Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
7B_48/2026 KI-generiert

Failure to pay cost advance after refusal of service in official-defense counsel replacement and recusal dispute

Geschäftsnummer 7B_48/2026
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Swiss Federal Supreme Court (II. criminal law division, single judge) did not enter into the merits of the appeal and dismissed the case, upholding the lower court’s decision. The appellant had challenged a cantonal court ruling of 11 December 2025 concerning the replacement of his official defense counsel and a request for recusal of the public prosecutor. The Supreme Court ordered the appellant to pay court costs of CHF 500. The Court refused to proceed because the appellant failed to pay the required CHF 800 cost advance within the extended, non-extendable deadline set by the Court, despite being warned of the consequences. Under Art. 62 para. 3 and Art. 108 BGG, failure to pay the advance results in non-entry into the appeal. The Court also held that the appellant, being in a procedural relationship, was obliged to accept service of court documents in good faith, so the refusal to accept the order did not prevent it from being validly served.

Legislator-Regeste

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Art. 62 Abs. 3 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 und 3 BGG; Failure to pay cost advance after refusal of service in official-defense counsel replacement and recusal dispute: criminal law division, single judge) did not enter into the merits of the appeal and dismissed the case, upholding the lower court’s decision. The appellant had challenged a cantonal court ruling of 11 December 2025 concerning the replacement of his official defense counsel and a request for recusal of the public prosecutor. The Supreme Court ordered the appellant to pay court costs of CHF 500. The Court refused to proceed because the appellant failed to pay the required CHF 800 cost advance within the extended, non-extendable deadline set by the Court, despite being warned of the consequences. Under Art. 62 para. 3 and Art. 108 BGG, failure to pay the advance results in non-entry into the appeal. The Court also held that the appellant, being in a procedural relationship, was obliged to accept service of court documents in good faith, so the refusal to accept the order did not prevent it from being validly served.

Schlagwörter

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Wechsel amtliche Verteidigung Ausstand

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 62 Abs. 3 BGG

Basis for non-entry into the appeal due to failure to pay the cost advance within the extended deadline.

Art. 108 BGG

Procedural basis for simplified procedure and non-entry on the appeal.

Art. 66 Abs. 1 und 3 BGG

Imposes court costs on the appellant, who lost the case.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

7B_48/2026

Urteil vom 23. Februar 2026

II. strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Koch, als Einzelrichterin,

Gerichtsschreiber Hahn.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

*gegen*

B.________,

Staatsanwältin, Staatsanwaltschaft Abteilung 1 Luzern, Eichwilstrasse 2, 6010 Kriens,

Beschwerdegegnerin,

Staatsanwaltschaft Abteilung 1 Luzern, Eichwilstrasse 2, 6010 Kriens.

Gegenstand

Wechsel amtliche Verteidigung; Ausstand; Nichteintreten,

Beschwerde gegen die Verfügung des Kantonsgerichts Luzern, 1. Abteilung, vom 11. Dezember 2025

(2N 25 202/2P 25 8).

Erwägungen:

1.

A.________ führt mit Eingabe vom 11. Januar 2026 Beschwerde in Strafsachen gegen die Verfügung des Kantonsgerichts Luzern vom 11. Dezember 2025 betreffend amtliche Verteidigung und Ausstand.

2.

Der Beschwerdeführer wurde vom Bundesgericht mit Verfügung vom 15. Januar 2026 aufgefordert, bis zum 30. Januar 2026 einen Kostenvorschuss von Fr. 800.-- einzuzahlen. Da er dieser Aufforderung nicht nachgekommen ist, wurde ihm mit Verfügung vom 3. Februar 2026 eine nicht erstreckbare Nachfrist zur Vorschussleistung bis zum 16. Februar 2026 angesetzt. Unter Hinweis auf Art. 62 Abs. 3 BGG wurde der Beschwerdeführer zudem darauf hingewiesen, dass das Bundesgericht bei Säumnis auf das Rechtsmittel nicht eintreten werde.

3.

Dem Beschwerdeführer konnte die Verfügung vom 15. Januar 2026 zugestellt werde. Hinsichtlich der Verfügung vom 3. Februar 2026 verweigerte der Beschwerdeführer die Annahme. Aufgrund seiner Beschwerde vom 11. Januar 2026 befand er sich zu diesem Zeitpunkt allerdings in einem Prozessrechtsverhältnis. Die Begründung eines solchen verpflichtet ihn, sich nach Treu und Glauben zu verhalten und unter anderem dafür zu sorgen, dass ihm behördliche Akten zugestellt werden können, welche das Verfahren betreffen (BGE 146 IV 30 E. 1.1.2; 141 II 429 E. 3.1; 138 III 225 E. 3.1). Die dem Beschwerdeführer rechtsgültig zugestellten Verfügungen gelten daher als zur Kenntnis genommen. Bis zum Ablauf der nicht erstreckbaren Nachfrist hat der Beschwerdeführer den Kostenvorschuss nicht geleistet. Androhungsgemäss ist daher gestützt auf Art. 62 Abs. 3 BGG im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 und 3 BGG).

Demnach erkennt die Einzelrichterin:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.

Dieses Urteil wird den Parteien, der Staatsanwaltschaft Abteilung 1 Luzern und dem Kantonsgericht Luzern, 1. Abteilung, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 23. Februar 2026

Im Namen der II. strafrechtlichen Abteilung des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Einzelrichterin: Koch

Der Gerichtsschreiber: Hahn