Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
8C_752/2015 KI-generiert

Unemployment insurance reimbursement waiver; inadmissible appeal for failure to comply with statutory minimum requirements (no formal requests, no engagement with lower court's reasoning on good faith), with post-deadline submissions unable to cure defect.

Geschäftsnummer 8C_752/2015
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage keine Kosten erhoben

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The Swiss Federal Supreme Court (Bundesgericht) declared the appellant's appeal inadmissible, upholding the decision of the Cantonal Court of Bern, which remains in force. The appeal concerned a dispute in unemployment insurance law (Arbeitslosenversicherung) regarding the refusal to waive a reimbursement (Rückerstattung) of benefits. The Court held that the appellant's filing of 14 October 2015 failed to meet the minimum procedural requirements of Article 42 (1) and (2) of the Federal Supreme Court Act (BGG) because it contained no formal requests (Begehren) and did not engage with the lower court's reasoning on the prerequisite of good faith for a waiver. As the subsequent submissions of 26 October 2015 were filed after the appeal deadline (Article 100 (1) BGG), they could not cure the defect. Under Article 108 (1) lit. b BGG, the appeal was dismissed as clearly inadmissible, and no court costs were imposed (Article 66 (1) sentence 2 BGG).

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 97 Abs. 1 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 100 Abs. 1 BGG, Art. 66 Abs. 1 Satz, Art. 108 Abs. 1 BGG, Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG; Unemployment insurance reimbursement waiver; inadmissible appeal for failure to comply with statutory minimum requirements (no formal requests, no engagement with lower court's reasoning on good faith), with post-deadline submissions unable to cure defect: The appeal concerned a dispute in unemployment insurance law (Arbeitslosenversicherung) regarding the refusal to waive a reimbursement (Rückerstattung) of benefits. The Court held that the appellant's filing of 14 October 2015 failed to meet the minimum procedural requirements of Article 42 (1) and (2) of the Federal Supreme Court Act (BGG) because it contained no formal requests (Begehren) and did not engage with the lower court's reasoning on the prerequisite of good faith for a waiver. As the subsequent submissions of 26 October 2015 were filed after the appeal deadline (Article 100 (1) BGG), they could not cure the defect. Under Article 108 (1) lit. b BGG, the appeal was dismissed as clearly inadmissible, and no court costs were imposed (Article 66 (1) sentence 2 BGG).

Schlagwörter

KI-generiert
Arbeitslosenversicherung (Prozessvoraussetzung) Versicherungsleistung der Arbeitslosenversicherung formeller Verfahrensmangel Treu und Glauben Arbeitslosigkeit Sachmangel Sozialversicherungsverfahren

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

Used to declare the appeal inadmissible due to failure to meet minimum procedural requirements.

Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG

Used to waive court costs in the circumstances.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

8C_752/2015

Urteil vom 29. Oktober 2015

I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Leuzinger, Präsidentin,

Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführerin,

gegen

beco Berner Wirtschaft, Arbeitsvermittlung, Rechtsdienst, Lagerhausweg 10, 3018 Bern,

Beschwerdegegner.

Gegenstand

Arbeitslosenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. September 2015.

Nach Einsicht

in die Beschwerde vom 14. Oktober 2015 (Poststempel) gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, vom 2. September 2015,

in Erwägung,

dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt; dies setzt namentlich voraus, dass sich die Beschwerde führende Person konkret mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzt ( BGE 140 III 86 E. 2 S. 88 und 134 II 244 E. 2.1 f. S. 245 f.),

dass die Beschwerde vom 14. Oktober 2015 diesen Mindestanforderungen offensichtlich nicht genügt, da sie kein Begehren enthält und sich die Versicherte nicht in konkreter Weise mit den Erwägungen der Vorinstanz, insbesondere bezüglich des für den Erlass der Rückerstattung vorausgesetzten guten Glaubens, auseinandersetzt und auch weder rügt noch aufzeigt, inwiefern das kantonale Gericht im Sinne von Art. 95 f. BGG Recht verletzt bzw. - soweit überhaupt beanstandet - den Sachverhalt gemäss Art. 97 Abs. 1 BGG qualifiziert unrichtig oder als auf einer Rechtsverletzung beruhend festgestellt haben sollte,

dass deshalb kein gültiges Rechtsmittel eingereicht worden ist, obwohl das Bundesgericht die Versicherte auf die Formerfordernisse von Beschwerden und die nur innert der Rechtsmittelfrist noch bestehende Verbesserungsmöglichkeit schon in früheren Verfahren ausdrücklich hingewiesen hat,

dass somit auf die - offensichtlich unzulässige - Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht eingetreten werden kann,

dass hieran die nachträglichen Eingaben der Versicherten an das beco vom 26. Oktober 2015 schon deshalb nichts ändern, weil sie nach Ablauf der Beschwerdefrist ( Art. 100 Abs. 1 BGG ) eingereicht worden sind,

dass es sich bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, von der Erhebung von Gerichtskosten für das bundesgerichtliche Verfahren umständehalber abzusehen ( Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG ),

dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,

erkennt die Präsidentin:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 29. Oktober 2015

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Leuzinger

Der Gerichtsschreiber: Batz