Complainant's Appeal Against Security Deposit Dismissed by Federal Supreme Court for Lack of Substantiation.
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertA complainant appealed to the Swiss Federal Tribunal after the Zurich-Sihl public prosecutor's office decided not to pursue a case that she was involved in as a private claimant. The complainant was required to pay a security deposit of 1,800 Swiss Francs by the Zurich Higher Court, with the threat of dismissing her complaint if the payment was not made. She then claimed to the Swiss Federal Tribunal that she could not afford the court costs. The tribunal examined whether her appeal met the necessary legal requirements, including proper justification of supposed legal violations by the prior court decisions. The tribunal noted she failed to adequately justify her appeal or to demonstrate she requested free legal aid in the preceding court, impacting the processing of her complaint.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 42 Abs. 1 BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 97 Abs. 1 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 383 Abs. 1 StPO, Art. 136 StPO; Complainant's Appeal Against Security Deposit Dismissed by Federal Supreme Court for Lack of Substantiation: The complainant was required to pay a security deposit of 1,800 Swiss Francs by the Zurich Higher Court, with the threat of dismissing her complaint if the payment was not made. She then claimed to the Swiss Federal Tribunal that she could not afford the court costs. The tribunal examined whether her appeal met the necessary legal requirements, including proper justification of supposed legal violations by the prior court decisions. The tribunal noted she failed to adequately justify her appeal or to demonstrate she requested free legal aid in the preceding court, impacting the processing of her complaint.
Schlagwörter
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KI-generiertUsed to rule that the appeal will not be entertained (Nichteintreten) under the simplified procedure.
Used to instruct that the appellant's financial situation must be considered when assessing the court costs.
Used to order the appellant to bear the court costs.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
7B_281/2024
Urteil vom 29. April 2024
II. strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichterin Koch, als Einzelrichterin,
Gerichtsschreiber Stadler.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführerin,
gegen
Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl,
Stauffacherstrasse 55, Postfach, 8004 Zürich,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Nichtanhandnahme; Nichteintreten,
Beschwerde gegen die Verfügung des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer, vom 22. Februar 2024 (UE240017-O/Z1).
Erwägungen:
1. Die Beschwerdeführerin wendete sich als Privatklägerin mit Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 12. Januar 2024 an das Obergericht des Kantons Zürich. Dieses forderte die Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 22. Februar 2024 auf, innert Frist von 10 Tagen zur Deckung der allfällig sie treffenden Prozesskosten eine Prozesskaution von einstweilen Fr. 1'800.-- zu leisten, unter Androhung, dass sonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird.
2. Die Beschwerdeführerin gelangt mit Eingabe datierend vom 27. Februar 2024 ans Bundesgericht. Sie macht geltend, sie sei ausserstande, Gerichtskosten von Fr. 1'800.-- zu bezahlen.
3. Gemäss Art. 42 Abs. 1 BGG hat die Beschwerde an das Bundesgericht ein Begehren und deren Begründung zu enthalten. In der Beschwerdebegründung ist nach Art. 42 Abs. 2 BGG in gedrängter Form unter Bezugnahme auf den angefochtenen Entscheid darzulegen, inwiefern dieser Recht verletzt. Um diesem Erfordernis zu genügen, muss die beschwerdeführende Partei mit ihrer Kritik bei den als rechtsfehlerhaft erachteten Erwägungen der Vorinstanz ansetzen ( BGE 146 IV 297 E. 1.2; 140 III 86 E. 2). Für die Rüge der Verletzung von Grundrechten, einschliesslich der Anfechtung des Sachverhalts wegen Willkür (vgl. Art. 97 Abs. 1 BGG ), gelten qualifizierte Rügeanforderungen ( Art. 106 Abs. 2 BGG ). Auf ungenügend begründete Rügen tritt das Bundesgericht nicht ein ( BGE 147 IV 73 E. 4.1.2).
4. Die Verfahrensleitung der Rechtsmittelinstanz kann die Privatklägerschaft verpflichten, innert einer Frist für allfällige Kosten und Entschädigungen Sicherheit zu leisten ( Art. 383 Abs. 1 StPO ). Die Vorinstanz hat die Beschwerdeführerin auf diese Rechtslage hingewiesen.
Was an der angefochtenen Verfügung in tatsächlicher oder rechtlicher Hinsicht fehlerhaft sein sollte, ergibt sich aus der Beschwerde nicht. Die Beschwerdeführerin macht auch nicht geltend, sie hätte vor der Vorinstanz ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege i.S.v. Art. 136 StPO gestellt und dieses sei nicht behandelt worden. Damit vermag die Beschwerdeführerin den Begründungsanforderungen vor Bundesgericht nicht nachzukommen. Der Begründungsmangel ist offensichtlich ( Art. 42 Abs. 2, Art. 106 Abs. 2 BGG ).
5. Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten. Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Ihrer finanziellen Lage ist bei der Bemessung der Gerichtskosten Rechnung zu tragen ( Art. 65 Abs. 2 BGG ).
Demnach erkennt die Einzelrichterin:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.
3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 29. April 2024
Im Namen der II. strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Einzelrichterin: Koch
Der Gerichtsschreiber: Stadler