Appeal Dismissed for Insufficient Formal Requirements
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case before the Swiss Federal Tribunal involves a dispute concerning the eligibility for disability insurance benefits. The complainant disputed a decision by the Canton of Thurgau's disability insurance office, which had denied claims for professional measures and an invalidity pension. The case was initially reviewed by the administrative court of the Canton of Thurgau, which upheld the insurance office's decision, primarily relying on a medical assessment from the Estimed AG, MEDAS-Zug. The complainant challenged this judgment, citing differing opinions from her treating doctors and the outcomes of an integration program. However, the submissions made by the complainant to the Federal Tribunal were deemed not to meet the formal requirements, lacking specific references to legal or procedural errors in the previous ruling, resulting in the tribunal's decision not to proceed with the complaint.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 97 Abs. 1 BGG, Art. 95 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 66 Abs. 1 Satz, Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG; Appeal Dismissed for Insufficient Formal Requirements: The complainant disputed a decision by the Canton of Thurgau's disability insurance office, which had denied claims for professional measures and an invalidity pension. The case was initially reviewed by the administrative court of the Canton of Thurgau, which upheld the insurance office's decision, primarily relying on a medical assessment from the Estimed AG, MEDAS-Zug. The complainant challenged this judgment, citing differing opinions from her treating doctors and the outcomes of an integration program. However, the submissions made by the complainant to the Federal Tribunal were deemed not to meet the formal requirements, lacking specific references to legal or procedural errors in the previous ruling, resulting in the tribunal's decision not to proceed with the complaint.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertZitierte Rechtsprechung
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertUsed to dismiss the appeal because the submission failed to meet the required standards (simplified procedure).
Used to state that court costs are exceptionally waived.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
8C_747/2019
Urteil vom 4. Dezember 2019
I. sozialrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Maillard, Präsident,
Gerichtsschreiberin Berger Götz.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführerin,
gegen
IV-Stelle des Kantons Thurgau, Rechts- und Einsprachedienst, St. Gallerstrasse 11, 8500 Frauenfeld,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Invalidenversicherung (Prozessvoraussetzung),
Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 14. August 2019 (VV.2019.99).
Nach Einsicht
in die vom Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau dem Bundesgericht weitergeleitete, als "Einsprache" bezeichnete Beschwerde vom 4. November 2019 (Poststempel) der A.________ gegen den kantonalen Gerichtsentscheid vom 14. August 2019,
in die Mitteilung des Bundesgerichts vom 6. November 2019 an A.________, worin auf die gesetzlichen Formerfordernisse von Beschwerden hinsichtlich Begehren und Begründung sowie auf die nur innert der Rechtsmittelfrist noch bestehende Verbesserungsmöglichkeit hingewiesen worden ist,
in die daraufhin von A.________ am 14. November 2019eingereichte Eingabe,
in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt; dies setzt voraus, dass konkret auf die für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz eingegangen und im Einzelnen aufgezeigt wird, welche Vorschriften bzw. Rechte und weshalb sie von der Vorinstanz verletzt worden sind ( BGE 140 III 86 E. 2 S. 88 und 134 II 244 E. 2.1 f. S. 245 f.),
dass das kantonale Gericht in Auseinandersetzung mit den Parteivorbringen und in Würdigung der Akten zur Auffassung gelangte, die einen Anspruch auf berufliche Massnahmen und eine Invalidenrente verneinenden Verfügungen der IV-Stelle des Kantons Thurgau vom 18. März 2019 seien rechtens,
dass es für die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit massgeblich auf das Gutachten der Estimed AG, MEDAS-Stelle, Zug, vom 29. Oktober 2018 abstellte, wobei es sich auch mit den abweichenden Einschätzungen der behandelnden Ärzte und den gezeigten Leistungen im Rahmen des Integrationsprogrammes beim Verein B.________ auseinandersetzte,
dass die beiden Eingaben vom 4. und 14. November 2019 den inhaltlichen Mindestanforderungen offensichtlich nicht genügen, da sie zwar einen Antrag enthalten (Forderung nach Berufsberatung und beruflichen Eingliederungsmassnahmen), den Ausführungen jedoch nichts entnommen werden kann, was darauf hindeuten würde, die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen seien im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG - soweit überhaupt beanstandet - unzutreffend (unhaltbar, willkürlich; BGE 140 V 22 E. 7.3.1 S. 39; 135 II 145 E. 8.1 S. 153) oder die darauf beruhenden Erwägungen rechtsfehlerhaft (vgl. Art. 95 BGG ),
dass sich die Beschwerdeführerin mit den vorinstanzlichen Erwägungen lediglich in appellatorischer Weise befasst, indem sie sich im Wesentlichen unter Verweis auf den Abschlussbericht des Vereins B.________ auf eine eigene, von der Vorinstanz abweichende Beweiswürdigung und Einschätzung der Auswirkungen ihres Gesundheitszustandes beschränkt, was im bundesgerichtlichen Verfahren nicht ausreicht,
dass folglich im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist,
dass in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG ausnahmsweise auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,
erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 4. Dezember 2019
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Maillard
Die Gerichtsschreiberin: Berger Götz