Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
8C_437/2019 KI-generiert

Federal Supreme Court Dismissal for Insufficient Justification in Invalidity Insurance Appeal

Geschäftsnummer 8C_437/2019
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case brought before the Swiss Federal Tribunal involves an individual filing a complaint against a decision by the Administrative Court of the Canton of Bern related to invalidity insurance. The individual contested the court's earlier non-admission decision concerning their invalidity insurance application. The Federal Tribunal reviewed the necessary legal criteria for such appeals, specifically focusing on the requirements for substantiated complaints and procedural considerations set forth in Swiss law. The Tribunal highlighted the failure of the individual to adequately address the procedural decisions and provide requisite arguments that would demonstrate a legal violation by the lower court, including properly addressing the issue of waived legal aid due to lack of funds and the denial of free legal assistance on grounds of lack of prospects. As a result, the complaint did not satisfy the legal requirements for proper reasoning, leading to the dismissal for lack of sufficient grounds.

Legislator-Regeste

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Art. 97 Abs. 1 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 66 Abs. 1 Satz, Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG; Federal Supreme Court Dismissal for Insufficient Justification in Invalidity Insurance Appeal: The individual contested the court's earlier non-admission decision concerning their invalidity insurance application. The Federal Tribunal reviewed the necessary legal criteria for such appeals, specifically focusing on the requirements for substantiated complaints and procedural considerations set forth in Swiss law. The Tribunal highlighted the failure of the individual to adequately address the procedural decisions and provide requisite arguments that would demonstrate a legal violation by the lower court, including properly addressing the issue of waived legal aid due to lack of funds and the denial of free legal assistance on grounds of lack of prospects. As a result, the complaint did not satisfy the legal requirements for proper reasoning, leading to the dismissal for lack of sufficient grounds.

Schlagwörter

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Invalidenversicherung (Prozessvoraussetzung) Invalidenversicherung Prozessvoraussetzung Verfassungswidrigkeit Versicherungsvorbehalt Rechtmässigkeit der Leistungsverweigerung Kostenvorschuss

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

The appeal was dismissed due to a clear lack of substantiation (omission of required grounds) in the simplified procedure.

Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG

Applied to waive the collection of court fees exceptionally in the decision.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

8C_437/2019

Urteil vom 20. Juli 2019

I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Maillard, Präsident,

Gerichtsschreiberin Berger Götz.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle Bern,

Scheibenstrasse 70, 3014 Bern,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Invalidenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid

des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern

vom 28. Mai 2019 (200 18 927 IV).

Nach Einsicht

in die Beschwerde vom 17. Juni 2019 (Poststempel) gegen den Nichteintretensentscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Mai 2019,

in die Verfügung des Bundesgerichts vom 18. Juni 2019, mit welcher A.________ Frist zur Einreichung des angefochtenen Entscheids angesetzt worden ist,

in die Eingabe vom 21. Juni 2019, mit der A.________ ohne weiteren Kommentar den Nichteintretensentscheids des kantonalen Gerichts vom 28. Mai 2019 und weitere Unterlagen nachgereicht hat,

in die Mitteilung des Bundesgerichts vom 25. Juni 2019 an A.________, worin auf die gesetzlichen Formerfordernisse von Beschwerden hinsichtlich Begehren und Begründung, insbesondere bei angefochtenen Nichteintretensentscheiden, sowie auf die nur innert der Rechtsmittelfrist noch bestehende Verbesserungsmöglichkeit hingewiesen worden ist,

in Erwägung,

dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt; dies setzt voraus, dass konkret auf die für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz eingegangen und im Einzelnen aufgezeigt wird, welche Vorschriften bzw. Rechte und weshalb sie von der Vorinstanz verletzt worden sind ( BGE 140 III 86 E. 2 S. 88 und 134 II 244 E. 2.1 f. S. 245 f.),

dass nach der Rechtsprechung eine Beschwerdeschrift, welche sich bei Nichteintretensentscheiden lediglich mit der materiellen Seite des Falles auseinandersetzt, keine sachbezogene Begründung aufweist und damit keine rechtsgenügliche Beschwerde darstellt (vgl. BGE 123 V 335 ),

dass die vorliegende Eingabe vom 17. Juni 2019 den Begründungsanforderungen offensichtlich nicht zu genügen vermag, da darin keine Auseinandersetzung mit der prozessualen Erledigung durch die Vorinstanz stattfindet und insbesondere nicht dargelegt wird, weshalb das kantonale Gericht mit seinem Nichteintretensentscheid eine Rechtsverletzung gemäss Art. 95 f. BGG begangen bzw. eine für den Entscheid wesentliche, offensichtlich unrichtige oder unvollständige Sachverhaltsfeststellung im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG getroffen haben sollte; die Behauptung des Beschwerdeführers, er habe nachgewiesen, dass er nicht über Fr. 800.- (zur Begleichung des vorinstanzlich eingeforderten Kostenvorschusses) verfüge, reicht bereits angesichts der Tatsache, dass das kantonale Gericht die unentgeltliche Rechtspflege in einer separaten, unangefochten gebliebenen prozessleitenden Verfügung vom 6. März 2019 hauptsächlich zufolge Aussichtslosigkeit abgewiesen hatte, zur Begründung nicht aus,

dass der Beschwerdeführer der bundesgerichtlichen Aufforderung zur Mangelbehebung vom 25. Juni 2019 nicht nachgekommen ist,

dass demgemäss ein offensichtlicher Begründungsmangel vorliegt, weshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist,

dass in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG ausnahmsweise auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,

erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 20. Juli 2019

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Maillard

Die Gerichtsschreiberin: Berger Götz