Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
8C_755/2021 KI-generiert

Social assistance work-integration program conditions as interlocutory order: irreparable harm required for separate appeal under Art. 93 BGG.

Geschäftsnummer 8C_755/2021
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage keine Kosten erhoben

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The Swiss Federal Court (Bundesgericht) dismissed the appeal as inadmissible, ruling in favor of the respondent municipality; the lower court's decision thus stands. The appellant had challenged a cantonal administrative decision imposing conditions and directives to participate in a work and integration program under cantonal social assistance law. The Court held that this was an interlocutory decision under Art. 93 BGG, not a final ruling on benefits, as no immediate reduction or refusal of social assistance occurred; the appellant failed to show irreparable harm (Art. 93(1)(a) BGG) or that the appeal would save significant time or costs (Art. 93(1)(b) BGG). The request for free legal aid was denied due to the appeal's lack of merit (Art. 64(1) BGG), but no court costs were imposed (Art. 66(1) BGG). The appellant remains free to challenge any future benefit reduction decision.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 93 BGG, Art. 93 Abs. 1 BGG, Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 93 Abs. 3 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG; Social assistance work-integration program conditions as interlocutory order: irreparable harm required for separate appeal under Art. 93 BGG: The appellant had challenged a cantonal administrative decision imposing conditions and directives to participate in a work and integration program under cantonal social assistance law. The Court held that this was an interlocutory decision under Art. 93 BGG, not a final ruling on benefits, as no immediate reduction or refusal of social assistance occurred; the appellant failed to show irreparable harm (Art. 93(1)(a) BGG) or that the appeal would save significant time or costs (Art. 93(1)(b) BGG). The request for free legal aid was denied due to the appeal's lack of merit (Art. 64(1) BGG), but no court costs were imposed (Art. 66(1) BGG). The appellant remains free to challenge any future benefit reduction decision.

Schlagwörter

KI-generiert
Sozialhilfe (Prozessvoraussetzung) Zwischenentscheid Sozialhilfebezüger Leistungskürzung Vorentscheid Teilnahme am sozialen Leben triftige Gründe

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 93 BGG

Used to declare the appeal inadmissible because it was against an interlocutory decision that did not cause irreparable harm.

Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG

Used to dismiss the appeal in simplified procedure as manifestly inadmissible.

Art. 64 Abs. 1 BGG

Used to deny the request for free legal aid because the appeal was without merit.

Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG

Used as the exceptional basis to waive court costs.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (5)

U 2022 61 (2022-12-08) · gr
Social Assistance Recipient v. Social Assistance Authority (COVID-19 Risk and Employment Program Refusal)
«…- 11 - 32. Auf die gegen den Entscheid U 20 46 erhobene Beschwerde trat das Bun- desgericht mit Urteil 8C_755/2021 vom 12. Juli 2022 nicht ein. 33. Die gegen das Urteil U 20 92 erhobene Beschwerde hiess das Bundesge- richt…»
U 2022 61 (2022-12-08) · gr
Municipality Social Assistance Reimbursement and Transitional Support Appeal
«…einzutreten. 32. Auf die gegen den Entscheid U 20 46 erhobene Beschwerde trat das Bundesgericht mit Urteil 8C_755/2021 vom 12. Juli 2022 nicht ein. 33. Die gegen das Urteil U 20 92 erhobene Beschwerde hiess das Bundesgericht m…»
8C_751/2021 (2022-07-12)
Social Assistance Recipient v. Municipality (Lack of Authorization to Appeal)
«…das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden U 20 92 vom 30. September 2021 mit dem Beschwerdeverfahren 8C_755/2021 gegen den gleichentags ergangenen Entscheid des Verwaltungsgerichts U 20 46. 1.1. Das Bundesgericht vereinigt mehrere…»
U 2020 46 (2021-09-30) · gr
Administrative Appeal Dismissed as Moot Following Suspension of Employment Program Obligation
«…itteilungen] Auf die an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde mit Urteil vom 12. Juli 2022 nicht eingetreten (8C_755/2021).…»
U 2020 46 (2021-09-30) · gr
Appeal Against Compulsory Work Program for Social Assistance Recipient During COVID-19 Pandemic
«…itteilungen] Auf die an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde mit Urteil vom 12. Juli 2022 nicht eingetreten (8C_755/2021).…»

Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

8C_755/2021

Urteil vom 12. Juli 2022

I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Maillard, als Einzelrichter,

Gerichtsschreiberin Kopp Käch.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

handelnd durch B.________, und diese vertreten

durch Rechtsanwalt Dr. Albert Rüttimann,

Beschwerdeführer,

gegen

Gemeinde Jenaz,

Feldweg 19, 7233 Jenaz,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Sozialhilfe (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden

vom 30. September 2021 (U 20 46).

Nach Einsicht

in die Beschwerde vom 11. November 2021 (Poststempel) gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden vom 30. September 2021,

in Erwägung,

dass der angefochtene Entscheid gestützt auf kantonales Recht erlassene Auflagen und Weisungen an den Beschwerdeführer zur Teilnahme an einem Arbeits- und Integrationsprogramm zum Gegenstand hat,

dass mit diesen Auflagen und Weisungen keine unmittelbar erfolgte Kürzung oder Verweigerung der Sozialhilfeunterstützung einhergeht,

dass es sich daher bei diesem Entscheid um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG handelt, der nur unter den Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 BGG selbstständig angefochten werden kann (vgl. BGE 146 I 62 E. 5.2 mit Hinweisen; Näheres dazu statt vieler: Urteil 8C_251/2020 vom 26. Mai 2020),

dass die Zulässigkeit der Beschwerde somit - alternativ - voraussetzt, dass der Entscheid einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann ( Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG ) oder dass die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde ( Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG ),

dass ein Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG erst irreparabel ist, wenn er nicht später mit einem günstigen Endurteil in der Sache behoben werden könnte ( BGE 137 III 522 E. 1.3 mit Hinweisen),

dass Derartiges weder dargetan noch offensichtlich ist (zur diesbezüglichen Begründungspflicht: BGE 141 III 80 E. 1.2; 141 IV 289 E. 1.3; je mit Hinweisen),

dass dem Beschwerdeführer die Beschwerdeerhebung gegen den Leistungskürzungsentscheid offensteht ( Art. 93 Abs. 3 BGG ; statt vieler: Urteil 8C_574/2021 vom 16. September 2021), was er ja bereits getan hat,

dass sich die Beschwerde demzufolge als offensichtlich unzulässig erweist, weshalb sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG erledigt wird,

dass das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wegen aussichtsloser Beschwerdeführung abzuweisen ist ( Art. 64 Abs. 1 BGG ),

dass indessen in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG ausnahmsweise auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet werden kann,

erkennt der Einzelrichter:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden, 2. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 12. Juli 2022

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Maillard

Die Gerichtsschreiberin: Kopp Käch