Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
8C_597/2012 KI-generiert

Invalidity Insurance Medical Assessment Challenge Inadmissible

Geschäftsnummer 8C_597/2012
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves a complaint filed against a decision by the administrative court concerning disability insurance. The appellant contests the right of the disability insurance office to order a medical assessment, seeking to annul the previous court ruling. However, the Federal Tribunal is limited in its ability to review such interim decisions and finds that the appeal must be dismissed, ultimately holding the appellant responsible for court costs.

Legislator-Regeste

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Art. 93 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Invalidity Insurance Medical Assessment Challenge Inadmissible: The appellant contests the right of the disability insurance office to order a medical assessment, seeking to annul the previous court ruling. However, the Federal Tribunal is limited in its ability to review such interim decisions and finds that the appeal must be dismissed, ultimately holding the appellant responsible for court costs.

Schlagwörter

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Invalidenversicherung (Prozessvoraussetzung) Invalidenversicherung medizinisches Gutachten Anfechtung von Verwaltungsverfügungen Beweiswürdigung ungenügende medizinische Abklärung Zulässige Gründe

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG

The appeal was not entertained under the simplified procedure because it concerned a non-appealable interim decision.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The appellant was ordered to bear the court costs due to the outcome of the procedure.

Art. 93 BGG

This provision was cited to establish that the cantonal decision, being an interim decision, was only appealable under specific conditions for such decisions.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

8C_597/2012

Urteil vom 3. September 2012

I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Ursprung, Präsident,

Gerichtsschreiberin Riedi Hunold.

Verfahrensbeteiligte

G.________,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Dieter Kehl,

Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle des Kantons Thurgau,

St. Gallerstrasse 13, 8500 Frauenfeld,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Invalidenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 23. Mai 2012.

Nach Einsicht

in die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 10. August 2012, welche G.________ gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 23. Mai 2012 erheben und beantragen liess, es seien der vorinstanzliche Entscheid aufzuheben und festzustellen, dass die IV-Stelle des Kantons Thurgau nicht berechtigt sei, ein medizinisches Gutachten anzuordnen,

in Erwägung,

dass das Bundesgericht von Amtes wegen und mit freier Kognition prüft, ob ein Rechtsmittel zulässig ist ( BGE 135 III 1 E. 1.1 S. 3 mit Hinweisen),

dass die IV-Stelle bei Uneinigkeit eine Expertise in der Form einer beim kantonalen Sozialversicherungsgericht (bzw. Bundesverwaltungsgericht) anfechtbaren Zwischenverfügung anzuordnen hat ( BGE 137 V 210 E. 3.4.2.6 S. 256),

dass hier die Qualifikation des angefochtenen Gerichtsentscheids als Zwischenentscheid der Rechtsnatur des Anfechtungsobjekts im kantonalen Prozess folgt ( BGE 138 V 271 E. 2.1 S. 277) und es sich bei der von der IV-Stelle am 8. Dezember 2011 erlassenen Anordnung einer polydisziplinären Abklärung durch die MEDAS um eine Zwischenverfügung handelt (vgl. BGE 138 V 271 E. 1.2.1 S. 275),

dass der vorinstanzliche Entscheid somit nur unter den für den Weiterzug von Vor- und Zwischenentscheiden geltenden Voraussetzungen anfechtbar ist ( Art. 93 BGG ; vgl. BGE 133 V 477 E. 4.1.3 S. 481; vgl. statt vieler auch Urteil 8C_360/2012 vom 13. Juni 2012 mit weiteren Hinweisen),

dass nach BGE 138 V 271 kantonale Entscheide und solche des Bundesverwaltungsgerichts über Beschwerden gegen Verfügungen der IV-Stellen betreffend die Einholung von medizinischen Gutachten - auch mit Blick auf die Verfahrensgrundrechte nach BV und EMRK ( BGE 138 V 271 E. 3.1 S. 278 mit Hinweisen) - nicht an das Bundesgericht weiterziehbar sind, soweit nicht formelle Ausstandsgründe zur Diskussion stehen ( BGE 138 V 271 E. 4 S. 280),

dass die Beschwerdeführerin vor Bundesgericht allgemein die Zulässigkeit der Einholung eines Gutachtens bestreitet und somit keinen formellen Ausstandsgrund geltend macht, sondern einen materiellen Einwand im Rahmen der Beweiswürdigung (hinreichend abgeklärter Sachverhalt) erhebt ( BGE 136 V 156 E. 3.2 S. 157 und E. 3.3 S. 158),

dass demnach auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG bei Zuständigkeit des Präsidenten nicht einzutreten ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Beschwerdeführerin die Gerichtskosten zu tragen hat ( Art. 66 Abs. 1 BGG ),

erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 300.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 3. September 2012

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Ursprung

Die Gerichtsschreiberin: Riedi Hunold