Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
8C_54/2011 KI-generiert

Communal Commission Member's Appeal on Denial of Legal Aid and Compensation

Geschäftsnummer 8C_54/2011
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The case involves a disciplinary proceeding initiated by a municipal council against a member of a communal commission, which was ultimately declared moot due to the individual's departure from office. The individual sought free legal assistance and compensation for party expenses, but both requests were denied. Following the rejection of these requests by the appropriate governmental department, a complaint was filed with the cantonal government, which upheld the initial decision. The individual then filed a further complaint with the Federal Tribunal regarding the denial of legal aid, leading to proceedings over the admissibility of the complaint given the absence of a prior judicial determination. The Federal Tribunal found the case not yet suitable for its review and transferred it to the competent cantonal court for further consideration.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 29 Abs. 1 BGG, Art. 86 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 68 BGG; Communal Commission Member's Appeal on Denial of Legal Aid and Compensation: The individual sought free legal assistance and compensation for party expenses, but both requests were denied. Following the rejection of these requests by the appropriate governmental department, a complaint was filed with the cantonal government, which upheld the initial decision. The individual then filed a further complaint with the Federal Tribunal regarding the denial of legal aid, leading to proceedings over the admissibility of the complaint given the absence of a prior judicial determination. The Federal Tribunal found the case not yet suitable for its review and transferred it to the competent cantonal court for further consideration.

Schlagwörter

KI-generiert
Öffentliches Personalrecht (vorinstanzliches Verfahren Prozessvoraussetzung) unentgeltliche Rechtspflege Disziplinarbehörde öffentliche Verhandlung Prozessrecht Untätigkeitsklage ausserordentliche Umstände

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG

The appeal was dismissed as inadmissible under the simplified procedure.

Art. 68 BGG

Cited in connection with the refusal to award party compensation.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (7)

2C_335/2019 (2020-08-17)
Municipal Council Electricity Contract Review Jurisdiction
«…Art. 86 Abs. 3 BGG ) eng auszulegen sind (vgl. Urteile 8C_353/2013 vom 28. August 2013 E. 6.2; 2C_885/2011 E. 2.2.3.2; 8C_54/2011 vom 17. Februar 2011 E. 2.1; je mit Hinweisen) und der politische Aspekt eindeutig überwiegen muss ( BGE 136 I 42 E. 1…»
8C_842/2017 (2017-12-05)
Appeal Concerning Public Employment Law Remitted for Lack of Prior Upper Cantonal Court Decision
«…beres kantonales Gericht als unmittelbare Vorinstanz befunden hat (Art. 86 ff. [in Verbindung mit Art. 114] BGG; Urteil 8C_54/2011 vom 17. Februar 2011), dass hierfür gestützt auf § 49 Abs. 1 GO/SO einzig das Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn…»
8C_580/2013 (2013-09-10)
Appeal against Cantonal Disciplinary Initiation Ruling Inadmissible
«…politischen Charakter" aufweisenden Entscheids fällt (näheres dazu s. etwa Urteile 8C_353/2013 vom 28. August 2013 und 8C_54/2011 vom 17. Februar 2011 mit Hinweisen auf BBl 1997 I 524; Alain Wurzburger, in Commentaire de la LTF, 2009, N. 25 zu Art.…»
8C_353/2013 (2013-08-28)
Individuals v. Cantonal Commission Non-Re-election Judicial Review
«…f, nur weil der Verwaltung ein gewisses Ermessen bei der Entscheidfindung zusteht (vgl. Urteile 2C_885/2011 E. 2.2.3.2; 8C_54/2011 vom 17. Februar 2011 E. 2.1 und 8C_103/2010 vom 19. August 2010 E. 1.3; je mit Hinweisen). Die Ausnahmeregelung des Ar…»
B.2012.149.B.2012.1 (2013-03-12) · sg
Administrative Commission Non-Reappointment Jurisdiction Appeal Exclusion
«…rechte und die damit verbundenen Aspekte der Gewaltenteilung geprägt (vgl. BGer 8C_103/2010 vom 19. August 2010 E. 1.3; 8C_54/2011 vom 17. Februar 2011 E. 2.1). Ein Entscheid ist noch nicht als politisch im Sinn von Art. 86 Abs. 3 BGG zu werten, alle…»
B.2012.149.B.2012.150 (2013-03-12) · sg
Appeal Inadmissibility: Non-Reappointment to Social Insurance Administrative Commission
«…rechte und die damit verbundenen Aspekte der Gewaltenteilung geprägt (vgl. BGer 8C_103/2010 vom 19. August 2010 E. 1.3; 8C_54/2011 vom 17. Februar 2011 E. 2.1). Ein Entscheid ist noch nicht als politisch im Sinn von Art. 86 Abs. 3 BGG zu werten, alle…»
B.2012.149.B.2012.1 (2013-03-12) · sg
Social Insurance Commission Election Appeal Dismissed for Lack of Jurisdiction
«…rechte und die damit verbundenen Aspekte der Gewaltenteilung geprägt (vgl. BGer 8C_103/2010 vom 19. August 2010 E. 1.3; 8C_54/2011 vom 17. Februar 2011 E. 2.1). Ein Entscheid ist noch nicht als politisch im Sinn von Art. 86 Abs. 3 BGG zu werten, alle…»

Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

8C_54/2011

Urteil vom 17. Februar 2011

I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Ursprung, Präsident,

Gerichtsschreiber Grünvogel.

Verfahrensbeteiligte

W.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Volkswirtschaftsdepartement des Kantons Solothurn, Amt für Gemeinden, Prisongasse 1, 4500 Solothurn,

Beschwerdegegner.

Gegenstand

Öffentliches Personalrecht (vorinstanzliches Verfahren; Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Beschluss des Regierungsrats des Kantons Solothurn vom 14. Dezember 2010.

Sachverhalt:

Am 5. November 2007 eröffnete der Gemeinderat R.________ gegen das Mitglied einer kommunalen Kommission, W.________, ein Disziplinarverfahren, welches infolge Amtsausscheidens auf Ende 2009 mit Beschluss vom 17. August 2010 als gegenstandslos abgeschrieben wurde. Die Gesuche um unentgeltlichen Rechtsbeistand und Parteientschädigung wurden abgewiesen.

Dagegen erhob W.________ beim Regierungsrat des Kantons Solothurn Beschwerde und ersuchte gleichzeitig um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege. Das Volkswirtschaftsdepartement, welches von der Staatskanzlei mit der Instruktion des Verfahrens beauftragt wurde, wies mit Verfügung vom 24. Dezember 2010 das Gesuch ab und setzte eine Frist zur Bezahlung des Kostenvorschusses an, worauf W.________ an den Regierungsrat gelangte, welcher die Verfügung mit Beschluss vom 14. Dezember 2010 bestätigte.

Entsprechend der Rechtsmittelbelehrung erhebt W.________ beim Bundesgericht am 11. Januar 2011 (Eingang) Beschwerde.

Erwägungen:

1. Das Bundesgericht prüft seine Zuständigkeit und die Eintretensvoraussetzungen von Amtes wegen und mit freier Kognition ( Art. 29 Abs. 1 BGG ; 135 II 94 E. 1 S. 96; 135 III 1 E. 1.1 S. 3; 212 E. 1 S. 216; 134 V 138 E. 1 S. 140).

2. Gegen kantonale Zwischenverfügungen auf dem Gebiet des öffentlichen Rechts, mit welchen die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege verweigert wird, ist entweder die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten, oder - beim Vorliegen eines dieses Rechtsmittel ausschliessenden Grundes gemäss Art. 83 - 85 BGG - die subsidiäre Verfassungsbeschwerde zulässig (Art. 93 Abs. 1 lit. a [in Verbindung mit Art. 117] sowie Art. 86 [in Verbindung mit Art. 113 f.] BGG; BGE 133 IV 335 E. 4 S 338 ; 129 I 281 E. 1.1 S. 283; 129 E. 1.1 S. 131; SVR 2009 UV Nr. 12 S. 49 [Urteil 8C_530/2008 vom 25. September 2008 E. 2.3]). Vorausgesetzt allerdings ist, dass der Entscheid einer Vorinstanz im Sinne von Art. 86 ff. (in Verbindung mit Art. 114) BGG in Frage steht.

