Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
8C_779/2019 KI-generiert

Social Welfare Recipient's Challenge to Mandatory Household Merger Premature

Geschäftsnummer 8C_779/2019
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves a legal dispute over a social welfare directive issued by the Social Welfare Authority, which instructed a woman and her two children to consolidate their household with the children's father by April 1, 2019. The directive did not involve an immediate reduction or denial of social welfare assistance but was challenged for its validity. The woman, represented by a legal advisory service for foreigners, contested the decision before the Administrative Court of the Canton of Graubünden, which led to an appeal being filed on November 18, 2019, against the court's decision from October 1, 2019. The legal proceedings are focused on whether this interim decision can be appealed independently under certain conditions defined by Swiss legal statutes.

Legislator-Regeste

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Art. 93 BGG, Art. 93 Abs. 1 BGG, Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 93 Abs. 3 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG; Social Welfare Recipient's Challenge to Mandatory Household Merger Premature: The directive did not involve an immediate reduction or denial of social welfare assistance but was challenged for its validity. The woman, represented by a legal advisory service for foreigners, contested the decision before the Administrative Court of the Canton of Graubünden, which led to an appeal being filed on November 18, 2019, against the court's decision from October 1, 2019. The legal proceedings are focused on whether this interim decision can be appealed independently under certain conditions defined by Swiss legal statutes.

Schlagwörter

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Sozialhilfe (Prozessvoraussetzung) Anfechtung von Zwischenentscheiden Sozialhilfe Pflichtleistung nicht wiedergutzumachender Nachteil Leistungskürzung sozialversicherungsrechtliche Streitigkeit

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG

The appeal was dismissed in the simplified procedure because the decision was an interlocutory one not meeting the criteria for immediate appeal.

Art. 64 Abs. 1 BGG

Used to reject the request for free legal aid due to the hopeless nature of the appeal.

Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG

Used to waive the collection of court fees as an exception.

Art. 93 Abs. 3 BGG

Cited in the reasoning to confirm that the appellant retains the right to appeal against the final decision on benefit reduction.

Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG

Cited in the reasoning to establish that the interlocutory decision did not cause irreparable harm, which is a condition for appealability under this article.

Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG

Cited in the reasoning to establish that the interlocutory decision did not meet the condition that allowing the appeal would immediately lead to a final decision saving significant time or cost.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

8C_779/2019

Urteil vom 28. November 2019

I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Maillard, Präsident,

Gerichtsschreiber Grünvogel.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

vertreten durch BUCOFRAS,

Juristische Beratung für Ausländer,

Beschwerdeführerin,

gegen

Stadt Chur,

Rathaus, 7000 Chur,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Sozialhilfe (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubündenvom 1. Oktober 2019 (U 19 54).

Nach Einsicht

in die Beschwerde vom 18. November 2019 gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden vom 1. Oktober 2019,

in Erwägung,

dass im angefochtenen Entscheid allein die Frage zur Diskussion stand, ob die von der Sozialhilfebehörde im Leistungsentscheid vom 5. Dezember 2018 getroffene Weisung, den aus der Leistungsansprecherin und ihren beiden Kindern bestehenden Dreipersonenhaushalt mit jenem des Vaters der Kinder bis spätestens am 1. April 2019 zusammen zu legen, zulässig sei,

dass mit dieser Weisung keine unmittelbar erfolgte Kürzung oder Verweigerung der Sozialhilfeunterstützung einhergeht,

dass es sich daher bei diesem Entscheid um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG handelt ( BGE 133 V 477 E. 4.2 und 4.3 S. 481 f.; 133 V 645 E. 2.1 S. 647), der nur unter den Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 BGG selbstständig angefochten werden kann (Urteil 8C_857/2018 vom 10. Januar 2019 mit Hinweisen),

dass die Zulässigkeit der Beschwerde somit - alternativ - voraussetzt, dass der Entscheid einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann ( Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG ) oder dass die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde ( Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG ),

dass ein Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG erst irreparabel ist, wenn er nicht später mit einem günstigen Endurteil in der Sache behoben werden könnte ( BGE 137 III 522 E. 1.3 S. 525 mit Hinweisen),

dass weder solches behauptet noch ohne weiteres ersichtlich ist,

dass der Beschwerdeführerin die Beschwerde gegen den Leistungskürzungsentscheid dannzumal offenstehen wird ( Art. 93 Abs. 3 BGG ; statt vieler erneut das Urteil 8C_857/2018 vom 10. Januar 2019 mit Hinweisen),

dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist,

dass dabei das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wegen aussichtsloser Beschwerdeführung gemäss Art. 64 Abs. 1 BGG abzuweisen ist,

dass indessen in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG ausnahmsweise auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet werden kann,

erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden, 3. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 28. November 2019

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Maillard

Der Gerichtsschreiber: Grünvogel