Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
8C_578/2022 KI-generiert

Federal Supreme Court Dismisses Appeal on Interlocutory Decision Regarding Welfare Housing Cost Reduction Instructions

Geschäftsnummer 8C_578/2022
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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A complaint was filed by two individuals, represented by their lawyer, against a decision by the Administrative Court of the Canton of Aargau. The case involves conditions and instructions imposed by the Social Commission of Wettingen regarding the reduction of housing costs, based on cantonal law. The instructions did not immediately result in a reduction or denial of social assistance, but anticipated a cut in eligible housing costs starting November 1, 2022, if the guidelines were not followed without valid reasons. This case relates to an interim decision under Article 93 of the Swiss Federal Supreme Court Act (BGG), which can only be independently challenged under certain conditions, such as when a non-recoverable disadvantage is demonstrated or when a decision would significantly save time or costs in extensive proceedings. The initial complaint was determined to be inadmissible by the Swiss Federal Tribunal without resulting in an immediate reduction of assistance.

Legislator-Regeste

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Art. 93 BGG, Art. 93 Abs. 1 BGG, Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 93 Abs. 3 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG; Federal Supreme Court Dismisses Appeal on Interlocutory Decision Regarding Welfare Housing Cost Reduction Instructions: The case involves conditions and instructions imposed by the Social Commission of Wettingen regarding the reduction of housing costs, based on cantonal law. The instructions did not immediately result in a reduction or denial of social assistance, but anticipated a cut in eligible housing costs starting November 1, 2022, if the guidelines were not followed without valid reasons. This case relates to an interim decision under Article 93 of the Swiss Federal Supreme Court Act (BGG), which can only be independently challenged under certain conditions, such as when a non-recoverable disadvantage is demonstrated or when a decision would significantly save time or costs in extensive proceedings. The initial complaint was determined to be inadmissible by the Swiss Federal Tribunal without resulting in an immediate reduction of assistance.

Schlagwörter

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Sozialhilfe (Prozessvoraussetzung) Zwischenentscheid Kürzung der Sozialhilfe Anfechtung von Verwaltungsverfügungen Sozialwohnung Herabsetzung der Verfahrenskosten Ausweisung aus einer Wohnung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG

Used to dispose of the appeal in the simplified procedure because it was manifestly inadmissible.

Art. 64 Abs. 1 BGG

Used to deny the request for legal aid due to the hopeless nature of the appeal.

Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG

Used to grant an exception and waive the collection of court costs.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

8C_578/2022

Urteil vom 13. Oktober 2022

I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Wirthlin, Präsident,

Gerichtsschreiber Grünvogel.

Verfahrensbeteiligte

A.A.________ und B.A.________,

vertreten durch Rechtsanwalt Philip Schneiter,

Beschwerdeführer,

gegen

Sozialkommission Wettingen, Alberich Zwyssigstrasse 76, 5430 Wettingen,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Sozialhilfe (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau vom 22. August 2022 (WBE.2022.101).

Nach Einsicht

in die Beschwerde vom 3. Oktober 2022 gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau vom 22. August 2022,

in Erwägung,

dass das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau nur soweit angefochten wird, als es gestützt auf kantonales Recht erlassene Auflagen und Weisungen an die Beschwerdeführer zur Reduktion der Wohnkosten zum Gegenstand hat,

dass mit diesen Auflagen und Weisungen keine unmittelbar erfolgte Kürzung oder Verweigerung der Sozialhilfeunterstützung einhergeht, sondern eine Kürzung der anrechenbaren Wohnkosten ab 1. November 2022 lediglich in Aussicht gestellt wird für den Fall, dass die Auflagen und Weisungen ohne triftige Gründe nicht befolgt werden,

dass es sich daher bei diesem Urteil um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG handelt, welcher nur unter den Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 BGG selbstständig angefochten werden kann (vgl. BGE 146 I 62 E. 5.2 mit Hinweisen; Näheres dazu statt vieler: Urteil 8C_251/2020 vom 26. Mai 2020oder das bereits Auflagen und Weisungen an die Beschwerdeführer zur Wohnungssuche betreffende Urteil 8C_535/2016 vom 29. August 2016),

dass die Zulässigkeit der Beschwerde somit - alternativ - voraussetzt, dass der Entscheid einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann ( Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG ) oder dass die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde ( Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG ),

dass ein Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG erst irreparabel ist, wenn er nicht später mit einem günstigen Endurteil in der Sache behoben werden könnte ( BGE 148 IV 159 E. 1.1; 137 III 522 E. 1.3 mit Hinweisen),

dass Derartiges weder dargetan noch offensichtlich ist (zur diesbezüglichen Begründungspflicht: BGE 141 III 80 E. 1.2; 141 IV 289 E. 1.3; je mit Hinweisen),

dass den Beschwerdeführern der Rechtsweg gegen den Leistungskürzungsentscheid offensteht ( Art. 93 Abs. 3 BGG ; statt vieler: Urteil 8C_574/2021 vom 16. September 2021),

dass sich die Beschwerde demzufolge als offensichtlich unzulässig erweist, weshalb sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG erledigt wird,

dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wegen aussichtsloser Beschwerdeführung abzuweisen ist ( Art. 64 Abs. 1 BGG ),

dass indessen in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG ausnahmsweise auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet werden kann,

erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

4. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Aargau, 3. Kammer, und dem Departement Gesundheit und Soziales des Kantons Aargau schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 13. Oktober 2022

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Wirthlin

Der Gerichtsschreiber: Grünvogel