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7B_710/2023 KI-generiert

Federal Court Upholds Dismissal of Appeal Based on Recusal Abuse of Process

Geschäftsnummer 7B_710/2023
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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In this case, an individual filed multiple disqualification requests against all members and substitutes of the Zurich High Court's II Criminal Chamber, which were dismissed by the court on October 2, 2023, for lack of jurisdiction. The individual then appealed this decision, claiming the judges were biased due to an email he sent them in 2022 containing pornographic content, for which he later self-reported. He argued that the email made them damaged parties, hence unfit to judge impartially. The individual also requested that the court await a ruling by the Federal Criminal Court, as he had initiated similar proceedings against the entire appeals court. However, the disqualification claims were deemed abusive by the Swiss Federal Tribunal, as it could enable inappropriate manipulation of the judiciary. Consequently, the appeal was not entertained, and no opinions were solicited from involved parties.

Legislator-Regeste

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Art. 197 Abs. 2 StGB, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG; Federal Court Upholds Dismissal of Appeal Based on Recusal Abuse of Process: The individual then appealed this decision, claiming the judges were biased due to an email he sent them in 2022 containing pornographic content, for which he later self-reported. He argued that the email made them damaged parties, hence unfit to judge impartially. The individual also requested that the court await a ruling by the Federal Criminal Court, as he had initiated similar proceedings against the entire appeals court. However, the disqualification claims were deemed abusive by the Swiss Federal Tribunal, as it could enable inappropriate manipulation of the judiciary. Consequently, the appeal was not entertained, and no opinions were solicited from involved parties.

Schlagwörter

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Berufung Urteil Nichteintreten Verfahrensmissbrauch Ausstandsbegehren Strafanzeige unentgeltliche Rechtspflege E-Justice Rechtssysteme

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 BGG

The Tribunal decided not to enter into the merits of the appeal based on the simplified procedure applicable to manifestly ill-founded appeals.

Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG

The application for free legal aid was dismissed.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The appellant was ordered to bear the court costs.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

7B_710/2023

Urteil vom 23. November 2023

II. strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Koch, als Einzelrichterin,

Gerichtsschreiberin Sauthier.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich, Schwere Gewaltkriminalität, Güterstrasse 33, Postfach, 8010 Zürich.

Gegenstand

Berufung Urteil; Nichteintreten,

Beschwerde gegen die Präsidialverfügung des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Strafkammer,

vom 2. Oktober 2023 (SB230402-O/Z4/sm).

Erwägungen:

1. A.________ erhob mit Schreiben vom 8., 9. und 10. August 2023 sowie vom 1. und 8. September 2023 diverse Ausstandsgesuche gegen sämtliche Mitglieder, Ersatzmitglieder und Gerichtsschreibende des Obergerichts des Kantons Zürich. Die II. Strafkammer des Obergerichts trat mit Beschluss vom 2. Oktober 2023 nicht auf die Gesuche ein. Mit Eingabe vom 4. Oktober 2023 führt A.________ Beschwerde in Strafsachen gegen den Beschluss vom 2. Oktober 2023 und beantragt, diesen aufzuheben, da er von befangenen Richtern verfasst worden sei. Zudem beantragt er, es sei das Urteil des Bundesstrafgerichts abzuwarten, da er am 21. September 2023 ein Ausstandsgesuch gegen das gesamte Berufungsgericht gestellt habe. Mit Schreiben vom 19. Oktober 2023 macht A.________ zudem eine unrichtige Feststellung des Sachverhalts durch das Obergericht geltend.

Vernehmlassungen wurden keine eingeholt.

2. Der Beschwerdeführer erachtet die am angefochtenen Beschluss beteiligten Oberrichter als befangen, weshalb er deren Aufhebung "ohne materielle Prüfung" beantragt. Sie hätten die E-Mail mit dem Betreff "Vaginalverkehr" auch erhalten, somit seien sie geschädigte Personen und eine geschädigte Person könne, ebenso wie auch ein Zeuge, niemals als Richter eingesetzt werden. Der Beschwerdeführer nimmt damit zumindest sinngemäss Bezug auf den Umstand, dass er im September 2022 eine E-Mail mit pornografischem Inhalt an die Oberrichter geschickt und sich anschliessend wegen Pornografie im Sinne von Art. 197 Abs. 2 StGB selber angezeigt hat (vgl. diesbezüglich das den Beschwerdeführer betreffende Urteil 1B_575/2022 vom 17. November 2022 E. 3). Wie das Bundesgericht bereits im erwähnten Urteil 1B_575/2022 erwog, erweisen sich die solchermassen begründeten Befangenheitsrügen als rechtsmissbräuchlich, da ansonsten der Beschwerdeführer durch sein Verhalten beliebige Gerichtspersonen in den Ausstand befördern und dadurch letztlich die Justiz lahmlegen könnte. Darauf ist im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten. Damit erübrigt es sich auch, wie vom Beschwerdeführer beantragt, das Urteil des Bundesstrafgerichts abzuwarten.

3. Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung abzuweisen ( Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG ). Damit wird er kostenpflichtig ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt die Einzelrichterin:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich, dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Strafkammer, und Rechtsanwalt Thomas Fingerhuth, Zürich, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 23. November 2023

Im Namen der II. strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Einzelrichterin: Koch

Die Gerichtsschreiberin: Sauthier