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7B_360/2023 KI-generiert

Recusal request against entire cantonal court and prosecutor dismissed as inadmissible precautionary general challenge.

Geschäftsnummer 7B_360/2023
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Swiss Federal Supreme Court (II. criminal division, single judge) dismissed the appellant's criminal-law appeal and upheld the lower court's non-entry decision, also rejecting the request for free legal aid and ordering the appellant to pay CHF 800 in court costs. The appellant had challenged a July 11, 2023 ruling by the Zurich High Court (III. Criminal Chamber), which had refused to consider the appellant's recusal application against that court, the entire High Court, and a specific prosecutor, deeming it inadmissible as a precautionary and general request lacking any apparent grounds for recusal. The Supreme Court found the appeal failed to meet formal pleading requirements under Article 42(2) BGG because the appellant did not engage with the lower court's reasoning or specifically demonstrate any violation of fundamental rights, which requires a qualified substantiation under Article 106(2) BGG.

Legislator-Regeste

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Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 106 Abs. 1 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 64 BGG; Recusal request against entire cantonal court and prosecutor dismissed as inadmissible precautionary general challenge: criminal division, single judge) dismissed the appellant's criminal-law appeal and upheld the lower court's non-entry decision, also rejecting the request for free legal aid and ordering the appellant to pay CHF 800 in court costs. The appellant had challenged a July 11, 2023 ruling by the Zurich High Court (III. Criminal Chamber), which had refused to consider the appellant's recusal application against that court, the entire High Court, and a specific prosecutor, deeming it inadmissible as a precautionary and general request lacking any apparent grounds for recusal. The Supreme Court found the appeal failed to meet formal pleading requirements under Article 42(2) BGG because the appellant did not engage with the lower court's reasoning or specifically demonstrate any violation of fundamental rights, which requires a qualified substantiation under Article 106(2) BGG.

Schlagwörter

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Ausstand Nichteintreten Ausstand des Staatsanwalts Verfahrensrechte Zulässige Gründe Demonstrationsrecht Widerspruchsverfahren Anfechtbarkeit des Rückweisungsentscheids

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 BGG

Used to declare the appeal inadmissible in simplified proceedings due to failure to meet formal requirements.

Art. 64 BGG

Used to reject the request for free legal aid because the appeal was evidently without merit.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used to impose court costs on the appellant.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

7B_360/2023

Urteil vom 5. Oktober 2023

II. strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Koch, als Einzelrichterin,

Gerichtsschreiberin Sauthier.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Simone Müller,

c/o Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis,

Postfach, 8953 Dietikon,

Beschwerdegegnerin,

Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis, Büro A-2, Postfach, 8953 Dietikon.

Gegenstand

Ausstand; Nichteintreten,

Beschwerde gegen den Verfügung und Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer,

vom 11. Juli 2023 (UA230024-O/U).

Erwägungen:

1. Die III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich trat mit Beschluss vom 11. Juli 2023 nicht auf das von A.________ am 5. Februar 2023 gegen die III. Strafkammer sowie das gesamte Obergericht des Kantons Zürich und gegen Staatsanwältin Simone Müller erhobene Ausstandsgesuch ein. Zur Begründung führte sie aus, ein vorsorgliches und generelles Ausstandsgesuch sei unzulässig und im Übrigen ergebe sich aus den Ausführungen von A.________ nicht ansatzweise ein Ausstandsgrund.

Mit Eingabe vom 19. Juli 2023, ergänzt am 25. Juli 2023, führt A.________ Beschwerde in Strafsachen an das Bundesgericht gegen den Beschluss der III. Strafkammer des Obergerichts. Er beantragt, der Beschluss vom 11. Juli 2023 sei "ohne materielle Prüfung" aufzuheben und die Sache an das Obergericht zurückzuweisen. Das Ausstandsgesuch sei von einem unabhängigen und unparteiischen Gericht zu beurteilen. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.

2. Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Bestimmungen von Art. 95 ff. BGG nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe. Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten gilt der in Art. 106 Abs. 1 BGG verankerte Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht; insofern besteht eine qualifizierte Rügepflicht ( Art. 106 Abs. 2 BGG ; BGE 136 I 49 E. 1.4.1 mit Hinweisen). Es obliegt dem Beschwerdeführer namentlich darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid gegen Grundrechte verstossen soll.

Der Beschwerdeführer setzt sich nicht mit der Begründung des angefochtenen Beschlusses auseinander. Er vermag nicht im Einzelnen und verständlich aufzuzeigen, inwiefern die Begründung der Vorinstanz, die zum Nichteintreten auf das Ausstandsgesuch führte, bzw. der Beschluss der Vorinstanz selbst rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll. Die Beschwerde genügt den gesetzlichen Formerfordernissen offensichtlich nicht, weshalb darauf im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG nicht einzutreten ist.

3. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist abzuweisen, da sich die Beschwerde als offensichtlich aussichtslos erweist ( Art. 64 BGG ).

Demnach erkennt die Einzelrichterin:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4. Dieses Urteil wird den Parteien, der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis, dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, und Rechtsanwalt Thomas Fingerhuth, Zürich, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 5. Oktober 2023

Im Namen der II. strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Einzelrichterin: Koch

Die Gerichtsschreiberin: Sauthier