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8C_80/2024 KI-generiert

Invalidity insurance: Helplessness allowance and intensive-care supplement for minor with ataxia—whether severe helplessness and daily four-hour care threshold were proven despite on-site assessment report.

Geschäftsnummer 8C_80/2024
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage keine Kosten erhoben

Legislator-Zusammenfassung

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The Swiss Federal Supreme Court (IV. public-law division) declined to enter into the merits of the appeal (no entry, Nichteintreten) and dismissed it, upholding the lower court’s decision; no court costs were imposed, and the request for free legal aid became moot. The appellant, represented by her mother, challenged a cantonal court ruling that confirmed an invalidity insurance decision granting a medium-grade helplessness allowance for 1 December 2019 to 30 April 2020 but denying an intensive-care supplement for 1 December 2019 to 1 May 2024. The dispute turned on whether severe helplessness began only in spring 2020 (with onset of ataxia) and whether the required invalid-related extra care of at least four hours daily (Art. 39 para. 1 IVV) was proven; the court relied on an on-site assessment report of 9 January 2023. The Supreme Court held that the appellant’s submissions amounted to impermissible appellate criticism—merely recounting the mother’s view of the illness and care needs without demonstrating that the factual findings were obviously wrong (arbitrary, Art. 97 BGG) or that legal norms were violated (Art. 95 BGG, Art. 42 BGG)—so the appeal did not meet the statutory substantiation requirements (Art. 108 para. 1 lit. b BGG). The cantonal judgment therefore remains in force.

Legislator-Regeste

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Art. 95 BGG, Art. 97 Abs. 1 BGG, Art. 39 Abs. 1 IVV, Art. 95 lit. a-e BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 66 Abs. 1 Satz; Invalidity insurance: Helplessness allowance and intensive-care supplement for minor with ataxia—whether severe helplessness and daily four-hour care threshold were proven despite on-site assessment report: public-law division) declined to enter into the merits of the appeal (no entry, Nichteintreten) and dismissed it, upholding the lower court’s decision; no court costs were imposed, and the request for free legal aid became moot. The appellant, represented by her mother, challenged a cantonal court ruling that confirmed an invalidity insurance decision granting a medium-grade helplessness allowance for 1 December 2019 to 30 April 2020 but denying an intensive-care supplement for 1 December 2019 to 1 May 2024. The dispute turned on whether severe helplessness began only in spring 2020 (with onset of ataxia) and whether the required invalid-related extra care of at least four hours daily (Art. 39 para. 1 IVV) was proven; the court relied on an on-site assessment report of 9 January 2023. The Supreme Court held that the appellant’s submissions amounted to impermissible appellate criticism—merely recounting the mother’s view of the illness and care needs without demonstrating that the factual findings were obviously wrong (arbitrary, Art. 97 BGG) or that legal norms were violated (Art. 95 BGG, Art. 42 BGG)—so the appeal did not meet the statutory substantiation requirements (Art. 108 para. 1 lit. b BGG). The cantonal judgment therefore remains in force.

Schlagwörter

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Invalidenversicherung (Prozessvoraussetzung) Intensivpflegezuschlag Mindesttaggeld Hilflosenentschädigung Invaliditätsversicherung Entscheidungen auf medizinischem Gebiet medizinische Arbeitsunfähigkeit

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

Main ground for the decision: the appeal was not entered upon due to insufficient substantiation.

Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG

Applied to exceptionally waive court costs.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

8C_80/2024

Urteil vom 1. März 2024

IV. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Wirthlin, Präsident,

Gerichtsschreiber Grünvogel.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

handelnd durch ihre Mutter B.________,

Beschwerdeführerin,

*gegen*

IV-Stelle Bern,

Scheibenstrasse 70, 3014 Bern,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Invalidenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Dezember 2023

(200 23 303 IV).

