Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
7B_445/2024 KI-generiert

Denial of justice claim fails for lack of substantiation of unreasonable delay under Article 29(1) of the Constitution.

Geschäftsnummer 7B_445/2024
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Swiss Federal Supreme Court, sitting as a single judge, did not enter into the merits of the appellant's complaint and dismissed the appeal, ordering the appellant to pay court costs of 800 Swiss francs. The appellant had filed a criminal-law appeal alleging denial of justice, claiming that the Cantonal Court had failed to rule on a pending complaint for three months, thereby violating the right to a decision within a reasonable time under Article 29(1) of the Federal Constitution. The Court held that the appeal failed to meet the statutory formal requirements of Article 42 of the Federal Supreme Court Act, as the appellant did not provide a sufficiently substantiated argument explaining why the three-month delay constituted a violation of the constitutional guarantee. The appeal was therefore dismissed for lack of proper legal reasoning.

Legislator-Regeste

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Art. 42 BGG, Art. 29 Abs. 1 BV, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 66 al. 1 BGG; Denial of justice claim fails for lack of substantiation of unreasonable delay under Article 29(1) of the Constitution: The appellant had filed a criminal-law appeal alleging denial of justice, claiming that the Cantonal Court had failed to rule on a pending complaint for three months, thereby violating the right to a decision within a reasonable time under Article 29(1) of the Federal Constitution. The Court held that the appeal failed to meet the statutory formal requirements of Article 42 of the Federal Supreme Court Act, as the appellant did not provide a sufficiently substantiated argument explaining why the three-month delay constituted a violation of the constitutional guarantee. The appeal was therefore dismissed for lack of proper legal reasoning.

Schlagwörter

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Rechtsverzögerung BGE 136 I 49 E. 1.4.1, 65 E. 1.3.1 mit Hinweisen) Verfahrensverzögerungen ungenügende Substantiierung von Grundrechtsverletzungen Verletzung von Verfahrensrechten konnexe Verfahren Strafanzeige Verfahrensrechtlicher Schutz

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 66 al. 1 BGG

Imposed court costs on the appellant because the appeal failed.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

7B_445/2024

Urteil vom 13. Juni 2024

II. strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Koch, als Einzelrichterin,

Gerichtsschreiberin Sauthier.

Verfahrensbeteiligte

A.________ AG,

handelnd durch B.________,

Beschwerdeführerin,

gegen

Kantonsgericht Schwyz, Kantonsgerichtspräsident, Kollegiumstrasse 28, 6430 Schwyz.

Gegenstand

Rechtsverzögerung; Nichteintreten.

Erwägungen:

1. Mit Eingabe vom 13. April 2024 führt die A.________ AG Beschwerde in Strafsachen an das Bundesgericht wegen Rechtsverzögerung. Zur Begründung führt sie aus, beim Kantonsgericht Schwyz "liege seit drei Monaten eine Beschwerde wegen Rechtsverzögerung herum".

2.

2.1. Eine Beschwerde an das Bundesgericht ist zu begründen ( Art. 42 BGG ). Bei Verfassungsrügen wie der geltend gemachten Rechtsverzögerung bzw. Rechtsverweigerung ( Art. 29 Abs. 1 BV ) besteht eine qualifizierte Rügepflicht. Die Rüge muss in der Beschwerde präzise vorgebracht und begründet werden ( Art. 106 Abs. 2 BGG ; BGE 136 I 49 E. 1.4.1, 65 E. 1.3.1 mit Hinweisen).

2.2. Die Beschwerdeführerin hat gemäss ihren Beschwerdebeilagen offenbar diverse Beschwerden beim Kantonsgericht erhoben. Sie macht in ihrer grösstenteils nicht sachbezogenen Beschwerdebegründung indessen keine weiteren Ausführungen zum konkreten Beschwerdeverfahren. Sie zeigt insbesondere nicht hinreichend substanziiert auf, weshalb das Kantonsgericht den Anspruch auf eine Beurteilung innert angemessener Frist im Sinne von Art. 29 Abs. 1 BV verletzt haben sollte, weil es nach drei Monaten noch keinen Entscheid getroffen hat. Die Beschwerde genügt den gesetzlichen Formerfordernissen offensichtlich nicht, weshalb auf sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG nicht einzutreten ist.

3. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt die Einzelrichterin:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3. Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin und dem Kantonsgericht Schwyz, Kantonsgerichtspräsident, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 13. Juni 2024

Im Namen der II. strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Einzelrichterin: Koch

Die Gerichtsschreiberin: Sauthier