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8C_478/2021 KI-generiert

Interlocutory appeal against expert medical assessment instructions in invalidity insurance proceedings; substantive objections to expert assignment not appealable before final merits decision, absent formal recusal grounds.

Geschäftsnummer 8C_478/2021
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Swiss Federal Supreme Court dismissed the complainant’s appeal and upheld the lower court’s interim decision, ordering the complainant to pay CHF 300 in court costs. The dispute concerned a procedural challenge to a cantonal social security court’s order that a medical expert assessment be conducted in an invalidity insurance case. The complainant sought to modify or supplement the expert’s instructions and ensure a guideline-compliant report, rather than raising formal grounds for the expert’s recusal. The Court held that the interim decision was not appealable under Article 92(1) and 93(1) of the Federal Supreme Court Act (BGG), as only challenges concerning the formal recusal of an expert are independently appealable, while substantive objections to the expert’s scope and quality must be raised against the final merits decision. The appeal also failed to meet the minimum reasoning requirements of Article 42(1) and (2) BGG, as it did not demonstrate a violation of federal law.

Legislator-Regeste

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Art. 29 Abs. 1 BGG, Art. 92 Abs. 1 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG, Art. 66 Abs. 1 und 3 BGG; Interlocutory appeal against expert medical assessment instructions in invalidity insurance proceedings; substantive objections to expert assignment not appealable before final merits decision, absent formal recusal grounds: The dispute concerned a procedural challenge to a cantonal social security court’s order that a medical expert assessment be conducted in an invalidity insurance case. The complainant sought to modify or supplement the expert’s instructions and ensure a guideline-compliant report, rather than raising formal grounds for the expert’s recusal. The Court held that the interim decision was not appealable under Article 92(1) and 93(1) of the Federal Supreme Court Act (BGG), as only challenges concerning the formal recusal of an expert are independently appealable, while substantive objections to the expert’s scope and quality must be raised against the final merits decision. The appeal also failed to meet the minimum reasoning requirements of Article 42(1) and (2) BGG, as it did not demonstrate a violation of federal law.

Schlagwörter

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Invalidenversicherung (Prozessvoraussetzung) anfechtbarer Zwischenentscheid Expertenbestellung Verfahrensrügen Entscheidungen auf medizinischem Gebiet Verfahrenskosten materielle Voraussetzungen

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG

Used to declare the appeal inadmissible by simplified procedure because it was manifestly inadmissible and insufficiently reasoned.

Art. 66 Abs. 1 und 3 BGG

Imposed the court costs of CHF 300 on the complainant as the unsuccessful party.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

8C_478/2021

Urteil vom 16. Juli 2021

I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Maillard, Präsident,

Gerichtsschreiberin Kopp Käch.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle des Kantons Zürich,

Röntgenstrasse 17, 8005 Zürich,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Invalidenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Beschluss des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 4. Juni 2021 (IV.2021.00021).

Nach Einsicht

in die Beschwerde vom 2. Juli 2021 (Poststempel) gegen den Beschluss des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 4. Juni 2021,

in Erwägung,

dass das Bundesgericht von Amtes wegen und mit freier Kognition prüft, ob ein Rechtsmittel zulässig ist ( Art. 29 Abs. 1 BGG ; BGE 146 V 331 E. 1 mit Hinweisen),

dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,

dass konkret auf die für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz einzugehen und im Einzelnen zu zeigen ist, welche Vorschriften und weshalb sie von der Vorinstanz verletzt worden sind ( BGE 140 III 264 E. 2.3; 134 V 53 E. 3.3 und 133 IV 286 E. 1.4),

dass der vorinstanzliche Beschluss das Hauptverfahren nicht beendet und somit als Zwischenentscheid nur unter den in Art. 92 Abs. 1 und 93 Abs. 1 BGG erwähnten Voraussetzungen anfechtbar ist,

dass gerichtliche Zwischenentscheide, die sich mit Verfügungen des Invaliden- oder des Unfallversicherers über die Einholung von medizinischen Gutachten befassen, vor Bundesgericht - auch mit Blick auf die Verfahrensgrundrechte nach BV und EMRK - nur soweit selbstständig anfechtbar sind, als sie den (formellen) Ausstand einer sachverständigen Person betreffen ( Art. 92 Abs. 1 BGG ; BGE 138 V 318 E. 6.2 und 138 V 271 E. 3.1, je mit Hinweisen),

dass diese Einschränkung der Anfechtbarkeit auch bei gerichtlichen Zwischenentscheiden betreffend Anordnung eines Gerichtsgutachtens gilt (Urteil 8C_862/2017 vom 23. April 2018 E. 2 und 4),

dass der Beschwerdeführer keine formellen Ausstandsgründe vorbringt, sondern im Wesentlichen eine Änderung und Ergänzung der Fragestellung an den Gutachter sowie die Sicherstellung eines qualitätsleitliniengerechten Gutachtens mit sämtlichen dazugehörigen Komponenten inklusive Testungen verlangt,

dass solche materiellen Einwendungen zur Begutachtung dem Bundesgericht nicht schon im Rahmen eines Zwischenverfahrens zur Beurteilung vorgelegt werden können, sondern erst mit dem Endentscheid (statt vieler: Urteile 9C_793/2019 vom 7. Februar 2020 und 8C_616/2019 vom 16. Oktober 2019, je mit Hinweisen),

dass die Beschwerde im Übrigen die inhaltlichen Mindestanforderungen offensichtlich nicht erfüllt, da den Ausführungen nichts entnommen werden kann, was darauf hindeutete, dass der angefochtene Entscheid gegen Bundesrecht verstösst,

dass auf die, soweit überhaupt hinreichend begründet, offensichtlich unzulässige Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG nicht einzutreten ist,

dass der Beschwerdeführer nach Art. 66 Abs. 1 und 3 BGG kostenpflichtig wird,

erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 300.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, V. Kammer, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 16. Juli 2021

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Maillard

Die Gerichtsschreiberin: Kopp Käch