Federal Supreme Court Dismisses Late Health Insurance Premium Reduction Appeal Due to Insufficient Substantiation of Cantonal Law Error
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves an appeal to the Swiss Federal Tribunal in which an individual, represented by a lawyer, challenged a decision made by the Nidwalden Administrative Court. The issue at hand was the individual's late application for a health insurance premium reduction for 2017, which was submitted one day past the April 30 deadline specified by the Nidwalden cantonal law. The earlier court had ruled that the application was invalid due to being late, and hence the entitlement to the premium reduction was forfeited. The individual argued that the rule allowing for deadline extensions to the next working day when the deadline falls on a weekend or holiday should apply, contending this rule's applicability to the premium reduction deadline. However, the previous court's interpretation, which found that such a rule did not cover expiration or limitation periods, was not addressed as unconstitutional or arbitrary by the Federal Tribunal, indicating a lack in the appeal's substantive claims.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 42 Abs. 2 BGG, Art. 3 kKVG, Art. 38 Abs. 3 ATSG, Art. 22 Abs. 3 kKVG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 66 Abs. 1 Satz; Federal Supreme Court Dismisses Late Health Insurance Premium Reduction Appeal Due to Insufficient Substantiation of Cantonal Law Error: The issue at hand was the individual's late application for a health insurance premium reduction for 2017, which was submitted one day past the April 30 deadline specified by the Nidwalden cantonal law. The earlier court had ruled that the application was invalid due to being late, and hence the entitlement to the premium reduction was forfeited. The individual argued that the rule allowing for deadline extensions to the next working day when the deadline falls on a weekend or holiday should apply, contending this rule's applicability to the premium reduction deadline. However, the previous court's interpretation, which found that such a rule did not cover expiration or limitation periods, was not addressed as unconstitutional or arbitrary by the Federal Tribunal, indicating a lack in the appeal's substantive claims.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertZitierte Rechtsprechung
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertUsed because the appeal was not admitted in simplified procedure due to a formal defect in substantiation.
Used to reject the request for free legal aid concerning representation, as the appeal was hopeless.
Used to refrain from charging court fees.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
8C_439/2018
Urteil vom 11. Februar 2019
I. sozialrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Maillard, Präsident,
Gerichtsschreiberin Berger Götz.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Armin Durrer,
Beschwerdeführerin,
gegen
Ausgleichskasse Nidwalden,
Stansstaderstrasse 88, 6370 Stans,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Kantonale Sozialversicherung (Prozessvoraussetzung),
Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts Nidwalden vom 22. Januar 2018
(SV 17 14 / P 17 3).
Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 12. Juni 2018 gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts Nidwalden vom 22. Januar 2018 und das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (Gerichtskosten und Verbeiständung),
in Erwägung,
dass bei Beschwerden, die sich - wie vorliegend - gegen einen in Anwendung kantonalen Rechts ergangenen Entscheid richten, anhand der massgeblichen Erwägungen des kantonalen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch diesen Entscheid verletzt sein sollen ( Art. 42 Abs. 2 BGG ; BGE 135 V 94 E. 1 S. 95; 134 V 53 E. 3.3 S. 60; 134 II 244 E. 2.2 S. 246 und 133 IV 286 E. 1.4 S. 287),
dass das kantonale Gericht in Anwendung von Art. 22 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Bundesgesetz über die Krankenversicherung des Kantons Nidwalden vom 25. Oktober 2006 (Krankenversicherungsgesetz, kKVG; NG 742.1), wonach das Gesuch um individuelle Prämienverbilligung bis zum 30. April des Kalenderjahres einzureichen ist, für das Prämienverbilligung beansprucht wird, zum Schluss gelangte, das - unbestrittenermassen - am Montag, 1. Mai 2017 am Schalter der Ausgleichskasse abgegebene Gesuch der Beschwerdeführerin sei verspätet und folglich sei ihr Anspruch auf Prämienverbilligung für das Jahr 2017 verwirkt,
dass die Vorinstanz auf Art. 3 kKVG hinweist, worin die sinngemässe Anwendung des ATSG vorgesehen wird, soweit das kKVG keine Regelung enthält,
dass im angefochtenen Entscheid jedoch die Anwendbarkeit von Art. 38 Abs. 3 ATSG (Fristende am nächstfolgenden Werktag, wenn der letzte Tag der Frist auf einen Samstag, Sonntag oder einen vom Bundesrecht oder vom kantonalen Recht anerkannten Feiertag fällt) auf die Anmeldefrist zur Prämienverbilligung als Verwirkungsfrist (Art. 22 Abs. 3 kKVG) mit der Argumentation verneint wird, diese Bestimmung erfasse weder Verjährungs- noch Verwirkungsfristen,
dass die Beschwerdeführerin letztinstanzlich zwar ausführlich darlegt, aus welchen Gründen aus ihrer Sicht Art. 38 Abs. 3 ATSG dennoch sinngemäss anwendbar sein soll, ohne indessen ausdrücklich oder auch nur implizit aufzuzeigen, inwiefern die vorinstanzliche Auslegung und Anwendung des kantonalen Rechts (die Frage nach der sinngemässen Anwendung von Art. 38 Abs. 3 ATSG auf die Anmeldefrist für Prämienverbilligung beschlägt kantonales Recht) geradezu willkürlich oder anderweitig verfassungswidrig sein soll,
dass dieser Begründungsmangel offensichtlich ist,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist,
dass in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG ausnahmsweise auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird, womit das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege im Sinne der Befreiung von den Gerichtskosten gegenstandslos ist,
dass bei einer Beschwerde, die von vornherein als aussichtslos bezeichnet werden muss, die unentgeltliche Verbeiständung ausscheidet ( Art. 64 BGG ),
erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
3. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen, soweit es nicht gegenstandslos geworden ist.
4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Verwaltungsgericht Nidwalden, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 11. Februar 2019
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Maillard
Die Gerichtsschreiberin: Berger Götz