Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
8C_238/2024 KI-generiert

Social Assistance Directives Appeal Deemed Non-Appealable Interlocutory Decision

Geschäftsnummer 8C_238/2024
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case concerns an appeal by an individual represented by a lawyer against a decision made by the Administrative Court of the Canton of Aargau related to social assistance. The dispute involves conditions and directives imposed on the appellant under the Social Assistance and Prevention Law, which did not result in an immediate reduction or denial of social assistance benefits but referred to potential consequences if directives were not followed. The court's ruling is considered an interim decision and is thus only independently appealable under specific conditions outlined in the Swiss Federal Supreme Court Act if it could cause irreparable harm or bring about a final decision avoiding extensive procedures. The appeal challenges the ruling as lacking the criteria for such appealability and argues that alternative legal routes remain available to contest any future benefit reduction decisions.

Legislator-Regeste

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Art. 93 BGG, Art. 93 Abs. 1 BGG, Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 93 Abs. 3 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG; Social Assistance Directives Appeal Deemed Non-Appealable Interlocutory Decision: The dispute involves conditions and directives imposed on the appellant under the Social Assistance and Prevention Law, which did not result in an immediate reduction or denial of social assistance benefits but referred to potential consequences if directives were not followed. The court's ruling is considered an interim decision and is thus only independently appealable under specific conditions outlined in the Swiss Federal Supreme Court Act if it could cause irreparable harm or bring about a final decision avoiding extensive procedures. The appeal challenges the ruling as lacking the criteria for such appealability and argues that alternative legal routes remain available to contest any future benefit reduction decisions.

Schlagwörter

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Sozialhilfe (Prozessvoraussetzung) anfechtbarer Zwischenentscheid Sozialhilfe Leistungskürzung Verpflichtungsgrund Sozialversicherungsverfahren Vorabentscheidungsverfahren

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG

The appeal was dismissed in simplified procedure because it was manifestly inadmissible.

Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG

Used to decide on the exception of not levying court costs in this specific case.

Art. 93 BGG

Cited as the basis for determining that the decision under appeal was an interlocutory decision (Zwischenentscheid).

Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG

Cited in the reasoning as an alternative admissibility criterion for appealing an interlocutory decision, which was not met.

Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG

Cited in the reasoning to assess whether the decision caused irreparable prejudice, which was not established, leading to non-admission.

Art. 93 Abs. 3 BGG

Cited in the reasoning to note that the litigant retains the right of appeal against the final decision on benefit reduction.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

8C_238/2024

Urteil vom 23. Mai 2024

IV. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Wirthlin, Präsident,

Gerichtsschreiber Grünvogel.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

vertreten durch Rechtsanwalt Tobias Hobi,

Beschwerdeführerin,

gegen

Gemeinde Wettingen, Finanzabteilung, Finanzverwaltung, Rathaus, 5430 Wettingen,

Beschwerdegegner.

Gegenstand

Sozialhilfe (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau vom 5. März 2024 (WBE.2023.364).

Nach Einsicht

in die Beschwerde vom 29. April 2024 gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau vom 5. März 2024,

in Erwägung,

dass das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau allein gestützt auf § 13 des Gesetzes über die öffentliche Sozialhilfe und die soziale Prävention (Sozialhilfe- und Präventionsgesetz, SPG/AG), SAR 851.200, erlassene Auflagen und Weisungen an die Beschwerdeführerin zum Gegenstand hat,

dass mit diesen Auflagen und Weisungen keine unmittelbar erfolgte Kürzung oder Verweigerung der Sozialhilfeunterstützung einhergeht, sondern lediglich auf die in § 15 Sozialhilfe- und Präventionsverordung (SPV/AG), SAR 851.211, dazu vorgesehene Möglichkeit verwiesen wird, falls das Angeordnete nicht umgesetzt werde,

dass im Übrigen auch ein "definitiver Entscheid" betreffend Rückerstattungspflicht noch nicht ergangen ist,

dass es sich daher bei diesem Urteil um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG handelt, welcher nur unter den Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 BGG selbstständig angefochten werden kann (vgl. BGE 146 I 62 E. 5.2 mit Hinweisen; Näheres dazu statt vieler: 8C_578/2022 vom 13. Oktober 2022 mit Hinweisen),

dass die Zulässigkeit der Beschwerde somit - alternativ - voraussetzt, dass der Entscheid einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann ( Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG ) oder dass die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde ( Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG ),

dass ein Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG erst irreparabel ist, wenn er nicht später mit einem günstigen Endurteil in der Sache behoben werden könnte ( BGE 148 IV 159 E. 1.1; 137 III 522 E. 1.3 mit Hinweisen),

dass Derartiges weder dargetan noch offensichtlich ist (zur diesbezüglichen Begründungspflicht: BGE 141 III 80 E. 1.2; 141 IV 289 E. 1.3; je mit Hinweisen),

dass der Beschwerdeführerin der Rechtsweg gegen den Leistungskürzungsentscheid offensteht ( Art. 93 Abs. 3 BGG ; statt vieler: Urteil 8C_578/2022 vom 13. Oktober 2022),

dass sich die Beschwerde demzufolge als offensichtlich unzulässig erweist, weshalb sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG erledigt wird,

dass in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG ausnahmsweise auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet werden kann,

erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Aargau, 3. Kammer, und dem Departement Gesundheit und Soziales des Kantons Aargau schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 23. Mai 2024

Im Namen der IV. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Wirthlin

Der Gerichtsschreiber: Grünvogel