Revision for Unaddressed Request for Free Legal Aid
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves a request for revision by an individual who contested a previous decision from the Swiss Federal Tribunal regarding entitlement to free legal assistance in an invalidity insurance matter. The individual claimed that their application for free legal aid had been overlooked in the earlier ruling. The tribunal acknowledged that a revision ground was evident, accepted the request, and decided to grant free legal assistance for the prior case, while also stipulating that the individual would be responsible for reimbursement to the court if financially capable in the future. Additionally, the tribunal ordered compensation for the legal representative from the court funds.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 121 lit. c BGG, Art. 64 Abs. 4 BGG, Art. 66 Abs. 1 Satz, Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG, Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG; Revision for Unaddressed Request for Free Legal Aid: The individual claimed that their application for free legal aid had been overlooked in the earlier ruling. The tribunal acknowledged that a revision ground was evident, accepted the request, and decided to grant free legal assistance for the prior case, while also stipulating that the individual would be responsible for reimbursement to the court if financially capable in the future. Additionally, the tribunal ordered compensation for the legal representative from the court funds.
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KI-generiertThe revision request was granted based on this provision, suggesting a ground for revision was met.
Cited when granting legal aid, indicating a reservation regarding future reimbursement obligations.
Applied in the dispositive to waive court fees for the revision proceedings.
Applied to award a party indemnity to the petitioner from the court treasury.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
8F_6/2017
Urteil vom 14. Juni 2017
I. sozialrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Maillard, Präsident,
Bundesrichter Frésard, Bundesrichterin Heine,
Gerichtsschreiberin Polla.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Werner Bodenmann,
Gesuchstellerin,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Brauerstrasse 54, 9016 St. Gallen,
Gesuchsgegnerin.
Gegenstand
Invalidenversicherung,
Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts 8C_5/2017 vom 11. April 2017.
In Erwägung,
dass A.________ mit Urteil des Bundesgerichts vom 11. April 2017 keine unentgeltliche Rechtpflege zugesprochen wurde,
dass sie mit Eingabe vom 1. Mai 2017 geltend machen lässt, ihr Antrag auf Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege sei unberücksichtigt geblieben,
dass sie ein entsprechendes Gesuch in ihrer Vernehmlassung vom 21. Februar 2017 gestellt hat, womit ein Revisionsgrund offensichtlich gegeben ist,
dass dem Revisionsgesuch gestützt auf Art. 121 lit. c BGG stattzugeben und die unentgeltliche Rechtspflege für das Verfahren 8C_5/2017 zu gewähren ist,
dass indessen ausdrücklich auf Art. 64 Abs. 4 BGG aufmerksam gemacht wird, wonach die begünstigte Partei der Bundesgerichtskasse Ersatz zu leisten haben wird, wenn sie später dazu im Stande ist,
dass für das Revisionsverfahren umständehalber keine Gerichtskosten zu erheben sind ( Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG ),
dass der Gesuchstellerin aus der Bundesgerichtskasse eine angemessene Parteientschädigung auszurichten ist ( Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG ),
Demnach erkennt das Bundesgericht:
1. Das Revisionsgesuch wird gutgeheissen.
2. Das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts vom 11. April 2017 (8C_5/2017) wird insoweit abgeändert, als dessen Dispositiv-Ziffer 2 wie folgt ergänzt wird: "Sie werden indes vorläufig auf die Bundesgerichtskasse genommen." Das Urteil wird ausserdem dahin ergänzt, dass zufolge Gewährung der unentgeltlichen Verbeiständung Rechtsanwalt Werner Bodenmann für das Verfahren vor dem Bundesgericht aus der Gerichtskasse eine Entschädigung von Fr. 2'800.- ausgerichtet wird.
3. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
4. Der Gesuchstellerin wird für das Revisionsverfahren eine Parteientschädigung von Fr. 500.- aus der Bundesgerichtskasse ausgerichtet.
5. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 14. Juni 2017
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Maillard
Die Gerichtsschreiberin: Polla