Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
7B_1266/2024 KI-generiert

Failure to Pay Cost Advance in Criminal Appeal

Geschäftsnummer 7B_1266/2024
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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Failure to Pay Cost Advance in Criminal Appeal The Federal Supreme Court declined to hear a criminal appeal concerning a police procedural action because the appellant failed to pay the required cost advance deposit. The appellant, who initiated the legal proceeding, was initially requested to pay an advance of CHF 800 but failed to retrieve the notification, which was returned "unclaimed" and subsequently "acceptance refused." Following a legally mandated, non-extendable second deadline for payment by January 9, 2025, which the appellant also failed to meet, the Court deemed the notifications as properly served because parties in an ongoing proceeding must ensure they can receive official correspondence. Therefore, non-compliance with the financial requirement, despite proper notification and warning that failure to pay would result in non-entry, led the Court to dismiss the appeal in accordance with the relevant procedural law.

Legislator-Regeste

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Art. 62 Abs. 3 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Failure to Pay Cost Advance in Criminal Appeal: The appellant, who initiated the legal proceeding, was initially requested to pay an advance of CHF 800 but failed to retrieve the notification, which was returned "unclaimed" and subsequently "acceptance refused." Following a legally mandated, non-extendable second deadline for payment by January 9, 2025, which the appellant also failed to meet, the Court deemed the notifications as properly served because parties in an ongoing proceeding must ensure they can receive official correspondence. Therefore, non-compliance with the financial requirement, despite proper notification and warning that failure to pay would result in non-entry, led the Court to dismiss the appeal in accordance with the relevant procedural law.

Schlagwörter

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Rechtsverweigerung Nichteintreten Kostenvorschuss Leistung des Kostenvorschusses Forderungsklage gesetzliche Verfahrensfrist nachträglicher Rechtsvorschlag Parteianhörung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 BGG

Used to justify the non-admission of the appeal due to failure to pay the cost deposit.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used to impose court costs on the appellant following the non-admission of the appeal.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

7B_1266/2024

Urteil vom 22. Januar 2025

II. strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Koch, als Einzelrichterin,

Gerichtsschreiberin Sauthier.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

*gegen*

Luzerner Polizei,

Kasimir-Pfyffer-Strasse 26, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Rechtsverweigerung; Nichteintreten,

Beschwerde gegen den Beschluss des Kantonsgerichts Luzern, 1. Abteilung, vom 30. Oktober 2024 (2N 24 133).

Erwägungen:

1.

A.________ erhob am 25. November 2024 Beschwerde in Strafsachen an das Bundesgericht gegen einen Beschluss des Kantonsgerichts Luzern vom 30. Oktober 2024 betreffend eine Verfahrenshandlung der Polizei.

2.

Mit Verfügung vom 27. November 2024 wurde der Beschwerdeführer aufgefordert, bis spätestens am 12. Dezember 2024 einen Kostenvorschuss von Fr. 800.-- einzuzahlen. Die Verfügung vom 27. November 2024 kam mit dem Vermerk "nicht abgeholt" und nach erneutem Versand mit dem Vermerk "Annahme verweigert" zurück. Da der Kostenvorschuss innert Frist nicht einging, wurde dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 13. Dezember 2024 die gesetzlich vorgeschriebene und nicht erstreckbare Nachfrist zur Leistung eines Kostenvorschusses bis zum 9. Januar 2025 angesetzt, mit dem Hinweis, dass ansonsten auf die Beschwerde nicht eingetreten werde (vgl.

Art. 62 Abs. 3 BGG ). Der Beschwerdeführer hat auch diese mit Rückschein versandte Verfügung auf der Post nicht abgeholt.

3.

Aufgrund der Beschwerde vom 25. November 2024 befand sich der Beschwerdeführer in einem Prozessrechtsverhältnis mit dem Bundesgericht. Die Begründung eines solchen verpflichtet die Parteien, sich nach Treu und Glauben zu verhalten und unter anderem dafür zu sorgen, dass ihnen behördliche Akten zugestellt werden können, welche das Verfahren betreffen (

BGE 146 IV 30

E. 1.1.2;

141 II 429

E. 3.1;

138 III 225

E. 3.1). Da der Beschwerdeführer aufgrund des von ihm initiierten Prozessrechtsverhältnisses mit der Zustellung von Verfügungen rechnen musste, gelten diese als zugestellt. Der Beschwerdeführer reichte sodann zwar ein Schreiben nach seiner Beschwerde ein, den Kostenvorschuss bezahlte er indessen auch innert der Nachfrist bis zum 9. Januar 2025 nicht. Androhungsgemäss ist auf die Beschwerde im Verfahren nach

Art. 108 BGG nicht einzutreten.

4.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt die Einzelrichterin:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.

Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht Luzern, 1. Abteilung, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 22. Januar 2025

Im Namen der II. strafrechtlichen Abteilung des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Einzelrichterin: Koch

Die Gerichtsschreiberin: Sauthier