Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
7B_581/2024 KI-generiert

Corporate Appeal Dismissed for Untimely Cost Advance

Geschäftsnummer 7B_581/2024
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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A company filed a criminal complaint with the Swiss Federal Tribunal on May 22, 2024, against a decision by the Cantonal Court of Schwyz issued on April 22, 2024. The Swiss Federal Tribunal required the company to pay an advance court cost of 800 CHF by June 13, 2024. After failing to pay the advance within the given timeframe, the Tribunal extended the deadline to July 1, 2024, warning that missing the deadline would result in the dismissal of the appeal. However, the company paid the court fee late, on July 4, 2024, which led to the non-admission of the appeal. Additionally, the initial complaint was submitted one day late, making it untimely within the 30-day requirement, and no further proceedings on the complaint took place.

Legislator-Regeste

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Art. 62 Abs. 1 BGG, Art. 44 Abs. 2 BGG, Art. 62 Abs. 3 BGG, Art. 108 BGG, Art. 100 Abs. 1 BGG, Art. 44 Abs. 1 BGG; Corporate Appeal Dismissed for Untimely Cost Advance: The Swiss Federal Tribunal required the company to pay an advance court cost of 800 CHF by June 13, 2024. After failing to pay the advance within the given timeframe, the Tribunal extended the deadline to July 1, 2024, warning that missing the deadline would result in the dismissal of the appeal. However, the company paid the court fee late, on July 4, 2024, which led to the non-admission of the appeal. Additionally, the initial complaint was submitted one day late, making it untimely within the 30-day requirement, and no further proceedings on the complaint took place.

Schlagwörter

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Sicherheitsleistung Nichteintreten verspäteter Kostenvorschuss Verfahrenskosten Steuervorbescheid nachträglicher Rechtsvorschlag verspätete Eingabe

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 100 Abs. 1 BGG

The appeal was declared inadmissible due to being filed too late (although this reason was not the primary basis cited in No. 1 of the dispositive, it is a direct component of the non-entry decision process described in the considerations, which are then summarized in the dispositive).

Art. 108 BGG

The lack of entry into proceedings was decided according to the simplified procedure.

Art. 44 Abs. 1 BGG

Cited in the reasoning regarding the calculation of the appeal deadline, influencing the finding of tardiness.

Art. 62 Abs. 1 BGG

Cited as the basis for the requirement to pay the cost deposit.

Art. 62 Abs. 3 BGG

The appeal was not adjudicated because the cost deposit was paid too late.

Art. 66 al. 1 LTF

The court imposed court costs on the appellant in point 2 of the dispositive.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

7B_581/2024

Urteil vom 10. Juli 2024

II. strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Hurni, als präsidierendes Mitglied,

Gerichtsschreiberin Sauthier.

Verfahrensbeteiligte

A.________ AG,

handelnd durch B.________,

Beschwerdeführerin,

gegen

Kantonsgericht Schwyz, Kantonsgerichtspräsident, Kollegiumstrasse 28, 6430 Schwyz,

Beschwerdegegner.

Gegenstand

Sicherheitsleistung; Nichteintreten,

Beschwerde gegen die Verfügung des Kantonsgerichts Schwyz, Kantonsgerichtspräsident,

vom 22. April 2024 (BEK 2024 86).

Erwägungen:

1. Die Beschwerdeführerin erhob am 22. Mai 2024 Beschwerde in Strafsachen gegen die Verfügung des Kantonsgerichts Schwyz vom 22. April 2024.

2. Die Partei, die das Bundesgericht anruft, hat einen Kostenvorschuss zu bezahlen ( Art. 62 Abs. 1 BGG ).

3. Der Beschwerdeführerin wurde am 29. Mai 2024 Frist angesetzt, um dem Bundesgericht bis zum 13. Juni 2024 einen Kostenvorschuss von Fr. 800.-- zu leisten. Da der Kostenvorschuss innert Frist nicht einging, wurde mit Verfügung vom 20. Juni 2024 die gesetzlich vorgeschriebene und nicht erstreckbare Nachfrist zur Leistung des Kostenvorschusses bis zum 1. Juli 2024 angesetzt, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde. Aufgrund der Beschwerde vom 22. Mai 2024 befand sich die Beschwerdeführerin in einem Prozessrechtsverhältnis mit dem Bundesgericht. Die Begründung eines solchen verpflichtet die Parteien, sich nach Treu und Glauben zu verhalten und unter anderem dafür zu sorgen, dass ihnen behördliche Akten zugestellt werden können, welche das Verfahren betreffen ( BGE 146 IV 30 E. 1.1.2; 141 II 429 E. 3.1; 138 III 225 E. 3.1). Die der Beschwerdeführerin rechtsgültig zugestellten Verfügungen gelten als zur Kenntnis genommen ( Art. 44 Abs. 2 BGG ).

4. Der Kostenvorschuss ging beim Bundesgericht erst nach Ablauf der Nachfrist am 4. Juli 2024 und somit verspätet ein. Auf die Beschwerde ist daher androhungsgemäss gestützt auf Art. 62 Abs. 3 BGG im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

Im Übrigen erweist sich die am 24. Mai 2024 eingereichte Beschwerde ohnehin als verspätet. Beschwerden an das Bundesgericht sind innert 30 Tage ab Eröffnung beim Bundesgericht einzureichen ( Art. 100 Abs. 1 BGG ). Vorliegend wurde der angefochtene Entscheid am 23. April 2024 zugestellt und gilt damit als an diesem Tag eröffnet. Die Beschwerdefrist begann am 24. April 2024 zu laufen ( Art. 44 Abs. 1 BGG ) und endete am 23. Mai 2024, nicht erst am 24. Mai 2024. Damit ist auf die Beschwerde auch infolge Verspätung nicht einzutreten.

Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Parteien schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 10. Juli 2024

Im Namen der II. strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Hurni

Die Gerichtsschreiberin: Sauthier