Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
8C_806/2014 KI-generiert

Appeal on Social Assistance Suspension Interlocutory Decision Inadmissibility

Geschäftsnummer 8C_806/2014
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves a dispute concerning social assistance payments, where an individual challenged a decision made by a local social welfare authority to suspend benefits. Following a previous appeal, the higher court partly granted the individual's request to reinstate social assistance but imposed a condition requiring the individual to engage in a daily work program. The individual subsequently filed a further complaint to the Federal Tribunal against this recent ruling, specifically contesting the imposed work requirement and the authority's provisions for future decisions regarding benefit suspension. The tribunal considered whether the complaint was admissible, particularly in terms of the individual's standing to appeal against the interim decision, and ultimately ruled not to proceed with the complaint.

Legislator-Regeste

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Art. 29 Abs. 1 BGG, Art. 93 BGG, Art. 93 Abs. 1 BGG, Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 42 Abs. 2 Satz; Appeal on Social Assistance Suspension Interlocutory Decision Inadmissibility: Following a previous appeal, the higher court partly granted the individual's request to reinstate social assistance but imposed a condition requiring the individual to engage in a daily work program. The individual subsequently filed a further complaint to the Federal Tribunal against this recent ruling, specifically contesting the imposed work requirement and the authority's provisions for future decisions regarding benefit suspension. The tribunal considered whether the complaint was admissible, particularly in terms of the individual's standing to appeal against the interim decision, and ultimately ruled not to proceed with the complaint.

Schlagwörter

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Sozialhilfe (Prozessvoraussetzung) Einstellung der Leistungen Zwischenentscheid Sozialhilfe gesetzliche Voraussetzungen Anfechtbarkeit des Rückweisungsentscheids Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG

The appeal was declared inadmissible based on the conditions for simplified procedure when not entering a decision.

Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG

Applied to waive the collection of court costs due to the circumstances of the case.

Art. 93 BGG

Cited as the basis for classifying a part of the cantonal decision as an interlocutory decision which could only be independently challenged under specific conditions.

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Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (7)

8C_251/2021 (2021-04-14)
Appeal against Mandatory Employment Program Inadmissible as Interlocutory Decision
«…Art. 93 Abs. 1 BGG selbstständig angefochten werden kann (statt vieler: Urteile 8C_861/2017 vom 13. Dezember 2017 und 8C_806/2014 vom 17. November 2014), dass Derartiges weder dargetan noch offensichtlich ist (zur diesbezüglichen Begründungspflicht:…»
8C_31/2021 (2021-02-08)
Federal Supreme Court Declines Appeal on Interlocutory Order Regarding Disability Benefit Reporting Requirement
«…setzungen von Art. 93 Abs. 1 BGG selbstständig angefochten werden kann (Urteile 8C_861/2017 vom 13. Dezember 2017 und 8C_806/2014 vom 17. November 2014), dass die Zulässigkeit der Beschwerde somit - alternativ - voraussetzt, dass der Entscheid einen…»
8C_731/2020 (2020-11-30)
Social Services Instruction Challenge Dismissed as Non-Appealable Interlocutory Decision
«…Art. 93 Abs. 1 BGG selbstständig angefochten werden kann (statt vieler: Urteile 8C_861/2017 vom 13. Dezember 2017 und 8C_806/2014 vom 17. November 2014), dass die Zulässigkeit der Beschwerde somit - alternativ - voraussetzt, dass der Entscheid einen…»
8C_251/2020 (2020-05-26)
Social Assistance Conditions Appeal Inadmissibility
«…Art. 93 Abs. 1 BGG selbstständig angefochten werden kann (statt vieler: Urteile 8C_861/2017 vom 13. Dezember 2017 und 8C_806/2014 vom 17. November 2014), dass die Zulässigkeit der Beschwerde somit - alternativ - voraussetzt, dass der Entscheid einen…»
8C_857/2018 (2019-01-10)
Swiss Federal Supreme Court Dismisses Appeal Against Day Labor Program Order as Interlocutory Decision
«…setzungen von Art. 93 Abs. 1 BGG selbstständig angefochten werden kann (Urteile 8C_861/2017 vom 13. Dezember 2017 und 8C_806/2014 vom 17. November 2014), dass die Zulässigkeit der Beschwerde somit - alternativ - voraussetzt, dass der Entscheid einen…»
8C_686/2017 (2017-10-04)
Social Assistance Recipient v. Cantonal Administrative Court (Interlocutory Decision on Welfare Instructions)
«…u siehe etwa Urteile 8C_489/2017 vom 28. Juli 2017, 8C_844/2015 vom 22. Januar 2016, 8C_2/2015 vom 30. Januar 2015 oder 8C_806/2014 vom 17. November 2014, je mit Hinweisen), dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf…»
8C_855/2014 (2015-02-25)
Social Assistance Recipients' Appeal Regarding Interim Legal Fee Compensation Inadmissible
«…1 S. 329; 136 IV 92 E. 4 S. 95; 134 III 426 E. 1.2 in fine S. 429; 133 III 629 E. 2.3.1 S. 632; vgl. auch Urteile 8C_806/2014 vom 17. November 2014, 8C_617/2014 vom 8. September 2014 und 8C_114/2014 vom 11. Februar 2014). 3.2. Die Voraussetzung…»

Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

8C_806/2014 {T 0/2}

Urteil vom 17. November 2014

I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Leuzinger, Präsidentin,

Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Sozialhilfebehörde der Stadt Schaffhausen , Oberstadt 23, 8200 Schaffhausen,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Sozialhilfe (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts

des Kantons Schaffhausen vom 3. Oktober 2014.

