Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
7B_1322/2024 KI-generiert

Refusal of Appeal on Denial of Justice Claim Related to File Inspection in Criminal Proceeding

Geschäftsnummer 7B_1322/2024
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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Refusal of Appeal on Denial of Justice Claim Related to File Inspection in Criminal Proceeding The Federal Supreme Court refused to hear an appeal alleging a denial of justice by a cantonal court, specifically concerning the refusal of file inspection in a criminal proceeding initially involving a violation of the Weapons Act. The appellant, who had previously been convicted by a penal order and whose objection led to a charge filed with the district court, claimed the cantonal court’s subsequent handling of his appeal—including an alleged denial of access to the files—constituted a denial of justice. The court reasoned that the appeal failed to meet the statutory requirements for substantiation under Article 42 para. 2 and Article 106 para. 2 of the Federal Supreme Court Act, as the appellant provided only generalized, appellatory criticism and cited case law without applying it specifically to his case, particularly since the lower court had, in fact, offered file inspection upon prior appointment.

Legislator-Regeste

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Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 97 Abs. 1 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Refusal of Appeal on Denial of Justice Claim Related to File Inspection in Criminal Proceeding: The appellant, who had previously been convicted by a penal order and whose objection led to a charge filed with the district court, claimed the cantonal court’s subsequent handling of his appeal—including an alleged denial of access to the files—constituted a denial of justice. The court reasoned that the appeal failed to meet the statutory requirements for substantiation under Article 42 para. 2 and Article 106 para. 2 of the Federal Supreme Court Act, as the appellant provided only generalized, appellatory criticism and cited case law without applying it specifically to his case, particularly since the lower court had, in fact, offered file inspection upon prior appointment.

Schlagwörter

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Rechtsverweigerung Nichteintreten Strafakten Widerhandlung gegen das Waffengesetz Einrede der Verfassungswidrigkeit Akteneinsicht Normenkontrolle Zeugnisverweigerungsrecht

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

Used to declare non-admission of the appeal in simplified procedure due to insufficient substantiation.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used to impose the court costs on the appellant because the appeal was dismissed.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

7B_1322/2024

Urteil vom 4. Februar 2025

II. strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Koch, als Einzelrichterin,

Gerichtsschreiber Hahn.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

*gegen*

Kantonsgericht des Kantons Wallis, Strafkammer, rue Mathieu-Schiner 1, 1950 Sitten.

Gegenstand

Rechtsverweigerung; Nichteintreten,

Beschwerde wegen Rechtsverweigerung durch das Kantonsgerichts des Kantons Wallis, Strafkammer, (Verfahren P3 24 178).

Erwägungen:

1. Mit Strafbefehl vom 5. April 2024 sprach die Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis, Amt der Region Oberwallis, Dr. med. A.________ schuldig der Widerhandlung gegen das Waffengesetz und verurteilte ihn hierfür zu einer bedingten Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je Fr. 260.-- und zu einer Busse von Fr. 500.--. Nachdem Dr. med. A.________ dagegen fristgerecht Einsprache erhob, hinterlegte die Staatsanwaltschaft am 12. Juli 2024 die Anklageschrift beim Bezirksgericht Brig, Östlich-Raron und Goms. In der Folge erhob Dr. med. A.________ beim Kantonsgericht des Kantons Wallis am 24. Juli 2024 Beschwerde wegen Rechtsverweigerung und stellte zudem ein Ausstandsgesuch gegen die verfahrensleitende Staatsanwältin. Mit Verfügung vom 7. Oktober 2024 wies das Kantonsgericht des Kantons Wallis die Beschwerde wegen Rechtsverweigerung sowie das Ausstandsgesuch ab.

2. Dr. med. A.________ führt mit Eingabe vom 5. Dezember 2024 Beschwerde wegen Rechtsverweigerung durch das Kantonsgericht, da ihm dieses die Akteneinsicht verweigere.

Es wurden keine Vernehmlassungen eingeholt.

3. Gemäss

Art. 42 Abs. 2 BGG

ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Für die Rüge der Verletzung von Grundrechten, einschliesslich der Anfechtung des Sachverhalts wegen Willkür (vgl.

Art. 97 Abs. 1 BGG

), gelten qualifizierte Rügeanforderungen (

Art. 106 Abs. 2 BGG

). Auf ungenügend begründete Rügen oder bloss allgemein gehaltene appellatorische Kritik am angefochtenen Urteil tritt das Bundesgericht nicht ein (

BGE 147 IV 73

E. 4.1.2 mit Hinweisen).

4. Die Rüge des Beschwerdeführers, es liege eine Rechtsverweigerung durch die Vorinstanz vor, bedürfte einer substanziierten Begründung im vorgenannten Sinn. An einer solchen mangelt es vorliegend, da der Beschwerdeführer ohne sachbezogene Ausführungen zum vorliegenden Fall einzelne Erwägungen aus Urteilen des Bundesgerichts zitiert und behauptet, die Vorinstanz verweigere ihm die Akteneinsicht. Solche appellatorische Kritik genügt den dargelegten Begründungsanforderungen nicht. Eine rechtserhebliche Rechtsverweigerung im Zusammenhang mit der Handhabung des Akteneinsichtsrechts des Beschwerdeführers durch die Vorinstanz ergibt sich im Übrigen auch nicht aus den Beschwerdebeilagen. Vielmehr teilt ihm die Vorinstanz in ihrem Schreiben vom 28. November 2024 mit, er könne die Akten nach vorgängiger Terminvereinbarung am Sitz der Vorinstanz einsehen. Die Beschwerde genügt den vorgenannten gesetzlichen Formerfordernissen somit offensichtlich nicht, weshalb auf sie im vereinfachten Verfahren nach

Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

nicht einzutreten ist.

5. Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (

Art. 66 Abs. 1 BGG

).

Demnach erkennt die Einzelrichterin:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Kantonsgericht des Kantons Wallis, Strafkammer, und der Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis, Amt der Region Oberwallis, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 4. Februar 2025

Im Namen der II. strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Einzelrichterin: Koch

Der Gerichtsschreiber: Hahn