Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
7B_568/2025 KI-generiert

Denial of Legal Aid for Appeal of Refused Criminal Complaint Against Judges

Geschäftsnummer 7B_568/2025
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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Denial of Legal Aid for Appeal of Refused Criminal Complaint Against Judges The petitioner filed a criminal complaint for abuse of office against five trial court judges, which the Public Prosecutor's office refused to pursue, leading the petitioner to appeal to the Cantonal High Court and request legal aid, which the High Court denied on the grounds that the appeal was hopeless. The Cantonal High Court reasoned that the petitioner's claims against the judges, asserted in the role of a private complainant in the criminal proceedings, were of a public-law nature rather than civil law and must instead be pursued through a separate state liability claim. The Federal Supreme Court did not consider the subsequent appeal against the denial of legal aid—filed without detailed rebuttal of the High Court's reasoning, only generally criticizing the decision and restating the desire to have the civil claim referred to the civil courts—because the appellant failed to meet the qualified legal requirements for stating a claim, deeming the appeal insufficiently substantiated and frivolous, and therefore denying legal aid for the federal proceedings.

Legislator-Regeste

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Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 97 Abs. 1 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 136 Abs. 1 lit. a StPO, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 64 Abs. 1 BGG; Denial of Legal Aid for Appeal of Refused Criminal Complaint Against Judges: The Cantonal High Court reasoned that the petitioner's claims against the judges, asserted in the role of a private complainant in the criminal proceedings, were of a public-law nature rather than civil law and must instead be pursued through a separate state liability claim. The Federal Supreme Court did not consider the subsequent appeal against the denial of legal aid—filed without detailed rebuttal of the High Court's reasoning, only generally criticizing the decision and restating the desire to have the civil claim referred to the civil courts—because the appellant failed to meet the qualified legal requirements for stating a claim, deeming the appeal insufficiently substantiated and frivolous, and therefore denying legal aid for the federal proceedings.

Schlagwörter

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Unentgeltliche Rechtspflege Nichteintreten unentgeltliche Rechtspflege Strafanzeige Öffentlichkeit des Verfahrens Rüge verfassungsmässiger Rechte Prozessrecht Zeugnisverweigerungsrecht

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG

Cited in the final order to justify the decision not to enter upon the appeal (Nichteintreten) due to insufficient reasoning.

Art. 64 Abs. 1 BGG

Cited to justify the dismissal of the request for free legal assistance due to lack of prospects of success.

Art. 65 Abs. 2 BGG

Cited for the decision to grant reduced court costs based on the appellant's financial situation (though not explicitly in the numbered orders, it is mentioned in the final paragraph dictating costs, which leads to Order 3).

Art. 66 Abs. 1 BGG

Cited to render the appellant liable for costs (Kostenpflichtig).

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

7B_568/2025

Urteil vom 3. September 2025

II. strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Koch, als Einzelrichterin,

Gerichtsschreiber Hahn.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

*gegen*

Obergericht des Kantons Graubünden, Zweite strafrechtliche Kammer,

Poststrasse 14, 7001 Chur.

Gegenstand

Unentgeltliche Rechtspflege; Nichteintreten,

Beschwerde gegen die Verfügung des Obergerichts des Kantons Graubünden, Zweite strafrechtliche Kammer, vom 20. Mai 2025 (SR2 25 22).

Erwägungen:

1. Am 13. Februar 2025 reichte A.________ gegen fünf Richterinnen und Richter des Regionalgerichts Albula Strafanzeige wegen Amtsmissbrauchs ein. Mit Verfügung vom 8. April 2025 nahm die Staatsanwaltschaft Graubünden die Strafuntersuchung nicht an die Hand. Dagegen erhob A.________ Beschwerde an das Obergericht des Kantons Graubünden und stellte ein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege. Dieses Gesuch wies das Obergericht mit Verfügung vom 20. Mai 2025 ab. Zur Begründung führt es aus, die Beschwerde sei in der Sache aussichtslos, weil die von A.________ in seiner Rolle als Privatkläger gegenüber den angezeigten Gerichtspersonen geltend gemachten Ansprüche nicht zivilrechtlicher, sondern öffentlich-rechtlicher Natur seien und deshalb auf dem Weg der Staatshaftung eingeklagt werden müssten.

2. Mit Eingabe vom 24. Juni 2025 führt A.________ Beschwerde in Strafsachen an das Bundesgericht. Er beantragt die Aufhebung der Verfügung des Obergerichts des Kantons Graubünden vom 20. Mai 2025 und die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für das vorinstanzliche Beschwerdeverfahren.

Es wurden keine Vernehmlassungen eingeholt.

3. Gemäss Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Um diesem Erfordernis zu genügen, muss die beschwerdeführende Partei mit ihrer Kritik bei den als rechtsfehlerhaft erachteten Erwägungen der Vorinstanz ansetzen (BGE 146 IV 297 E. 1.2; 140 III 86 E. 2). Für die Rüge der Verletzung von Grundrechten, einschliesslich der Anfechtung des Sachverhalts wegen Willkür (vgl. Art. 97 Abs. 1 BGG), gelten qualifizierte Rügeanforderungen (Art. 106 Abs. 2 BGG). Auf ungenügend begründete Rügen oder bloss allgemein gehaltene appellatorische Kritik am angefochtenen Urteil tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 147 IV 73 E. 4.1.2 mit Hinweisen).

4. Die Vorinstanz legt in Auseinandersetzung mit den massgebenden kantonalen Gesetzesbestimmungen detailliert dar, weshalb die vom Beschwerdeführer gegenüber den angezeigten Gerichtspersonen geltend gemachten Ansprüche nicht zivilrechtlicher, sondern öffentlich-rechtlicher Natur sind und die im Rahmen des Strafverfahrens erhobene Zivilklage daher als von vornherein aussichtslos bezeichnet werde müsse (vgl. Art. 136 Abs. 1 lit. a StPO). Mit dieser Begründung setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander. Er schildert den Sachverhalt aus seiner Sichtweise und macht geltend, es gehe ihm darum, dass seine Klage vom Sachgericht auf den Zivilweg verwiesen werde. Solche appellatorische Kritik genügt den vorgenannten gesetzlichen Begründungsanforderungen offensichtlich nicht, weshalb auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG nicht einzutreten ist. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege für das bundesgerichtliche Verfahren ist wegen Aussichtslosigkeit abzuweisen (Art. 64 Abs. 1 BGG). Damit wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Seiner finanziellen Situation ist mit reduzierten Gerichtskosten Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).

Demnach erkennt die Einzelrichterin:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Obergericht des Kantons Graubünden, Zweite strafrechtliche Kammer, und der Staatsanwaltschaft des Kantons Graubünden schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 3. September 2025

Im Namen der II. strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Einzelrichterin: Koch

Der Gerichtsschreiber: Hahn