Nach Einsicht

in den Entscheid des Obergerichts des Kantons Schaffhausen vom 3. Oktober 2014, mit welchem in teilweiser Gutheissung einer Be-schwerde des A.________ der Beschluss der Sozialhilfebehörde der Stadt Schaffhausen vom 5. Juni 2013 und der Rekursentscheid des Departements des Innern vom 18. Dezember 2013 (betreffend Einstellung der Sozialhilfeleistungen) aufgehoben wurden (Dispositiv- Ziff. 1 Abs. 1); sodann wurde festgestellt, dass die A.________ erteilte Weisung, beim Taglohnprogramm der Stiftung Impuls tägliche Arbeitseinsätze zu leisten, zumutbar sei; für den Fall der Nichtbe-folgung der Anordnung könnten die Sozialhilfeleistungen im Umfang des Grundbedarfs und der Integrationszulage eingestellt werden; schliesslich sei die Sozialhilfebehörde befugt, A.________ eine kurze Nachfrist zum Antritt der Arbeit beim Taglohnprogramm anzusetzen; die Sozialhilfebehörde habe nach Ablauf der Frist und nach Gewährung des rechtlichen Gehörs über eine allfällige Einstellung der Sozialhilfe erneut einen anfechtbaren Beschluss zu fassen (Dispositiv-Ziff. 1 Abs. 2 und 3),

in die Eingabe vom 4. November 2014 (Poststempel), mit welcher A.________ gegen den vorgenannten Entscheid Beschwerde an das Bundesgericht erhebt,

in Erwägung,

dass das Bundesgericht seine Zuständigkeit und die Eintretens-voraussetzungen von Amtes wegen und mit freier Kognition prüft ( Art. 29 Abs. 1 BGG ; vgl. BGE 135 III 1 E. 1.1 S. 3 mit Hinweisen),

dass vorliegend die Frage, ob der Beschwerdeführer mit Bezug auf die vorinstanzliche Gutheissung seiner Beschwerde (betreffend Aufhe-bung der Einstellung der Sozialhilfeleistungen; Dispositiv-Ziff. 1 Abs. 1 des angefochtenen Entscheides) beschwert ist bzw. ob er diesbezüglich ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Urteils hat, andernfalls auf das Rechtsmittel infolge fehlender Beschwerdebefugnis nicht einzutreten wäre (s. Art. 89 Abs. 1 BGG), offen bleiben kann, weil sich die Beschwerde aus andern Gründen ohnehin als unzulässig erweist, wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen ergibt,

dass der kantonale Entscheid, soweit er der Sozialhilfebehörde unter Bejahung der Zumutbarkeit des Taglohnprogramms die Möglichkeit einer Fristansetzung einräumt und sie auf die hernach möglichen Vorgehensweisen hinweist (Dispositiv-Ziff. 1 Abs. 2 und Abs. 3 des angefochtenen Entscheides), einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG darstellt, der nur unter den Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 BGG selbstständig angefochten werden kann ( BGE 133 V 477 E. 4.2 S. 481),

dass insoweit die Zulässigkeit der Beschwerde - alternativ - voraussetzt, dass der Entscheid einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann ( Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG ) oder dass die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde ( Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG ),

dass, weil Zwischenentscheide nur ausnahmsweise beim Bundesgericht angefochten werden können, es dem Beschwerdeführer oder der Beschwerdeführerin obliegt darzutun, dass die Eintretensvoraussetzungen von Art. 93 BGG erfüllt sind (vgl. BGE 133 III 629 E. 2.3.1 S. 632 mit Hinweis),

dass der Beschwerdeführer in keiner Weise darlegt, inwiefern ihm durch den angefochtenen Zwischenentscheid ein nicht wieder gutzumachender Nachteil droht (vgl. dazu auch BGE 133 V 477 E. 5.2 und 5.2.2 S. 483) oder durch die Gutheissung der Beschwerde sofort ein Endentscheid herbeigeführt und damit ein bedeutender Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren erspart werden könnte (zum Erfordernis der rechtsgenüglichen Begründung vgl. Art. 42 Abs. 2 Satz 1 BGG ; siehe dazu statt vieler: Urteil 8C_114/2014 vom 11. Februar 2014 mit Hinweisen; Laurent Merz, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl. 2011, N. 76 zu Art. 42 BGG ),

dass auch nicht ersichtlich ist, inwiefern eine der beiden Tatbestandsvoraussetzungen gemäss Art. 93 Abs. 1 BGG erfüllt sein könnte (vgl. dazu Urteil 8C_517/2014 vom 17. Juli 2014 mit weiteren Hinweisen), weshalb eine selbstständige Anfechtung des vorinstanzlichen Zwischenentscheides entfällt (vgl. auch BGE 139 V 99 mit Hinweisen),

dass im Übrigen den Parteien nach Massgabe des Art. 93 Abs. 3 BGG die Beschwerde gegen den Endentscheid offen stehen wird,

dass sich demzufolge die Beschwerde als offensichtlich unzulässig erweist, weshalb auf sie in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG nicht eingetreten werden kann,

dass es sich vorliegend rechtfertigt, von der Erhebung von Gerichtskosten für das bundesgerichtliche Verfahren umständehalber abzusehen ( Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG ),

dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,

erkennt die Präsidentin:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Schaffhausen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 17. November 2014

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Leuzinger

Der Gerichtsschreiber: Batz