Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
8C_300/2012 KI-generiert

Mandatory reasoning requirements for a final appeal in accident insurance concerning adequacy of causal link and degree of disability.

Geschäftsnummer 8C_300/2012
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Swiss Federal Supreme Court dismissed the insured's appeal and denied her request for free legal assistance, ordering her to pay CHF 300 in court costs. The appeal challenged a cantonal insurance court decision that had denied her claim for further accident insurance benefits for psychological complaints following a minor accident in February 2003. The Supreme Court held that the appeal failed to meet statutory procedural requirements, as the insured's submissions amounted to repetitive, merely appellatory criticism of the lower court's weighing of medical evidence without specifically demonstrating a violation of federal law (Article 42 paragraphs 1 and 2 of the Federal Supreme Court Act) or an erroneous factual finding (Article 97 of the Federal Supreme Court Act). Consequently, the appeal was inadmissible under Article 108 paragraph 1 letter b of the Federal Supreme Court Act, and the request for free legal assistance was rejected as hopeless under Article 64 paragraph 1 of the same Act, leaving the lower court's decision in force.

Legislator-Regeste

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Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 97 BGG, Art. 64 Abs. 1 BGG, Art. 108 Abs. 1 BGG, Art. 66 Abs. 1 und 3 BGG; Mandatory reasoning requirements for a final appeal in accident insurance concerning adequacy of causal link and degree of disability: The appeal challenged a cantonal insurance court decision that had denied her claim for further accident insurance benefits for psychological complaints following a minor accident in February 2003. The Supreme Court held that the appeal failed to meet statutory procedural requirements, as the insured's submissions amounted to repetitive, merely appellatory criticism of the lower court's weighing of medical evidence without specifically demonstrating a violation of federal law (Article 42 paragraphs 1 and 2 of the Federal Supreme Court Act) or an erroneous factual finding (Article 97 of the Federal Supreme Court Act). Consequently, the appeal was inadmissible under Article 108 paragraph 1 letter b of the Federal Supreme Court Act, and the request for free legal assistance was rejected as hopeless under Article 64 paragraph 1 of the same Act, leaving the lower court's decision in force.

Schlagwörter

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Unfallversicherung (Prozessvoraussetzung) Versicherungsleistung der Unfallversicherung unentgeltliche Rechtspflege Entschädigung für Invalidität Subrogation des Versicherers substantiierte Begründung Verzicht auf Versicherungsleistungen

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

Used to declare the appeal inadmissible due to insufficient reasoning.

Art. 64 Abs. 1 BGG

Basis for rejecting the request for free legal assistance as hopeless.

Art. 66 Abs. 1 und 3 BGG

Used to impose court costs on the appellant.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

8C_300/2012

Urteil vom 4. Mai 2012

I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Ursprung, Präsident,

Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte

S.________,

vertreten durch die Beratungsstelle X.________,

Beschwerdeführerin,

gegen

Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG, Litigation Hauptbranchen, 8085 Zürich,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Unfallversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau

vom 15. Februar 2012.

Nach Einsicht

in die Beschwerde der S.________ vom 2. April 2012 (Poststempel) gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 15. Februar 2012 und das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung,

in Erwägung,

dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten wird ( Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG ); Art. 95 ff. BGG nennen dabei die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe,

dass dabei konkret auf die für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz einzugehen und im Einzelnen zu zeigen ist, welche Vorschriften bzw. Rechte und weshalb sie von der Vorinstanz verletzt worden sind ( BGE 134 V 53 E. 3.3 S. 60 und 133 IV 286 E. 1.4 S. 287); eine rein appellatorische Kritik genügt nicht (vgl. BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 und 134 II 244 E. 2.1 f. S. 245 f.),

dass die Beschwerde vom 2. April 2012 den vorgenannten Erfordernissen offensichtlich nicht gerecht wird, indem sich die Eingabe mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz - insbesondere bezüglich der Verneinung des adäquaten Kausalzusammenhanges zwischen den psychischen Beschwerden und dem als leicht bzw. banal eingestuften Unfall vom 5. Februar 2003 (und der deshalb nicht erforderlichen Prüfung von Zusatz- bzw. Adäquanzkriterien) sowie dem Einkommensvergleich (mit einem sich daraus ergebenden Invaliditätsgrad von 11 %) und der Bemessung der Integritätsentschädigung (mit einer Integritätseinbusse von 20 %) - nicht in einer den gesetzlichen Anforderungen an die Begründungspflicht genügenden Weise auseinandersetzt, wobei in diesem Zusammenhang auch zu berücksichtigen ist,

dass die beim Bundesgericht eingereichte Rechtsschrift weitgehend appellatorische Kritik aufweist und bezüglich des materiellen Gehalts der Begründung sinngemäss praktisch ausschliesslich Wiederholungen der Beschwerde enthält, welche der Rechtsvertreter der Versicherten schon vor dem kantonalen Versicherungsgericht eingereicht und mit der sich das erstinstanzliche Gericht schon eingehend befasst hat (vgl. BGE 134 II 244 E. 2.1 ff. S. 245 ff.),

dass der Beschwerdeführer zwar Berichte verschiedener, im vorinstanzlichen Entscheid zitierter Ärzte aufführt, denen er eigene Darlegungen bzw. eine nach seiner Auffassung zutreffende Beweiswürdigung und einen daraus abgeleiteten Abklärungsbedarf gegenüberstellt, ohne indessen in konkreter und hinreichend substanziierter Weise aufzuzeigen, inwiefern das kantonale Gericht eine Rechtsverletzung gemäss Art. 95 f. BGG resp. eine für den Entscheid wesentliche unrichtige oder unvollständige Sachverhaltsfeststellung im Sinne von Art. 97 BGG begangen haben sollte,

dass deshalb auf die offensichtlich unzulässige Beschwerde - ohne Ansetzung einer Nachfrist zur Verbesserung ( BGE 134 II 244 E. 2.4 S. 247) - in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht eingetreten werden kann,

dass das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung wegen Aussichtslosigkeit der Begehren abzuweisen ist ( Art. 64 Abs. 1 BGG ), womit die Beschwerdeführerin nach Art. 66 Abs. 1 und 3 BGG kostenpflichtig wird,

dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,

erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung wird abgewiesen.

3. Die Gerichtskosten von Fr. 300.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

4. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 4. Mai 2012

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Ursprung

Der Gerichtsschreiber: Batz