Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
7B_1217/2024 KI-generiert

Federal Supreme Court Dismisses Appeal Due to Unpaid Cost Advance

Geschäftsnummer 7B_1217/2024
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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Federal Supreme Court Dismisses Appeal Due to Unpaid Cost Advance The Federal Supreme Court did not enter into the criminal appeal against a Zurich High Court decision rejecting an objection to a public prosecutor's order to produce documents (Editionsverfügung). The court had twice requested a cost advance of CHF 800 from the appellant, a limited liability company, first by December 4, 2024, and then with a non-extendable deadline until January 21, 2025, with the warning that the appeal would not be heard if the advance was not paid (Art. 62 para. 3 FLSC). Although official notices of the court could not be delivered to the appellant, the court reasoned that the notices were legally considered received based on the duty of parties to ensure that official documents can reach them during a legal proceeding (Zustellfiktion), and since the required cost advance was not paid by the final deadline, the court dismissed the appeal in a simplified procedure (Art. 108 FLSC) and imposed the court costs on the appellant.

Legislator-Regeste

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Art. 62 Abs. 3 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Federal Supreme Court Dismisses Appeal Due to Unpaid Cost Advance: The court had twice requested a cost advance of CHF 800 from the appellant, a limited liability company, first by December 4, 2024, and then with a non-extendable deadline until January 21, 2025, with the warning that the appeal would not be heard if the advance was not paid (Art. 62 para. 3 FLSC). Although official notices of the court could not be delivered to the appellant, the court reasoned that the notices were legally considered received based on the duty of parties to ensure that official documents can reach them during a legal proceeding (Zustellfiktion), and since the required cost advance was not paid by the final deadline, the court dismissed the appeal in a simplified procedure (Art. 108 FLSC) and imposed the court costs on the appellant.

Schlagwörter

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Strafverfahren Nichteintreten Kostenvorschuss Editionspflicht vereinfachtes Verfahren Kostenauflage Eilvorabentscheidungsverfahren kostenloses Verfahren

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 BGG

The non-entry into the appeal was decided upon in the simplified procedure governed by this article.

Art. 62 Abs. 3 BGG

The appeal decision was based on the failure to pay the cost deposit as threatened under this article.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The appellant was ordered to bear the court costs due to the non-entry into the appeal.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

7B_1217/2024

Urteil vom 10. Februar 2025

II. strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Koch, als Einzelrichterin,

Gerichtsschreiber Hahn.

Verfahrensbeteiligte

A.________ GmbH,

handelnd durch B.________,

Beschwerdeführerin,

*gegen*

Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl,

Postfach, 8036 Zürich.

Gegenstand

Strafverfahren; Nichteintreten,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer, vom 4. November 2024 (UH240239-O/U/JST>AEP).

Erwägungen:

1. Mit Eingabe vom 6. November 2024 führt die A.________ GmbH Beschwerde in Strafsachen gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich vom 4. November 2024 in Sachen Editionsverfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 23. Juli 2024. Die A.________ GmbH ergänzte ihre Beschwerdeschrift mit Eingaben vom 15. und 21. November 2024.

2. Die Beschwerdeführerin wurde vom Bundesgericht mit Verfügung vom 4. Dezember 2024 aufgefordert, bis zum 6. Januar 2025 einen Kostenvorschuss von Fr. 800.-- einzuzahlen. Da sie dieser Aufforderung nicht nachgekommen ist, wurde ihr mit Verfügung vom 10. Januar 2025 eine nicht erstreckbare Nachfrist zur Vorschussleistung bis zum 21. Januar 2025 angesetzt. Unter Hinweis auf

Art. 62 Abs. 3 BGG

wurde die Beschwerdeführerin zudem darauf hingewiesen, dass das Bundesgericht bei Säumnis auf das Rechtsmittel nicht eintreten werde.

3. Der Beschwerdeführerin konnten die Verfügungen vom 4. Dezember 2024 und 10. Januar 2025 nicht zugestellt werden. Aufgrund ihrer Beschwerde vom 6. November 2024 befand sie sich zu diesem Zeitpunkt allerdings in einem Prozessrechtsverhältnis. Die Begründung eines solchen verpflichtet sie, sich nach Treu und Glauben zu verhalten und unter anderem dafür zu sorgen, dass ihr behördliche Akten zugestellt werden können, welche das Verfahren betreffen (

BGE 146 IV 30

E. 1.1.2;

141 II 429

E. 3.1;

138 III 225

E. 3.1). Die der Beschwerdeführerin rechtsgültig zugestellten Verfügungen gelten daher als zur Kenntnis genommen (siehe zur Zustellfiktion bei postlagernden Briefsendungen:

BGE 141 II 429

E. 3.3 mit Hinweisen). Bis zum Ablauf der nicht erstreckbaren Nachfrist hat die Beschwerdeführerin den Kostenvorschuss nicht geleistet. Androhungsgemäss ist daher gestützt auf

Art. 62 Abs. 3 BGG

im vereinfachten Verfahren nach

Art. 108 BGG

auf die Beschwerde nicht einzutreten. Bei diesem Verfahrensausgang trägt die Beschwerdeführerin die Gerichtskosten (

Art. 66 Abs. 1 und 3 BGG

).

Demnach erkennt die Einzelrichterin:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3. Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl, dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, und Rechtsanwalt Dr. Cornel Borbély, Zürich, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 10. Februar 2025

Im Namen der II. strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Einzelrichterin: Koch

Der Gerichtsschreiber: Hahn