Es muss sich dabei gemäss Art. 86 BGG in aller Regel um eine richterliche Behörde handeln. Abs. 3 dieser Bestimmung öffnet den Kantonen die Möglichkeit, für Entscheide mit vorwiegend politischem Charakter anstelle eines Gerichts eine andere Behörde als unmittelbare Vorinstanz des Bundesgerichts einzusetzen.

2.1 Allein weil ein Entscheid durch den Regierungsrat gefällt wurde, ist er noch nicht als politisch im Sinne dieser Norm zu werten. Als Ausnahmebestimmung ist diese restriktiv anzuwenden. Ebenso wenig weist ein Entscheid schon deswegen vorwiegend politischen Charakter auf, weil der Verwaltung ein gewisses Ermessen bei der Entscheidfindung zusteht. Der Begriff des vorwiegend politischen Charakters ist namentlich durch die fehlende Justiziabilität sowie die spezifische Ausgestaltung der demokratischen Mitwirkungsrechte und die damit verbundenen Aspekte der Gewaltenteilung geprägt (BBl 1997 I 524; Alain Wurzburger, in Commentaire de la LTF, 2009, N. 25 zu Art. 86; Yves Donzallaz, Loi sur le Tribunal fédéral, Commentaire, 2008, N. 3015; Hansjörg Seiler, in: Bundesgerichtsgesetz (BGG), 2007, N. 21 zu Art. 86; Esther Tophinke, in Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, 2008, N. 18 ff. zu Art. 86). Beides ist vorliegend offenkundig nicht erfüllt. Den individualrechtlichen Interessen des Beschwerdeführers an der Überprüfung des Anspruchs auf unentgeltliche Prozessführung in einer Personalrechtsangelegenheit stehen insgesamt keine auch nur annähernd gleichwertigen politischen Erwägungen gegenüber, die einen Ausschluss der gerichtlichen Überprüfung auf kantonaler Ebene rechtfertigen könnten, welcher letztlich dazu führen würde, dass der Sachverhalt nie von einem Gericht frei überprüft würde. Dem Bundesgericht steht diese Möglichkeit nicht offen (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG ; vgl. Urteil 8C_103/2010 von 19. August 2010).

2.2 Zusammengefasst ist zwar der Streitgegenstand grundsätzlich einer Beschwerde ans Bundesgericht zugänglich. Dies gilt indessen erst, nachdem darüber als unmittelbare Vorinstanz eine richterliche Behörde befunden hat. Hiefür kommt gestützt auf § 49 Abs. 1 GO/SO einzig das Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn in Frage.

2.3 Die Beschwerde ans Bundesgericht ist zum jetzigen Zeitpunkt offensichtlich unzulässig, weshalb sie im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG erledigt wird.

2.4 Auf Grund der besonderen Umstände rechtfertigt es sich, auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten. Dem nicht vertretenen Beschwerdeführer wird gestützt auf Art. 68 BGG in Verbindung mit Art. 1 und 11 Reglement über die Parteientschädigung und die Entschädigung für amtliche Vertretung im Verfahren vor dem Bundesgericht keine Parteientschädigung zugesprochen, zumal ihm durch die falsche Rechtsmittelbelehrung ohnehin keine namhaften Mehrkosten entstanden sind.

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde vom 11. Januar 2011 wird nicht eingetreten.

2. Die Beschwerde vom 11. Januar 2011 wird an das Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn zur weiteren Behandlung überwiesen.

3. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

4. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Regierungsrat des Kantons Solothurn und dem Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 17. Februar 2011

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Grünvogel