Federal Supreme Court Decision Revision on Seizure Order Upheld
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertIn this case before the Swiss Federal Tribunal, an individual filed a request for revision of a previous Federal Tribunal decision dated December 19, 2023. The initial decision did not consider the individual's complaint due to insufficient justification regarding a seizure order by the Cantonal Court of Lucerne on October 24, 2023. The individual sought to have this decision annulled, claiming their right to be heard had been violated, as the court allegedly did not address their arguments and the trial panel was improperly composed. They also requested the immediate return of their seized mobile phone and compensation for damages. Furthermore, the individual called for a provisional measure to prevent previous decisions from being used as legal titles until a decision on the revision request is made. The tribunal considered whether these claims constituted valid grounds for revision under the applicable legal provisions.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 61 BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 BGG, Art. 121 lit. a BGG, Art. 121 lit. d BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Federal Supreme Court Decision Revision on Seizure Order Upheld: The initial decision did not consider the individual's complaint due to insufficient justification regarding a seizure order by the Cantonal Court of Lucerne on October 24, 2023. The individual sought to have this decision annulled, claiming their right to be heard had been violated, as the court allegedly did not address their arguments and the trial panel was improperly composed. They also requested the immediate return of their seized mobile phone and compensation for damages. Furthermore, the individual called for a provisional measure to prevent previous decisions from being used as legal titles until a decision on the revision request is made. The tribunal considered whether these claims constituted valid grounds for revision under the applicable legal provisions.
Schlagwörter
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KI-generiertThe court imposed the court costs on the applicant due to the outcome of the procedure.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
7F_13/2024
Urteil vom 8. März 2024
II. strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Abrecht, Präsident,
Bundesrichterin Koch, Bundesrichter Hofmann,
Gerichtsschreiberin Sauthier.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Gesuchsteller,
gegen
Staatsanwaltschaft, Abteilung 3 Sursee, Centralstrasse 35, Postfach 9, 6210 Sursee,
Gesuchsgegnerin,
Kantonsgericht Luzern, 1. Abteilung, Hirschengraben 16, 6003 Luzern.
Gegenstand
Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts 7B_867/2023 vom 19. Dezember 2023.
Sachverhalt:
A. Mit Urteil 7B_867/2023 vom 19. Dezember 2023 trat das Bundesgericht auf eine Beschwerde von A.________ (Gesuchsteller) gegen die Verfügung des Kantonsgerichts Luzern vom 24. Oktober 2023 betreffend Beschlagnahme mangels einer genügenden Begründung nicht ein.
B. Mit Eingabe vom 27. Februar 2023 an das Bundesgericht hat A.________ erklärt, Revision gegen das Urteil des Bundesgerichts vom 19. Dezember 2023 zu erheben. Dieses und die Verfügung vom 24. Oktober 2023 seien aufzuheben. Sein beschlagnahmtes Handy sei unverzüglich herauszugeben und ihm sei Schadenersatz und Genugtuung zu leisten. Im Sinne einer vorsorglichen superprovisorischen Massnahme sei anzuordnen, dass das Urteil des Bundesgerichts und die Verfügung des Kantonsgerichts bis zum Entscheid über den Revisionsantrag keiner Behörde in irgendeiner Weise als Rechtsöffnungstitel dienen dürfen.
Es wurden keine Vernehmlassungen eingeholt.
Erwägungen:
1. Entscheide des Bundesgerichts erwachsen am Tag ihrer Ausfällung in Rechtskraft ( Art. 61 BGG ). Das Bundesgericht kann auf ein eigenes Urteil nur zurückkommen, wenn einer der vom Gesetz ( Art. 121-123 BGG ) abschliessend aufgezählten Revisionsgründe vorliegt. Es obliegt der gesuchstellenden Person, aufzuzeigen, inwiefern ein gesetzlicher Revisionsgrund gegeben ist (vgl. Art. 42 Abs. 2 BGG ).
2. Der Gesuchsteller bringt vor, sein Anspruch auf rechtliches Gehör sei verletzt worden, weil sich das Bundesgericht in seinem Urteil nicht mit seinen Vorbringen befasst habe. Zudem hätte der Spruchkörper seiner Auffassung nach mit drei Richtern besetzt werden müssen, weil die Voraussetzungen nach Art. 108 Abs. 1 BGG nicht erfüllt seien. Damit dürfte das Urteil nichtig sein und ein Revisionsgrund nach Art. 121 lit. a BGG vorliegen. Die Revision sei auch nach Art. 121 lit. d BGG begründet, weil die Einzelrichterin in den Akten liegende Tatsachen aus Versehen nicht berücksichtigt habe, nämlich, dass das Telefon ohne hinreichenden Tatverdacht beschlagnahmt worden sei. Das Urteil erweise sich als willkürlich.
Dabei zeigt der Gesuchsteller indessen keine Revisionsgründe nach Art. 121 ff. BGG auf. Solche sind auch nicht ersichtlich. Vielmehr versucht der Gesuchsteller, einen Entscheid, den er für unrichtig bzw. "nichtig" hält, in der Sache neu beurteilen zu lassen, was die Bestimmungen zur Revision nicht erlauben (vgl. Urteile 7F_1/2024 vom 22. Januar 2024 E. 2, 7F_4/2023 vom 25. Oktober 2023 E. 4; 7F_1/2023 vom 14. September 2023 E. 2; je mit weiteren Hinweisen).
3. Auf das Revisionsgesuch ist nicht einzutreten. Mit dem Entscheid in der Sache wird das Gesuch um "vorsorgliche superprovisorische Massnahme" gegenstandslos.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten dem Gesuchsteller aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).
Demnach erkennt das Bundesgericht:
1. Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.
2. Die Gerichtskosten von Fr. 1'200.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt.
3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Zwangsmassnahmengericht des Kantons Luzern, Einzelrichterin, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 8. März 2024
Im Namen der II. strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Abrecht
Die Gerichtsschreiberin: Sauthier