Erwägungen:

1. Nach

Art. 95 BGG

kann mit der Beschwerde nebst anderem die Verletzung von Bundesrecht gerügt werden (lit. a), die Feststellung des Sachverhalts demgegenüber nur, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von

Art. 95 BGG

beruht und wenn die Behebung des Mangels für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (

Art. 97 Abs. 1 BGG

). Gemäss

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG

hat die Beschwerde unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten, wobei in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Dabei ist konkret auf die für das Ergebnis des angefochtenen Urteils massgeblichen Erwägungen einzugehen und im Einzelnen zu zeigen, welche Vorschriften von der Vorinstanz weshalb verletzt worden sind (

BGE 134 V 53

E. 3.3 und 133 IV 286 E. 1.4). Die blosse Wiedergabe der eigenen Sichtweise oder einfach zu behaupten, der angefochtene Gerichtsentscheid sei falsch, genügt nicht (vgl. zur unzulässigen appellatorischen Kritik:

BGE 148 IV 205

E. 2.6;

144 V 50

E. 4.2;

137 V 57

E. 1.3 und 136 I 65 E. 1.3.1).

2. Das kantonale Gericht bestätigte mit Urteil vom 20. Dezember 2023 die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 17. März 2023 unter anderem insoweit, als darin für die Zeit vom 1. Dezember 2019 bis 30. April 2020 eine Hilflosenentschädigung wegen Hilflosigkeit mittleren Grades zugesprochen und ein Anspruch auf einen Intensivpflegezuschlag für die Zeit vom 1. Dezember 2019 bis 1. Mai 2024 verneint wurde. Dazu erwog es, erst mit Auftreten der Ataxie im Frühjahr 2020 könne von einer schweren Hilflosigkeit ausgegangen werden; der zur Ausrichtung eines Intensivpflegezuschlags geforderte invaliditätsbedingte zusätzliche Betreuungsaufwand von täglich durchschnittlich mindestens vier Stunden (

Art. 39 Abs. 1 IVV

) sei nicht ausgewiesen. Dabei stellte es in Auseinandersetzung mit den Parteivorbringen massgeblich auf die von der Beschwerdegegnerin eingeholten Abklärungsberichte vor Ort vom 9. Januar 2023 ab. Allein dagegen richtet sich die vorliegende Beschwerde.

3. Die Beschwerdeführerin zeigt nicht auf, inwieweit die von der Vorinstanz (zur Lebensverrichtung "Aufstehen, Absitzen, Abliegen" bis Frühjahr 2020 und zum Betreuungsaufwand für den gesamten Zeitraum) getroffenen Sachverhaltsfeststellungen offensichtlich unrichtig (vgl.

Art. 97 Abs. 1 BGG

) - mithin willkürlich (

BGE 146 IV 88

E. 1.3.1 f. und 140 III 115 E. 2; je mit Hinweisen) - oder sonstwie bundesrechtswidrig sein sollen. Ebenso wenig tut sie dar, weshalb die darauf beruhenden Erwägungen gegen Bundesrecht verstossen oder einen anderen Beschwerdegrund (vgl.

Art. 95 lit. a-e BGG

) gesetzt haben könnten. Allein das Krankheitsbild und den Betreuungsaufwand aus Wahrnehmung der Mutter zu schildern, reicht nicht aus. Inwiefern deswegen die Beweiskraft des Abklärungsberichts herabgesetzt sein soll, ist damit nicht dargelegt. Ebenso wenig wird damit gezeigt, weshalb die vorinstanzlichen Ausführungen zu den in den einzelnen Abklärungsbereichen maximal anrechenbaren Zeitaufwänden rechtsfehlerhaft sein sollen.

4. Da die Vorbringen der Beschwerdeführerin insgesamt offensichtlich nicht über eine letztinstanzlich unzulässige appellatorische Kritik hinausgehen, führt dies zu einem Nichteintreten auf das Rechtsmittel im vereinfachten Verfahren nach

Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

.

5. In Anwendung von

Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG

wird ausnahmsweise auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet.

Damit wird das mit der Beschwerdeerhebung sinngemäss gestellte Gesuch um unentgeltliche Prozessführung gegenstandslos.

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 1. März 2024

Im Namen der IV. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Wirthlin

Der Gerichtsschreiber: Grünvogel