Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
7F_14/2023 KI-generiert

Federal Supreme Court Rejects Revision of Recusal Decision Based on Alleged Factual Error Regarding Email Date

Geschäftsnummer 7F_14/2023
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves an individual who had submitted a revision request against a Swiss Federal Tribunal decision dated October 17, 2023. Initially, the Tribunal had dismissed a complaint by the individual regarding a recusal request against a decision by the Zurich Cantonal High Court's Second Criminal Chamber. The individual insisted that the Federal Tribunal had interpreted key elements of his complaint incorrectly, specifically a misidentified email date, which he claimed led to a misjudgment of the underlying facts related to a judge's impartiality due to the content of allegedly inappropriate emails. Despite this argument, the Tribunal concluded that these were not substantial factual oversights that would justify a revision under Swiss procedural law. Consequently, the revision request was denied.

Legislator-Regeste

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Art. 61 BGG, Art. 121 BGG, Art. 121 lit. d BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 64 Abs. 1 BGG; Federal Supreme Court Rejects Revision of Recusal Decision Based on Alleged Factual Error Regarding Email Date: Initially, the Tribunal had dismissed a complaint by the individual regarding a recusal request against a decision by the Zurich Cantonal High Court's Second Criminal Chamber. The individual insisted that the Federal Tribunal had interpreted key elements of his complaint incorrectly, specifically a misidentified email date, which he claimed led to a misjudgment of the underlying facts related to a judge's impartiality due to the content of allegedly inappropriate emails. Despite this argument, the Tribunal concluded that these were not substantial factual oversights that would justify a revision under Swiss procedural law. Consequently, the revision request was denied.

Schlagwörter

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Revisionsverfahren Sachverhaltsirrtum verspätetes Ausstandsbegehren Wandelungsrecht Überprüfung einer früheren Entscheidung Einrede der Verfassungswidrigkeit

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 64 Abs. 1 BGG

The provision was applied to reject the request for free legal aid due to the hopeless nature of the revision request.

Art. 65 Abs. 2 BGG

This provision was cited to mandate that the applicant's financial situation be considered when setting the costs.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The provision was applied to impose court costs on the applicant because the revision request was dismissed.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

7F_14/2023

Urteil vom 19. Januar 2024

II. strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Abrecht, Präsident,

Bundesrichterin Koch, Bundesrichter Hofmann,

Gerichtsschreiberin Sauthier.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Gesuchsteller,

gegen

Obergericht des Kantons Zürich, II. Strafkammer.

Gegenstand

Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts vom 17. Oktober 2023 (7B_550/2023).

Sachverhalt:

A. Mit Urteil vom 17. Oktober 2023 trat das Bundesgericht auf eine von A.________ gegen eine Präsidialverfügung des Obergerichts des Kantons Zürich erhobene Beschwerde nicht ein (Urteil 7B_550/2023). Gegenstand des Verfahrens war ein Ausstandsgesuch.

B. Mit Eingabe vom 20. Dezember 2023 ersucht A.________ um Revision des bundesgerichtlichen Urteils vom 17. Oktober 2023.

Erwägungen:

1. Entscheide des Bundesgerichts erwachsen am Tag ihrer Ausfällung in Rechtskraft ( Art. 61 BGG ). Das Bundesgericht kann auf ein eigenes Urteil nur zurückkommen, wenn einer der vom Gesetz ( Art. 121-123 BGG ) abschliessend aufgezählten Revisionsgründe vorliegt. Art. 121 BGG führt vier Verfahrensvorschriften an, deren Missachtung eine Revision rechtfertigt: Die Verletzung der Vorschriften über die Besetzung des Gerichts und über den Ausstand (lit. a), die Verletzung der Dispositionsmaxime (lit. b), das Übergehen von Anträgen (lit. c) und die Versehensrüge (lit. d). Gemäss Art. 121 lit. d BGG kann die Revision eines Entscheids des Bundesgerichts verlangt werden, wenn das Gericht in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Versehen nicht berücksichtigt hat. Es obliegt der gesuchstellenden Person, aufzuzeigen, inwiefern Revisionsgründe gegeben sind ( Art. 42 Abs. 2 BGG ).

2. Der Gesuchsteller macht geltend, das Bundesgericht habe im angefochtenen Urteil nicht berücksichtigt, dass es sich nicht um eine E-Mail vom September 2022, sondern eine E-Mail vom Februar 2021 handle. Infolgedessen habe das Bundesgericht seinem Urteil einen "total falschen Sachverhalt" zugrunde gelegt.

3. Art. 121 lit. d BGG , der als Revisionsgrund am ehesten in Frage kommen würde, erlaubt die Revision nur, wenn im streitigen Urteil erhebliche Tatsachen unberücksichtigt geblieben sind. In seiner Beschwerde vom 12. August 2023 sprach der Gesuchsteller einzig davon, dass gemäss seiner Information die E-Mail-Adresse des Richters bei der E-Mail mit dem Betreff "Vaginalverkehr" im Feld Bcc gestanden habe, ein Datum gibt er indessen nicht an. Zur Beurteilung des angeblichen Ausstands ist jedoch auch nicht entscheidend, ob die E-Mail im September 2022 oder bereits im Februar 2021 verschickt worden sein soll. Für die Beurteilung des angeblichen Ausstandsgrunds ist vorliegend vielmehr der (pornografische) Inhalt der E-Mail ausschlaggebend, mit welchem der Gesuchsteller vergeblich versuchte bzw. immer noch versucht, den Ausstand des Oberrichters herbeizuführen. Entgegen der Auffassung des Gesuchstellers hat das Bundesgericht in seinem Urteil demnach keine erheblichen Tatsachen unberücksichtigt gelassen. Damit liegt kein Revisionsgrund vor und das Revisionsgesuch ist abzuweisen.

4. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Gesuchsteller grundsätzlich kostenpflichtig ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Das mit der Eingabe gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist mit Blick auf das aussichtslose Revisionsgesuch abzuweisen ( Art. 64 Abs. 1 BGG ). Indessen ist der finanziellen Lage des Gesuchstellers bei der Bemessung der Kosten Rechnung zu tragen ( Art. 65 Abs. 2 BGG ).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. Das Revisionsgesuch wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt.

3. Dieses Urteil wird dem Gesuchsteller, dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Strafkammer, und Rechtsanwalt B.________, Zürich, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 19. Januar 2024

Im Namen der II. strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Abrecht

Die Gerichtsschreiberin: Sauthier