Bundesrecht noch offensichtliche Unrichtigkeit geltend gemacht wird (vgl. Art. 95 lit. a und Art. 97 Abs. 1 BGG ) und ohnehin kein schutzwürdiges Interesse des Beschwerdeführers (vgl. Art. 89 Abs. 1 lit. c BGG ) an der Berücksichtigung eines geringeren Betrags besteht (vgl. Art. 16 ATSG ),

dass die Vorinstanz hinsichtlich des Invalideneinkommens einen leidensbedingten Abzug vom Tabellenlohn ( BGE 126 V 75 E. 5b S. 79 f.; 134 V 322 E. 5.2 S. 327 f.) von 10 % berücksichtigt hat, worin keine rechtsfehlerhafte Ermessensausübung ( BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 399) erblickt werden kann, zumal beide Vergleichseinkommen auf statistischen Werten beruhen (vgl. BGE 135 V 297 E. 6.2 S. 305),

dass die Invaliditätsbemessung im Übrigen nicht angefochten wird und nach dem Gesagten das kantonale Gericht die Abweisung des Rentenbegehrens zu Recht bestätigt hat,

dass die Beschwerde offensichtlich unbegründet ist und daher im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 Abs. 2 lit. a und Abs. 3 BGG erledigt wird,

dass der Beschwerdeführer als unterliegende Partei die Gerichtskosten zu tragen hat ( Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG ),

erkennt das Bundesgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 20. April 2012

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Meyer

Die Gerichtsschreiberin: Dormann